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UNIPOLITIK IM INTERVIEW Prof. Kai-Uwe Sattler, Prorektor für Wissenschaft UNI 2 I 2019 9 | Die Auditoren und Vertreter des Stifterverbands mit der Leiterin der Transferstelle der TU Ilmenau, Dr. Doerte Gerhardt (rechts), und dem Porektor für Wissenschaft der TU Ilmenau, Prof. Kai-Uwe Sattler (2. Reihe, 2.v.l.). zeigte als langjähriger wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Entrepreneurship Education und Gründerberater klare Lini-en hinsichtlich Gründungslehre auf und sprach seine Handlungsempfehlungen dahingehend aus. Steffi Terp, Pressespre-cherin der TU Berlin, teilte ihre Expertise hinsichtlich Kommunikations- und Mar-ketingstrategien und repräsentierte zudem einen weiteren Blickwinkel von Seiten einer Technischen Universität. Manuela Wehrle, Inhaberin des Büros region+projekt mit Sitz in Oberursel bei Frankfurt am Main, ist selbst Gründerin und verfügt insbesondere auch über Erfahrungen in Sachen regio-naler Zusammenarbeit und Kooperation. Die Gesprächsrunden Ausgangspunkt der gemeinsamen Dis-kussionen zwischen Stifterverband, Audi-toren, Projektteam und weiteren Gästen waren die Transferstrategie und das Trans-ferverständnis der involvierten Akteure der TU Ilmenau. Dieses wurde sowohl mit dem Rektorat, mit den Dekanen der Fakultäten als auch mit dem Projektteam diskutiert. Bereits hier zeigte sich, dass eine weitere strategische Fokussierung dringend er-forderlich sein wird, um ein einheitliches Begriffsverständnis zu erreichen, klare Handlungsschwerpunkte zu setzen, Res-sourcen zu bündeln und sinnvoll einzuset-zen. Schwerpunktthemen für die weitere Diskussion waren die Unterstützungsstruk-turen und Anreizsysteme an der TU Ilmen-au, das Marketing und die Kommunikation an der TU Ilmenau sowie die Themen Erfindungen, Entrepreneurship Education und Gründerunterstützung. Am zweiten Tag des Audits nahmen auch Akteure der Region, so der Oberbürgermeister von Ilmenau, der Wirtschaftsförderer des Ilm-Kreises, Wirtschaftsvertreter sowie Ausgründungen an den Gesprächsrunden teil, um ihre Sichtweisen zu vertreten und Handlungsbedarfe aufzuzeigen. Warum hat sich die TU Ilmenau für dieses Format entschieden? Ziel des Audits war es, den Erstentwurf der Transferstrategie der TU Ilmenau zu evaluieren, den Strategieprozess weiter voranzutreiben und „Transfer“ als Aufgabe der Universität in den Mit-telpunkt zu rücken und in die Struktur der Universität einzuordnen. Welches Ergebnis brachte der Auditorenbesuch? Wir haben festgestellt, dass der Trans-ferbegriff bei den Beteiligten an der TU Ilmenau durchaus unterschiedlich verstanden wird – sowohl in der Be-deutung als auch in den relevanten Handlungsfeldern. Transfer betrifft eben nicht nur Schutzrechte oder Auftrags-forschung – sondern auch Fragen wie (Forschungs-)Marketing oder Entrepre-neurship Education. So waren sowohl die Diskussionen mit den Auditoren als auch mit unseren Uni-Angehörigen und Vertretern aus unserem Umfeld sehr hilfreich. Wir haben gesehen, dass es in Ilmenau ein großes Engagement in diesem Bereich gibt, dass aber andere Universitäten das Thema teilweise pro-fessioneller angehen als wir bisher. Wie geht es jetzt weiter? Wir haben ein erstes Feedback des Au-ditorenteams erhalten. Auf dieser Basis und den noch zu erwartenden Hand-lungsempfehlungen werden wir nun die nächsten Schritte ableiten, um nicht nur ein Strategiepapier zu formulieren, sondern auch Maßnahmen zu identi-fizieren, zu priorisieren und schließlich auch umzusetzen. Wir wollen dies auch nutzen, um uns – hoffentlich erfolgreich – am EXIST V-Programm zu beteiligen.


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