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IN MEMORIAM UNIMENSCHEN UNI 2 I 2019 51 | Professor Karl-Heinz Hoppe Die Fakultät für Wirtschaftswis-senschaften TU Ilmenau trauert um Univ.- Prof. Dr. Karl-Heinz Hoppe. Er verstarb am 9. Januar 2019 nach kurzer, schwerer Krank-heit. Karl-Heinz Hoppe war von 1992 bis 2003 Hochschullehrer an der TU Ilmenau, als Inhaber der Professur für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und insbesondere Marketing. Er engagierte sich in vielfacher Weise für die Fakultät. Besonders lag ihm die internationale Sichtbarkeit und Vernetzung der Fa-kultät für Wirtschaftswissenschaften am Herzen. Es gelang ihm, gleichermaßen die studentische Mobilität zu fördern, internatio-nale Gastwissenschaftler nach Ilmenau zu holen und Programme für einen Austausch mit internationalen Hochschulpartnern zu initiieren, u. a. aus den USA, Russland und der Ukraine. Auf-enthalte von insgesamt 130 ausländischen Professoren, Nach-wuchswissenschaftlern und Studenten an der TU Ilmenau sowie zahlreiche Gastvorlesungen im Ausland sind weitere Kennzeichen des internationalen Engagements von Kollegen Hoppe. Seine Er-fahrungen und Kenntnisse der Bedingungen im Hochschulwesen Professor Manfred Kahle die irakische Hauptstadt Bagdad. Für die Studierenden der Elektro-technik und die Mitarbeiter der Sektion Elektrotechnik war Prof. Kahle nicht nur ein auf seinem Fachgebiet sehr aktiv Tätiger, sondern er wirkte auch leitend als Stellvertreter und von 1980 bis 1984 als Direktor der Sektion. 1998 erfolgte der Übergang in den Ruhestand. Professor Kahle war langjähriges aktives Mitglied des Forschungs-rates der DDR, des Rates der Hauptforschungsrichtung „Festkör-perphysik“ der Akademie der Wissenschaften sowie auch inter-national aktiv in der CIGRE und IEC. Auch als Rentner pflegte er den engen fachlichen Kontakt zur VDE-Hochschulgruppe und zur Forschergruppe „Hochspannungstechnologien“ der TU Ilmenau. Oft war er Gutachter studentischer Projekt- und Masterarbeiten. Wir werden sein Andenken in Ehren bewahren. und Medien der Die TU Ilmenau trauert um Professor Manfred Kahle, der am 3. November 2018 im Alter von 85 Jahren verstorben ist. Mit ihm verliert die Universität eine Wissenschaftlerpersönlichkeit, die die Ilmenauer Hochspannungstechnik maßgeblich mit geprägt hat. Unter anderem mit seinem 1988 im Verlag Technik und 1989 im Springer-Verlag erschienenen Lehr- und Weiterbildungsfachbuch „Hochspannungstechnik“ hat Professor Kahle der Fachwelt eine stabile und umfangreiche fachwissenschaftliche und ingenieur-mäßige Handlungsbasis hinterlassen. Ab 1954 Student der Elektrotechnik in Ilmenau, erwarb er 1958 am von Prof. Hans Stamm geleiteten Fachgebiet Hochspannungs-technik als erster Absolvent der Hochschule für Elektrotechnik das Diplom. Nach seiner Promotion 1963 war er zunächst wissenschaftlicher Mitarbeiter der technischen Direktion im VEB Keramische Werke Hermsdorf und später Stellvertreter sowie Direktor des Institutes für Technische Keramik. Mit dem Tod von Prof. Stamm wurde er zum Professor mit Lehrauftrag bestellt und 1969 zum ordentlichen Professor für elektrische Isolier- und Hochspannungstechnik an die TH Ilmenau berufen. Seine Vorlesungsaktivitäten führten ihn 1974/75 als Gastprofessor in anderer Länder brachte er mehrfach als Gutachter in EU-Projekte in den TEMPUS-Tacis-Büros in Brüssel und Turin ein. Als Wissenschaftler hinterlässt Karl-Heinz Hoppe unter anderem ein umfangreiches Schriftenwerk, das sein Verständnis der Aufga-be und des Erkenntnisziels der Marketingwissenschaft reflektiert: die Suche nach Erkenntnissen und Methoden, die in der realen Welt einsetzbar sind. In diesem Sinne betreute er mehr als 150 Diplomarbeiten und 16 Dissertationen. Zahlreiche Drittmittelpro-jekte, zum Beispiel zum Regionen-, Mittelstands- und High-Tech- Marketing zeugen zudem von der Ausstrahlung seiner Tätigkeit in die Praxis der Thüringer Wirtschaft. Dies unterstreichen auch verschiedene Formate für einen gelebten Wissenstransfer, die Prof. Hoppe und seine Mitarbeiter regelmäßig veranstalteten, wie beispielsweise das Ilmenauer Wirtschaftsforum, das wiederholt Schwerpunktthemen aufgriff und mit Vertretern aus Wissen-schaft und Praxis diskutierte. Karl-Heinz Hoppe hat es in seiner langen beruflichen Laufbahn verstanden, Wissen und dessen Anwendung produktiv zu ver-binden und aus dieser Erfahrung heraus zu lehren – lebendig, dialogorientiert, praxisbezogen. Mit ihm verlieren wir einen geschätzten Kollegen und Wissenschaftler. Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren. Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gilt den Hinterbliebenen.


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