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UNIMENSCHEN UNI 2 I 2019 47 | Who´s Who ? Neue Professoren an der TU Juniorprofessor MATTHIAS HIRTH Universitätsprofessor STEFFEN STREHLE Das Fachgebiet „Mikrosystemtechnik“ der Fakultät Maschinenbau wird seit Februar durch Professor Steffen Strehle geführt. Seine Forschungsinteressen umfassen unter anderem die Synthese und funk-tionelle Integration von Nanostrukturen, 3D-strukturierte Mikrosysteme und Mikro-systeme im Bereich der Energiegewinnung und Nachhaltigkeit. Nach seinem Ingenieurstudium in Zwickau und Dresden schloss er seine Promotion zum Thema „Leiterbahnwerkstoffe für höchstintegrierte Schaltkreise“ 2007 mit Auszeichnung an der TU Dresden ab. Da-nach forschte er am Institut für Halbleiter- und Mikrosystemtechnik der TU Dresden primär im Bereich Materialanalytik und Atomlagenabscheidung. 2010 wechselte Steffen Strehle an die Harvard University, USA, wo er sich mit der so genannten „bottom-up-Synthese“ von Nanodrähten sowie Silizium-Nanodraht- Biosensoren beschäftigte. Die „bottom-up Synthese“ ermöglichte hierbei die direkte Herstellung von halbleitenden Silizium- Nanostrukturen, welche als nanoskalige Sonden für Messungen an Zellkulturen eingesetzt wurden. Diesen Forschungs-schwerpunkt setzte er auch nach seinem Wechsel an die Universität Ulm Ende 2011 fort, wo er zuerst als Juniorprofessor und später als W3-Professor den Bereich „Halb-leitersysteme“ leitete. Steffen Strehle interessiert sich neben sei-ner Forschung für Musik und Kunst und entspannt auch gern in seinem Biogarten. Seit Mitte Januar ist Matthias Hirth Juni-orprofessor mit Tenure-Track-Option und Leiter des neuen Fachgebietes „Nutzer-zentrierte Analyse von Multimediadaten“ an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik. Matthias Hirth studierte Technische Infor-matik an der Universität Würzburg, wo er anschließend in Informatik promovierte und ab 2016 als Postdoc tätig war. Am Lehrstuhl für Kommunikationsnetze leitete er seit 2014 die Arbeitsgruppe „Future Internet Applications“ und beschäftigte sich mit nutzerzentrierten Aspekten neuer Internetanwendungen sowie der Mo-dellierung und Optimierung technischer Systeme aus Nutzersicht. Ein besonderer Schwerpunkt lag hierbei auf der Anwen-dung von Crowdsourcing, der Übertra-gung von Aufgaben an eine größere Gruppe von anonymen (Internet-)Nutzern, für die subjektive Evaluation von Applika-tionen und digitalen Medien. Insbesondere die Themen Crowdsour-cing und nutzerzentrierte Analysen von digitalen Medien sollen im Rahmen des Fachgebietes vorangetrieben werden. Dabei stehen die Entwicklung standar-disierter Methoden zur Anwendung von Crowdsourcing-Verfahren für subjektive Studien sowie die Identifikation und Mo-dellierung technischer Einflussfaktoren auf die Nutzerwahrnehmung von interaktiven Systemen im Zentrum. Matthias Hirth ist verheiratet und verbringt seine Freizeit gerne auf dem Mountainbike oder beim Trompete spielen.


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