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UNISTUDIUM Ingenieure ohne Grenzen Regionalgruppe Ilmenau sagt Danke INFORMATIONEN UND SPENDEN UNI 2 I 2019 29 | Im Juli 2013 hat sich an der TU Ilmenau eine Handvoll Studierende zusammen-getan und die Regionalgruppe Ilmenau des Vereins „Ingenieure ohne Grenzen“ gegründet. Der deutschlandweit agie-rende ehrenamtliche Verein leistet aktive technische Entwicklungszusammenarbeit und setzt in vielen Ländern Projekte um. Die Ilmenauer Gruppe hat es sich dabei zur Aufgabe gemacht, die Schulsituation in der Siedlung Nyamache in Kenia zu verbessern. Darüber hinaus setzt sich die Regionalgruppe mit Projekten wie dem „Reparierclub“, bei dem der alte Toaster, Plattenspieler oder Laptop wieder fit ge-macht werden, oder der Fahrradwerkstatt „Wunderrad“, in der das eigene Fahrrad unter Anleitung selbst repariert werden kann, auch vor Ort für Nachhaltigkeit ein. Projekt „Wasser für Nyamache“ Im Rahmen des Projekts „Wasser für Nyamache“ wollen die Ilmenauer Stu-dierenden für die 300 Haushalte der Siedlung einen einfachen Zugang zu sau-berem Trinkwasser und einen normalen Schulalltag für die Kinder schaffen. Den Wasserzugang im Dorf teilen sich derzeit Tier und Mensch, wodurch das Wasser stark verschmutzt und durch Viren und Bakterien verseucht ist. Trinkwasser muss von teilweise weit entfernten Wasserstel-len herangeschafft werden. Die Kinder der Siedlung versäumen häufig wertvolle Schulzeit, um das Trinkwasser zu holen. Das Projekt erstreckt sich über insgesamt drei Phasen und soll 2020/21 abgeschlos-sen werden. Nach der ersten Phase, der so genannten Erkundungsphase, befindet sich das Vorhaben aktuell in der zweiten Etappe, der Implementierungsphase. „In dieser Phase“, erläutert Projektleiterin Ma-rina Rullmann, „wollen wir vor Ort selbst wartbare und einfach nachbaubare Zister-nen errichten und die Siedlungsbewohner darin schulen, wie sie nachhaltiger mit Trinkwasser umgehen können.“ Finanzierung durch Spenden Um dieses ehrgeizige Projekt finanzieren zu können, sammelt die Regionalgruppe Spenden auf Veranstaltungen und bei Un-ternehmen. Auch Studierende, Mitarbei-terinnen und Mitarbeiter der Universität unterstützen das Engagement der Gruppe finanziell wie ideell und praktisch. „Ohne die kleinen und größeren Spenden und die vielfältige Hilfe wäre Vieles nicht möglich“, betont Marina Rullmann. „Dafür möchten wir auf diesem Wege Danke sagen.“ Ganz besonders gefreut hat sich die Gruppe in diesem Jahr über die Spende von Horst Kirchner, Absolvent der 2. Ma-trikel (1954) der damaligen Hochschule für Elektrotechnik. Er hatte im Alumni- Newsletter der Universität über das Kenia-Projekt gelesen und war davon so beeindruckt, dass er spontan eine Spende in Höhe von 100 Euro an Monika Schoß im AlumniCampusbüro sandte, die diese um-gehend an den Verein weiterleitete. „Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich für diese großzügige Spende bedanken“, so Alexander Pritzkau, der gemeinsam mit Florian Staudt stellvertretend für den Verein Spende entgegennahm. „Sie wird uns bei der Umsetzung unserer Pläne sehr helfen.“ Weitere Unterstützung notwendig Das Projekt „Wasser für Nyamache“ ist auf gutem Weg, doch noch längst sind die Ilmenauer „Ingenieure ohne Grenzen“ nicht am Ziel. Sie freuen sich daher auf weitere Unterstützung - egal ob in Form einer Spende oder der aktiven Mitarbeit. Webseite ingenieure-ohne-grenzen.org/de/ilmenau E-Mail ilmenau@ingenieure-ohne-grenzen.org. Spendenkonto Ingenieure ohne Grenzen e.V. Sparkasse Marburg Biedenkopf IBAN: DE89 5335 0000 1030 3333 37 BIC: HELADEF1MAR


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