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UNITITEL Modellfarbrik 3D-DRUCK Die Modellfabrik 3D-Druck in Jena hat ebenfalls mehrere Schwerpunkte. Sie bietet zahlreiche Demonstratoren zum Thema additive Fertigung und kann in verschiedenen Laboren an der EAH Jena ausführlich über die verschiedenen For-men, Vor- und Nachteile einzelner 3D-Druck- Verfahren informieren. Zusätzlich hilft die Modellfabrik in allen Fragen rund um digitale Arbeitswelten. Die Modellfabrik half in einem Projekt dem mit dem Thürin-ger Gründerpreis ausgezeichneten Unter-nehmen Heyfair bei der Entwicklung eines Behältnisses für ihr kurzzeitig sichtbares Desinfektionsmittel. Die Herausforde-rung bestand darin, dass für das Produkt zwei Flüssigkeiten in exaktem Verhältnis gemischt werden mussten, was jedoch erst bei der Benutzung geschehen darf. Durch die Unterstützung der Modellfabrik konnte schnell und kostengünstig ein 3D-gedruckter Prototyp entwickelt werden. | 20 UNI 2 I 2019 Modellfabrik MIGRATION Die Modellfabrik Migration am IMMS in Ilmenau begleitet kleine und mittlere Unternehmen in Fragen der schrittweisen Einführung von Digitalisierungslösungen in die Produktion. Mit Hilfe von Beispiellösun-gen zeigen die Experten der Modellfabrik, wie durch simples Einbinden von Sensoren, sensornaher Datenverarbeitung und Echt-zeitkommunikation bestehende Maschinen zukunftsfähig gemacht werden können (sogenanntes „Retro-Fit“). So auch zum Beispiel beim Umsetzungsprojekt mit der Ilmenauer Schwimmhalle. Durch den Ein-satz einer UV-Wasserdesinfektionsanlage konnte der Einsatz von Chlor erheblich reduziert werden. Sensoren erfassen wichtige Daten und ermöglichen Soll-Ist- Vergleiche auf mobilen Endgeräten. Modellfabrik PROZESSDATEN Die Modellfabrik Prozessdaten mit Sitz an der GFE Schmalkalden unterstützt Unternehmen bei der digitalen Daten-übertragung, der Signalverarbeitung und der Sensorintegration. Hier geht es nicht um einzelne Maschinen, sondern um ganze Fertigungslinien und den unter-nehmensinternen sowie -übergreifenden Datentransfer. Ein Beispiel hierfür ist das Projekt mit der Hörisch GmbH aus Apolda, bei dem ein Frühwarnsystem für kritische Maschinenzustände entwickelt wurde. Die Daten von Sensoren für Temperaturen, Schwingungen, Positionen und Gewichte an verschiedenen, sensiblen Bereichen von Maschinen in der Produktion werden drahtlos an ein zentrales Rechnersystem übertragen und verarbeitet. Sobald sich Veränderungen andeuten, erfolgt die Information an Maschinenbediener und Bereichsverantwortliche, die dann ent-sprechende Maßnahmen einleiten kön-nen. Systeme wie dieses sind wichtig für Predictive Maintenance (vorausschauende Wartung) – ein wichtiges Thema im Bereich „Industrie 4.0“. Schweißroboter ermöglichen additive Fertigung von Metallen


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