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UNI_02_2016

UNIPOLITIK Entwicklung bei Beschäftigungsverhältnissen der wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen Bundesweit2 / TU Ilmenau Beschäftigungsverhältnis 2000 2005 2010 2015 unbefristet Vollzeit 18 % 20 % 15 % 16 % 8 % 11 % 14 % befristet 79 % 75 % 80 % 76 % 90 % 81 % 80 % Teilzeit 38 % 13 % 42 % 21 % 45 % 20 % 30 % drittmittelfinanziert 36 % 24 % 35 % 37 % 43 % 44 % 43 % UNI I 02 I 2016 9 | bei Langzeiterkrankten oder bei Pflege von Kindern gelten aber auch zukünftig nicht für drittmittelfinanziertes Personal. Für Behinderte und chronisch Kranke bringt das Gesetz eine Verbesserung, indem sich der mögliche maximale Befristungszeitraum für sie auf Antrag um zwei Jahre verlängert. In einigen Punkten blieb das Gesetz jedoch auch hinter den Erwartungen von Bundesrat, Gewerkschaften und Personalvertretungen zurück. Nach wie vor ist die sogenannte „Tarifsperre“ im Gesetz verankert, so dass es den Tarifvertragsparteien nicht möglich ist, abweichende Befristungsregelungen zu vereinbaren. Zudem kam es nicht zu einer verbindlichen Ausgestaltung der familienpolitischen Komponente. Demnach verlängert sich zwar der maximale Befristungszeitraum um zwei Jahre je betreutem Kind aber eine entsprechende Verlängerung des Arbeitsverhältnisses ist lediglich möglich, jedoch nicht verbindlich. An der TU Ilmenau wird diese Möglichkeit in der Regel genutzt. Weitere Details bzw. Antworten auf häufig gestellte Fragen3 zum WissZeitVG finden Sie auch auf den Internetseiten des BMBF. Marko Hennhöfer VORSITZENDER DES PERSONALRATES 1Drucksache 16/6489, Gesetzesentwurf zur Änderung des WissZeitVG, 28.10.2015 2Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs  2013 (Zahlen für 2015 liegen noch nicht vor) 3 https://www.bmbf.de/files/WissZeitVG-FAQ(1).pdf Kanzlerwahl an der TU Ilmenau Der Hochschulrat der TU Ilmenau hat am 3. März auf Vorschlag des Rektors und im Benehmen mit dem Senat einstimmig einen neuen Kanzler gewählt. Der 46-jährige Jurist und Ministerialrat Dennys Klein, derzeit noch Leiter des Referates Forschungsförderung im Thüringer Wissenschaftsministerium, wird im Herbst dieses Jahres die Nachfolge von Universitätskanzlerin Dr. Margot Bock antreten, deren achtjährige Amtszeit im September endet. Er hatte sich nach öffentlicher Ausschreibung der Position unter insgesamt zehn Bewerbern durchgesetzt. Gebürtig im hessischen Dillenburg, arbeitete Dennys Klein nach Abschluss seines Jurastudiums zunächst als Rechtsanwalt in Kassel, bevor er 1998 in das Thüringer Wissenschaftsministerium nach Erfurt wechselte. Nach verschiedenen Funktionen für den seinerzeitigen Staatssekretär übernahm er 2004 die Leitung des Referates für länderübergreifende Koordinierung, Gremien und Bundesangelegenheiten sowie ab 2008 das Referat Grundsatzangelegenheiten der Forschung. Schon auf dieser Position war er für wesentliche Aufgabenbereiche der strategischen Hochschulentwicklung und Forschungsförderung verantwortlich. Unter anderem war er maßgeblich in die Entwicklung der Forschungs- und Innovationsstrategie des Freistaates Thüringen eingebunden. Mit dieser Entwicklungsplanung will das Land strategische Schwerpunktsetzungen der Hochschulen fördern, vorhandene Kompetenzen in Forschung und Lehre weiter stärken und die Kooperation zwischen den einzelnen Forschungseinrichtungen ausbauen. Diesem Credo folgt auch das Engagement von Dennys Klein als Mitglied in Bewilligungsausschüssen der Deutschen Forschungsgemeinschaft, als Mitglied der Geschäftsführung der Stiftungsverwaltung der Carl Zeiss Stiftung und in Beiräten sowie Kuratorien von Stiftungen und Zentren. Seine Erfahrungen und Kompetenzen will er nun in sein künftiges Amt in Ilmenau einbringen und die Universität bei der Umsetzung ihres Zukunftskonzeptes bestmöglich unterstützen. „Ich freue mich auf die reizvolle Aufgabe, den Betrieb einer Hochschule an verantwortlicher Stelle mitgestalten zu können“, sagte er nach seiner Wahl. Dennys Klein ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt mit seiner Familie in Erfurt.


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