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UNI_02_2016

Foto: ari UNIPOLITIK UNI I 02 I 2016 7 | Auch er dankte allen, die dazu beigetragen hatten, das Projekt auf den Weg zu bringen. Darunter Partnern der Industrie, deren Erfahrungen in die Gestaltung der Räume eingeflossen waren, und dem Fachgebiet Leistungselektronik und Steuerungen in der Elektroenergietechnik, das die Labore nicht nur für gemeinsame Forschungsarbeiten mit nutzen wird, sondern auch ihre Entstehung aktiv forciert hatte. „Wir waren gewissermaßen der Motor im Hintergrund“, blieb der Fachgebietsleiter und Prorektor Professor Jürgen Petzoldt im Bild der Maschinenhalle. Die Labore seien notwendig gewesen, um die fachliche Breite der Energietechnik an der TU Ilmenau zu erhalten und weiter auszubauen. Um die Zukunftsforschung auf diesem Gebiet zu verstärken, hatte die TU Ilmenau zwei Stiftungsprofessuren und die Forschergruppe Hochspannungstechnologien eingerichtet und eine leistungsfähige technologische Basis aufgebaut. Im Vorfeld der Einweihung der nunmehr neuesten Einrichtungen konnten sich zahlreiche Kooperationspartner aus Wissenschaft und Wirtschaft in Vorträgen über die Ausstattung und Nutzungsmöglichkeiten der neu geschaffenen Labore und die dazugehörigen aktuellen Forschungsarbeiten informieren. Neuer Masterstudiengang Biotechnische Chemie Ab dem Wintersemester 2016/17 bietet die TU Ilmenau den konsekutiven Masterstudiengang Biotechnische Chemie an. Nach dem 2013 eingerichteten gleichnamigen Bachelorstudiengang komplettiert die Universität damit dieses bundesweit einzigartige Studienprogramm. Mit der Einrichtung des neuartigen Masterstudienganges steht bundesweit erstmals ein durchgängiges universitäres Studienprogramm auf dem Gebiet der biotechnischen Chemie zur Verfügung. Damit will die Universität dem rasanten Wissenszuwachs in der chemischen und biotechnologischen Forschung und Industrie und dem damit einhergehenden enorm wachsenden Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften auf dem gesamten Zukunftsfeld der Lebenswissenschaften Rechnung tragen. Der Masterstudiengang steht den Absolventen des Bachelorstudiums Biotechnische Chemie, aber auch Absolventen anderer chemisch-naturwissenschaftlicher oder biotechnologischer Studiengänge offen. Die biotechnische Chemie befasst sich mit der Chemie der lebenden Natur und der Anwendung in der Biotechnik. Dabei stehen die Entdeckung, Identifizierung, Synthese, Metabolisierung und der Wirkungsmechanismus biologisch aktiver Verbindungen im Mittelpunkt. Der forschungsgetriebene und gleichzeitig anwendungsnahe viersemestrige Masterstudiengang Biotechnische Chemie verzahnt die universitäre Lehre und Forschung auf modernen Gebieten der bioanorganischen und bioorganischen Chemie, der Mikroreaktionstechnik, der Nanotechnologie und Quantenchemie. Das Studium gliedert sich in eine einjährige fachliche Vertiefungsphase und eine einjährige Forschungsphase, in deren Rahmen auch die Masterarbeit angefertigt wird. Die Lehrinhalte umfassen Vertiefungskurse zur angewandten und biologischen Chemie sowie Grundlagen der Mikrosystemtechnik und weitere Ergänzungs- und wahlobligatorische Fächer. Die Ausbildung wird durch Praktika und die Vermittlung einer ausgeprägten Methoden- und Strategiekompetenz ergänzt, die es den Studierenden ermöglicht, frühzeitig in Forschungs- und Entwicklungsprojekten mitzuwirken und eigenständig wissenschaftlich und praktisch zu arbeiten. Mit dem fakultätsübergreifenden Institut für Mikro und Nanotechnologien IMN Macro Nano® und den An-Instituten der TU Ilmenau in Rudolstadt und Heiligenstadt steht für die Ausbildung eine exzellente Infrastruktur für eine praxisnahe Lehre und zukunftsorientierte Forschung auf dem Gebiet der biotechnischen Chemie zur Verfügung. Mit ihrer Ausbildung sind die Absolventen des Masterstudienganges Biotechnische Chemie optimal für eine Promotion oder Tätigkeit in Forschung, Entwicklung und Produktion auf dem Zukunftsgebiet der biotechnischen Chemie vorbereitet. Die Einsatzfelder reichen von der chemisch-pharmazeutischen und Life-Science-Industrie über Universitäten und Forschungsinstitute bis zu Kliniken, Laboren und Ämtern. Fotos: Sebastian Trepesch (2), TU Ilmenau


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