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UNI_02_2016

UNIREPORTAGE Die Schüler- und Studierendenwerkstatt Reparieren, werkeln oder basteln: bei UNIKAT können Studierende und Schüler ihrer Kreativität und ihrem handwerklichen Geschick freien Lauf lassen. UNIKAT ist eine studentische Initiative, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, eine offene Werkstatt für Studierende der TU Ilmenau und Schüler im Ilmenauer Umkreis anzubieten. Ein elektrisches Skateboard oder ein interaktiver, beleuchteter Bierpong-Tisch für Geschicklichkeitsspiele, der auf jeder Party ein Highlight sein dürfte – das sind nur zwei Beispiele für Projekte, die in der UNIKAT-Werkstatt umgesetzt wurden. 2013 öffnete die Schüler- und Studierendenwerkstatt im Haus M auf dem Campus ihre Pforten. Von der Universität als Projekt des Zentralinstituts für Bildung (ZIB) unterstützt, ist sie seither Anziehungspunkt für kreative Köpfe. Im so genannten OPEN Lab, einer offenen, für jedermann zugänglichen Werkstatt, finden sie alles, um die eigene Idee umzusetzen oder an Gruppenprojekten mitzuarbeiten: Werkzeug und Maschinen, Betreuung und Know-how. „Ähnlich wie bei der Basic Engineering School wollen wir mit dem UNIKAT-Projekt allen Studierenden die Möglichkeit eröffnen, ihr erlerntes Wissen praktisch anzuwenden“, | 40 UNI I 02 I 2016 so die Geschäftsführerin des ZIB, Silke Augustin. „Wir freuen uns, dass wir mit den engagierten Studenten des UNIKATTeams ein solches Programm umsetzen können.“ Derzeit arbeiten acht Studierende aus verschiedenen Studienrichtungen im Projekt mit. Sie kümmern sich um die OPEN Labs, organisieren Projekte und betreuen die Nutzer als Werkstatt-Tutoren. Auch eine große Auswahl an Workshops gehört zum UNIKAT-Angebot. Wie lötet man eine Platine, baut man ein Getriebe oder Radio, wie werden Bauteile gefräst oder Kunststoffe laminiert? Die Themen sind breit gefächert und reichen von der Elektronik bis zur Fertigungstechnik. „Mit den Workshops wollen wir die Grundlagen zum Umgang mit den verschiedenen Techniken vermitteln und unsere Teilnehmer auf die praktische Umsetzung ihrer Ideen vorbereiten“, erläutert UNIKAT-Projektleiter Hendrik Thiedke. Der Student der Elektro- und Informationstechnik gehört zu den Initiatoren von UNIKAT und ist bereits seit der Gründung im Projekt engagiert. Seither wurde auch die Ausstattung in der Werkstatt stetig erweitert. Heute stehen neben Werkzeug, Lötstationen, Schlagbohrmaschinen, LED-Cubes und diversen Blinkerschaltungen auch eine CNC-Fräse, ein Digitaloszilloskop und sogar ein 3D-Drucker zur Verfügung. „Wir wollen immer am Puls der Zeit sein und unseren Nutzern eine attraktive Ausrüstung auf dem Stand der Technik anbieten“, so der Projektleiter. Und Mitstreiterin und Mechatronik-Studentin Franziska Graf ergänzt: „Neben dem ZIB werden wir auch von mehreren Fachgebieten und der Lehrwerkstatt der Universität und von Firmen wie Thales und FESTO unterstützt. Durch diese Kooperationen ist es mitt- REPARIEREN, PROGRAMMIEREN, BASTELN ...


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