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UNI_02_2016

UNIFORSCHUNG TU Ilmenau erzielt neuen Allzeitrekord Mit 48,13 Millionen Euro ist es der TU Ilmenau 2015 gelungen, einen neuen Allzeitrekord bei den Drittmitteln für die Forschung zu erzielen. Die Einnahmen liegen noch fast anderthalb Millionen Euro über dem Rekordergebnis von 2014. Besonders erfreulich ist die deutliche Steigerung bei den EU- und DFG-Mitteln. | 30 UNI I 02 I 2016 Der Prorektor für Wissenschaft der TU Ilmenau, Prof. Klaus Augsburg. Drittmittelbilanz 2015 Foto: Ingo Herzog Der Prorektor für Wissenschaft, Professor Klaus Augsburg, ist mit der Drittmittelbilanz 2015 überaus zufrieden. „Trotzdem die Rahmenbedingungen schwieriger geworden sind, konnten wir den 2014 aufgestellten Allzeitrekord bei den Drittmitteleinnahmen nicht nur halten, sondern sogar nochmals übertreffen“, betont er. „Das ist Ausdruck für das enorme Engagement in unseren Fachgebieten, fakultätsübergreifenden Instituten sowie technologischen und Innovationszentren. Dafür gilt allen beteiligten Wissenschaftlern und den forschungsunterstützenden Bereichen große Anerkennung und Dank.“ Besonders erfreulich ist für den Prorektor die deutliche Steigerung bei den EU- und DFG-Mitteln. „Das zeigt, dass es insbesondere gelungen ist, uns in der Förderlandschaft breit aufzustellen. Insgesamt konnten wir 2015 gut 48 Millionen Euro Drittmittel einwerben – das sind über 45 Prozent des Gesamthaushaltes der TU Ilmenau – und 420 wissenschaftliche Mitarbeiter in Projekten beschäftigten.“ Mit 94 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekten verzeichnete die TU Ilmenau im vergangenen Jahr so viele DFG-Projekte wie noch nie. „Diese hohe Anzahl an DFG-Projekten setzt entsprechend viele erfolgreiche Anträge voraus und das wiederum eine große Zahl an Antragstellern“, so Prof. Augsburg. „Das heißt, die Universität verfügt über ein großes Potenzial an leistungsfähigen Forschungsbereichen. Wir arbeiten derzeit intensiv daran, dieses Potenzial noch mehr zu bündeln und mit weiteren Universitäten zu vernetzen, um neben Einzelprojekten auch stärker an DFG-Großformaten wie Sonderforschungsbereiche, Graduiertenkollegs und Gerätezentren zu partizipieren. In Vorbereitung sind bereits mehrere Anträge auf Graduiertenkollegs und für Sonderforschungsbereiche, darunter auf Gebieten der 3D-Nanotechnologie, Mobilitätsforschung, Informationstechnik, Mikro-Nano-Integration und Präzisionstechnik.“ Im Bereich der EU-Mittel konzentrieren sich die Fördermittel zwar auf weniger, dafür aber zum Teil umso gewichtigere Projekte. Der Prorektor: „Es ist im Programm HORIZON 2020 gegenüber dem Forschungsrahmenprogramm 7 deutlich schwieriger geworden, Anträge durchzubringen. Die Bewilligungsquote für EU-Projekte ist sehr niedrig, das bedeutet, dass die Projekte, die gefördert werden, herausragend sind.“ Besonders erfreulich sei es, wenn es gelingt, Koordinator eines EU-Projektes zu werden, so wie im Projekt „Single Nanometer Manufacturing“ unter Leitung von Professor Ivo W. Rangelow und der 2015 bewilligten HORIZON- 2020-Graduiertenschule „ITEAM“ zur digitalen Vernetzung von Fahrzeugen unter Leitung von Professor Augsburg. „Derartige Projekte sind zum einem mit einen sehr großem finanziellen Umfang verbunden“, so der Prorektor. Fast noch wichtiger sei es aber, dass man als Koordinator mit allen Partnern ständig im Dialog steht und so enge Kontakte in der internationalen Community knüpfen kann. „Das ist wiederum die Voraussetzung für weitere erfolgreiche Anträge“, betont Professor Augsburg. „Denn nicht nur eine gute Idee, sondern auch sehr gute internationale Netzwerke, sind ausschlaggebend für erfolgreiche Projektanträge.“ Den Rückgang bei den Bundes- und Landesmitteln führt der Prorektor auf schwierige Rahmenbedingungen zurück. So hatte es bis Mitte 2015 noch keine neue Technologierichtlinie des Landes gegeben, wodurch eine Lücke bei Neubeantragungen und Fortsetzungsprojekten entstand. Durch die Förderung des VISTA4F-Projekts im Rahmen des ProExzellenz-Programmes des Landes, des Thüringer Innovationszentrums Mobilität (ThIMo) und des Thüringer Zentrums für Maschinenbau konnte dies aber weitgehend kompensiert werden. „Hier wurde im letzten Jahr stark in investiert, Prüfstände und neue Laborgebäude wurden fertiggestellt“, so Professor Augsburg. „Diese Förderung wird aber mit Auslaufen beispielsweise der Anschubfinanzierung des ThIMo ab diesem Jahr geringer ausfallen“, macht er deutlich. Das ThIMo war von 2011 an mit insgesamt 22 Millionen Euro gefördert worden mit dem Ziel, dass es sich nach fünf Jahren selbst durch Projekte trägt. „Das haben wir geschafft“, ist der Prorektor stolz. „Heute stehen der Förderung bereits 26 Millionen Euro Drittmittel gegenüber, das heißt, das ThIMo hat sich so wie gewünscht entwickelt.“ Auch das zweite, seit 2013 vom Land geförderte und von der TU Ilmenau koordinierte Innovationszentrum, das Thüringer Zentrum für Maschinenbau, entwickelt sich sehr erfolgreich und konnte sich, maßgeblich aufgrund der Initiative von Professor Jean Pierre Bergmann, im bundesweiten Wettbewerb „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“


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