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UNI_02_2016

UNITITEL Kompetenztraining und -messung Neben dem fachlichen Erkenntnisgewinn im Projekt entwickeln und trainieren die Studierenden dezidiert Kompetenzen, die für eine spätere Berufsfähigkeit im Ingenieurberuf erwartet werden. Diese Erwartungen wurden über eine entsprechende Diagnostik im ingenieurtechnischen Umfeld erhoben und in den drei Orientierungslandschaften ingenieurspezifisches Problemlösungsvermögen, Methodenkompetenz bezüglich des Ingenieurlernens und Selbstorganisation abgebildet. Orientierungslandschaften BASIC Die Ausprägung der jeweiligen Kompetenzen wird über ein speziell an die Gegebenheiten der TU Ilmenau angepasstes Kompetenzmessverfahren für die Studierenden individuell zu verschiedenen Zeiten des Studiums erhoben und in persönlichen Feedback-Gesprächen interpretiert. Die von entsprechend geschultem Personal durchgeführten Feedbackgespräche unterstützen eine frühzeitige Orientierung bzw. Laufbahnberatung, auch für Studierende, die sich ihrer Entscheidung für das gewählte Studium nicht mehr so sicher sind oder das Gefühl haben, die Anforderungen eines Universitätsstudiums nicht bewältigen zu können. Fächerevaluation zur Qualitätssicherung Um eine umfassende Selbsteinschätzung der Wirkung all dieser Maßnahmen zu erhalten, wurde eigens für das BASICProjekt | 20 UNI I 02 I 2016 eine kompetenzbezogene Fächerevaluation entwickelt und durchgeführt. Diese soll Aufschluss darüber geben, ob und in welcher Ausprägung die Kompetenzen zur Berufsfähigkeit in den Lehrveranstaltungen der ersten beiden Semester entwickelt und trainiert werden. Sie zählt neben der Dozentenbefragung, dem Monitoring der Prüfungsergebnisse und der Kompetenzmessung zu den wichtigsten Qualitätsinstrumenten des Projektes. Die bei der Evaluation erhobenen Daten werden gemeinsam mit den Leistungs- und Kompetenzdaten ausgewertet, diskutiert und zur Weiterentwicklung der Maßnahmen und Angebote genutzt. Ergebnisse der ersten Förderperiode Welche Ergebnisse zeigen sich nach dieser ersten Förderphase? Zum einen kann im bundesweiten Vergleich eingeschätzt werden, dass BASIC viel breiter aufgestellt ist als die anderen QPL-Projekte. Während sich diese oft auf Einzelmaßnahmen wie Vorkurse, Mentoring, Entwicklung von Tutorien und Hochschuldidaktik konzentrieren, steht in der Basic Engineering School ein ganzheitlicher Ansatz im Vordergrund. Durch die direkte Anbindung an die Universitätsleitung und die begleitend in der Hochschulöffentlichkeit geführten Diskussionen (Zukunftswerkstatt, Studienausschuss, Studiengangkommission GIG, Werkstatttagungen) wurde von Anfang an konsequent die Zielstellung verfolgt, geeignete Projektergebnisse nachhaltig an der Universität zu verankern.


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