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UNI_02_2016

Studierende und Betreuer tauschen sich über die im AMTProjekt erzielten Ergebnisse aus. UNI I 02 I 2016 19 | Fotos: ari Fotos: ari der Sensor- und Antriebstechnik erst im 2. Semester vermittelt. Daraus resultierte ein hoher Betreuungsaufwand für die Lehrenden, die die Projektarbeit begleiteten. Daher wurde innerhalb der Gruppe der BASIC-Lehrenden begonnen, das Curriculum der ersten beiden Semester so zu überarbeiten, dass sowohl die Wahl der Theorieinputs als auch ihre zeitliche Reihenfolge stärker auf die Vermittlung der benötigten Grundlagen zur selbstständigen Bearbeitung des Praxisprojektes ausgerichtet sind. Das erfordert eine sehr enge Abstimmung und Verzahnung der einzelnen Lehrinhalte und einen höheren Praxisbezug in allen beteiligten Fächern. Der intensive Dialog zwischen den Lehrenden, der auf gegenseitigem Vertrauen und Wertschätzung beruht, wird von allen Beteiligten als gewinnbringend für die Entwicklung der Lehre an der TU Ilmenau hervorgehoben. Der umgestellte Studienplan wurde gemeinsam erarbeitet und wird seit dem Wintersemester 2014/15 erprobt. Die Präsentationen der Projektarbeiten im Oktober 2015 zeigten, dass die Ergebnisse gegenüber den Vorjahren verbessert werden konnten – alle Projektgruppen haben funktionstüchtige AMT präsentieren können. Neue Lehr- und Lernmethoden Die im Projekt beteiligten Lehrenden erproben in ihren Veranstaltungen auch neue Lehr- und Lernformen. So wurde die Mathematikausbildung in den Modellgruppen auf die Methode „Just-in- Time-Teaching“ (JiTT) umgestellt. Bei dieser Lehrmethode wird die Lehrveranstaltungszeit nicht vorrangig für die Vermittlung des Lehrstoffes genutzt, sondern, um auf die Schwierigkeiten der Studierenden mit diesem Stoff einzugehen. Der Lehrstoff wird online zur Verfügung gestellt. Die Studierenden bearbeiten vor der nächsten Lehrveranstaltung die Unterlagen und lösen dazu formulierte Aufgaben und Fragen. Der Lehrende verschafft sich dann kurz vor der Vorlesung – just in time – einen Überblick über die Ergebnisse und passt die Lehrveranstaltung den Bedürfnissen der Studierenden an.2 Außerdem werden aktivierende Methoden wie Clicker-Systeme, die im ZIB ausgeliehen werden können, eingesetzt. Ein Clicker-System ist ein Abstimmsystem wie das bekannte TED. Mit dem Voting zu geeigneten Fragen erhalten die Lehrenden ein direktes Feedback, ob die vermittelten Inhalte verstanden worden sind. UNITITEL Begleitet wird die neu gestaltete Lehre durch aufbereitete Angebote im Moodle- Raum der TU Ilmenau. Diese ermöglichen eine bessere Veranschaulichung von Lerninhalten, zum Beispiel durch Simulationen und Online Labs, sowie die Unterstützung der Lernfortschrittskontrolle und Bewertung. Kollegialer Austausch und kontinuierlicher koordinierter Support fördern den Einsatz digitaler Technologien für die Lehre. Kursübergreifende Moodle-Räume für die BASIC-Modellgruppen unterstützen die Organisation und bieten den Studierenden konzentrierten Zugang zu Lernmaterialien.


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