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Modernste Ausstattung Allein an der TU Ilmenau wurden vom Land Thüringen bislang 1,4 Millionen Euro im Rahmen der ThZM-Grundausstattung investiert. Damit stehen modernste technologische Ausrüstungen zur Verfügung, die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten weit über den Stand der Technik hinaus und die Herausausbildung von Alleinstellungsmerkmalen ermöglichen. Jüngste Investition an der TU Ilmenau ist ein technologisches Versuchsfeld für die Fertigungstechnik, das im Beisein des Abteilungsleiters Forschung und wissenschaftliche Infrastruktur im Thüringer Wissenschaftsministerium, Dr. Bernd Ebersold, eingeweiht wurde. Zum einen wurde eine 3D-Laserstrahlquelle von Dr. Bernd Ebersold weiht als Vertreter des Thüringer Wirtschafts- und Wissenschaftsministeriums den DRührreibschweiß Roboter ein. Der Prorektor Wissenschaft, Prof. Klaus Augsburg, erläutert vor den Partnern aus Forschung und Industrie den Tätigkeitsbericht des ThZM. Der Leiter des Fachgebietes Fertigungstechnik, Prof. Jean-Pierre Bergmann, stellt die neuen Prüfstandsgeräte für die Rührreibschweiß-Technologie vor. höchster Brillanz und Leistung in Betrieb genommen. Besonderheit der Anlage ist ein Scannersystem, das mit dem Industrieroboter des Fachgebietes Fertigungstechnik der TU Ilmenau verknüpft ist. Den Forschern um Fachgebietsleiter Professor Jean-Pierre Bergmann ist es mit dieser Ausrüstung möglich, innovative Konzepte für die Strahlformung beim industriellen Laserstrahlschweißen zu entwickeln. Zum zweiten erfolgten Investitionen in eine Anlage zum 3D-Rührreibschweißen mit Robotern. Das System mit seiner hohen Spindeldrehzahl von bis zu 14.000 Umdrehungen pro Minute erlaubt in einzigartiger Weise Untersuchungen zur Optimierung des Schweißprozesses. Im Vorfeld der Einweihung der neuen Versuchsanlagen hatten die Gremien des ThZM über die künftige Ausrichtung des Maschinenbauzentrums zu beraten. Gesprächsgrundlage bildete der vom Prorektor Wissenschaft der TU Ilmenau, Professor Klaus Augsburg, vorgestellte Tätigkeitsbericht des Maschinenbauzentrums (siehe www.maschinenbauthueringen. de). Es wurden Strategien und Arbeitsschwerpunkte diskutiert, mit denen die fünf Zentrumspartner wichtige Beiträge zur Umsetzung der Regionalen Strategie für Intelligente Spezialisierung Thüringens RIS 3 leisten wollen. Fotos: ThZM Auch im „… eröšneten Thüringer Zentrum für Maschinenbau (ThZM) steht mittlerweile eine herausragende wissenschaftliche Ausstattung für kollaborative FuE-Projekte im Maschinenbau zur Verfügung. Turbolader besser nutzen zu können, stehen Prüfstände zur Verfügung, die Abgastemperaturen von bis zu 1100 Grad Celsius erreichen können. Neben den Baukosten im Umfang von drei Millionen Euro sind weitere fünf Millionen Euro Landesmittel in die Ausstattung des Gebäudes geflossen. Genutzt werden die Anlagen von den Forschern um Prof. Werner Eißler, den Inhaber der von der IHI Charging Systems International gestifteten Forschungsprofessur Energieeffiziente Fahrzeugantriebe. Ziel der Wissenschaftler ist es, den Energieverbrauch und den Schadstoffausstoß von Motoren zu verringern sowie die Zuverlässigkeit und die Lebensdauer moderner Turbolader zu steigern. Professor Eißler ist zuversichtlich, dass die Automobilindustrie auch dank der Thüringer Forschungsaktivitäten in zehn Jahren hocheffiziente Fahrzeugantriebe im Angebot haben wird, die mit nachhaltig erzeugten Kraftstoffen betrieben werden: „Das Thüringer Innovationszentrum Mobilität wird einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten.“ ThIMo-Sprecher Professor Matthias Hein ergänzt: „Energieeffiziente Antriebe sind ein Schlüsselelement für die Mobilität der Zukunft. Die neue Forschungsinfrastruktur verleiht dem ThIMo noch mehr Innovationsstärke und Alleinstellung in Thüringen und weit darüber hinaus.“ Das ThIMo war 2011 an der TU Ilmenau angesiedelt worden, um die Forschung und Entwicklung im Bereich nachhaltiger Mobilität voran zutreiben. Die Forschungsschwerpunkte und Kernkompetenzen reichen von Elektromobilität, energieeffizienten Antrieben und Powertrain über Funk- und Informationstechnik bis hin zu Kunststofftechnik und Leichtbau. Mit einem Gesamtvolumen von 29 Millionen Euro ist das ThIMo das größte Einzelvorhaben an der TU Ilmenau. Das Thüringer Wirtschafts- und Wissenschaftsministerium fördert das Zentrum mit 22 Millionen Euro zur Finanzierung von Forschergruppen, Geräten und Ausstattungen. UNIPOLITIK UNI I 01 I 2016 9 |


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