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UNIPORTRÄT Jobbende Studierende: | 52 UNI I 01 I 2016 Studium und Arbeit verbinden Seinen Mitmenschen helfen zu können, ist für Simon Merz besonders wichtig. Dem Studenten der Technischen Kybernetik und Systemtheorie bereitet seine Arbeit als Erste-Hilfe-Ausbilder für Fahranfänger viel Freude. Die überwiegend jungen Teilnehmer versucht der 21-jährige aus dem hessischen Nidderau-Eichen, mit zahlreichen Spielen und Alltags-Szenarien für seine Erste-Hilfe- Kurse zu begeistern, so dass lebensrettende Maßnahmen wie die stabile Seitenlage möglichst lange im Gedächtnis bleiben. Gleichzeitig will er den Teilnehmern den Ernst von Situationen verdeutlichen, in denen ihr Tun über Leben und Tod entscheiden kann. Seiner Tätigkeit geht Simon in der Regel am Wochenende nach, weshalb sie sich gut mit seinem Studium vereinbaren lässt. Doch das frühe Aufstehen und die zeitintensive Nachbereitung der Kurse lassen ihm oft wenig Zeit, um sich mit Freunden zu treffen oder auch mal die Studentenclubs zu besuchen. Daher freut er sich über ein freies Wochenende, obwohl er die Arbeit und die Kollegen längst ins Herz geschlossen hat. Auch dass er sein Studium nun etwa zur Hälfte selber finanzieren kann, motiviert ihn, seiner Tätigkeit weiter nachzugehen. Simon hat sich schon vor dem Studium für das Retten von Menschenleben begeistert. Als ausgebildeter Rettungssanitäter wollte er auch in Ilmenau etwas bewirken. Nach einiger Zeit ist er dann auf eine Anzeige seines heutigen Arbeitgebers gestoßen. Schon bald durfte er sein Wissen an die Teilnehmer seiner Kurse weitergeben. Der Umgang mit den unterschiedlichsten Menschen ist für ihn eine große Bereicherung. „Ich habe dadurch an Selbstvertrauen gewonnen und gelernt, vor Publikum zu sprechen und wie man Inhalte möglichst gut vermittelt. Da ich später gern Dozent an der Universität werden möchte, kann ich von diesen Erfahrungen sehr profitieren.“ Cathleen Weber Leidenschaftlich sportlich. Der Klassiker, um Praxiserfahrungen zu sammeln und zugleich die Haushaltskasse etwas aufzubessern, sind Tätigkeiten als HiWi oder auf Vertragsbasis an der Universität selbst. Auch Cathleen Weber, Studentin der Angewandten Medien- und Kommunikationswissenschaft, unterstützt die TU Ilmenau mit ihrem Talent und Können. Die 24-jährige ist eine der sechs studentischen Übungsleiter des „Pausenexpress“ für die Unibeschäftigten. Der Pausenexpress erweitert seit letztem Jahr die Angebote der Campus-Familie zur Gesundheitsförderung. In kurzen 15-minütigen Einheiten führt die Studentin Übungen zur Kreislaufmobilisation und zum Muskelaufbau mit den Mitarbeitern durch. Auch Dehnung und Entspannungsübungen sind Bestandteil ihres Konzepts. Cathleen verbringt pro Woche etwa zwei Stunden mit verschiedenen Mitarbeitern der Universität. Da die Treffen nicht so viel Zeit beanspruchen, lässt sich die Tätigkeit gut mit ihrem Studium vereinbaren. Um ihr Studium zu finanzieren, engagiert sich die Suhlerin jedoch nicht nur beim Pausenexpress. Als Mitglied des studentischen Akrobatik- und Cheerleading-Vereins Ilm-Angels tritt sie auch zu Hochzeiten, Jubiläen und öffentlichen Veranstaltungen wie den Brasilianischen Nächten, Feuer- und Akrobatikshows auf. Insgesamt etwa zehn Stunden pro Woche widmet sie ihrem anspruchsvollem Sport. Dass sie ihre Leidenschaft auch den Mitarbeitern der Universität vermitteln kann, bereitet ihr viel Freude. „Auch wenn wir in 15 Minuten nur kleine Übungen durchführen können, hoffe ich, dass sie langfristig helfen, Haltung und Flexibilität von Muskeln und Wirbelsäule zu verbessern und einen Ausgleich zur Bildschirmarbeit zu schaffen. Ich freue mich deshalb sehr, dass der Pausenexpress so gut angenommen wird. Außerdem konnte ich viel neue Kontakte knüpfen und einen kleinen Einblick in verschiedene Arbeitsbereiche bekommen. Das sind Erfahrungen, von denen ich auch in anderen Bereichen profitieren kann.“ Simon Merz Leben retten.


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