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UNIFOURNSIFCOHRUSNCGHUNG Foto: Bettina Wegner Hochkarätiger Beitrag Publikationspreis 2015 Die Preisträger Prof. Erich Runge (. v. l.) und Dr. David Leipold mit den Prorektoren Prof. Klaus Augsburg (rechts) und Prof. Jürgen Petzoldt. UNI I 01 I 2016 39 | Open-Acces-Publizieren Höhere Förderung Der 2015 eingerichtete und durch die Universitätsbibliothek betreute Open-Access-Publikationsfonds wird 2016 mit erhöhter finanzieller Ausstattung fortgeführt. Zur Verfügung stehen in diesem Jahr insgesamt 18.750 Euro, um die Publikationsgebühren für Veröffentlichungen in qualitätsgesicherten Open- Access-Zeitschriften zu übernehmen. Mit 80 Prozent trägt einen Großteil des Fonds die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die den Folgeantrag zur weiteren Förderung uneingeschränkt positiv beschieden hat. Anerkannt hat die DFG dabei vor allem die klare Perspektive für eine nachhaltige finanzielle Absicherung des Publikationswegs Open Access an der TU Ilmenau. Dass Wissenschaftler der TU Ilmenau ihre Forschungsergebnisse zunehmend in Fachzeitschriften veröffentlichen, die sämtliche Beiträge gleich mit dem Erscheinen weltweit frei und kostenlos zugänglich machen, zeigt die gute Nutzung des Fonds gleich im ersten Jahr: Mit zwölf 2015 geförderten Artikeln überstieg die Nachfrage die Erwartungen. Weitere Informationen: www. tu-ilmenau.de/open-access Neu von Ilmenauer Wissenschaftlern Crowfunding in Europe Medienwissenschaftler der TU Ilmenau haben gemeinsam mit dem europäischen Branchennetzwerk für Crowdfunding und weiteren deutschsprachigen Forschern das Buch Crowdfunding in Europe - State of the Art in Theory and Practice“ herausgegeben. Der Leiter des Ilmenauer Fachgebietes Medien- und Kommunikationsmanagement, Professor Andreas Will, war Mitglied des Redaktionsbeirates. Dennis Brüntje, Wissenschaftler am Fachgebiet und Leiter der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe zu Crowdfunding im European Crowdfunding Network, ist Mit- Herausgeber des Bandes. Obwohl sich Crowdfunding in den letzten Jahren als alternative Form zur Finanzierung von Projekten und Unternehmen etablieren konnte, gab es bislang noch keine umfassende Übersicht über den aktuellen Stand von Crowdfunding. Der Sammelband ist der erste in einer Buchreihe des Springer-Verlags zu Themen aus der Gründungs- und Mittelstandsforschung. Er präsentiert nicht nur die Entwicklung von Crowdfunding, sondern auch dessen Perspektiven in der Zukunft. Neben Forschern kommen in dem Sammelband auch Praktiker Wort. Ihre Beiträge ergänzen die wissenschaftliche Perspektive und tragen zu einem besseren Verständnis von Crowdfunding bei. Prof. Erich Runge und Dr. David Leipold sind mit dem mit 1.000 Euro dotierten Publikationspreis der TU Ilmenau geehrt worden. Der Leiter und der wissenschaftliche Mitarbeiter des Fachgebietes Theoretische Physik I erhielten die Auszeichnung in der Kategorie „Mathematik und Naturwissenschaften“ für ihre gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universitäten Oldenburg und Tokio verfasste Veröffentlichung „Observing the localization of light in space and time by ultrafast second-harmonic microscopy“, erschienen in Nature Photonics 6, 293–298 (2012). Die Wissenschaftler erklären in der Publikation die räumliche Konzentration (Lokalisierung) von Licht in Nanostrukturen. Im Rahmen dieser deutsch-japanischen Kooperation konnte erstmals die Dynamik des lokalisierten Lichtfelds in einer Nanostruktur orts- und zeitaufgelöst beobachtet werden. Dieser Beitrag zur Erforschung der Lokalisierung und Manipulation von Licht auf der Nanometerskala ist möglicherweise ein wichtiger Schritt auf dem Weg, den Traum einer Datenverarbeitung auf kleinstem Raum mit der denkbar höchsten, nämlich der Licht- Geschwindigkeit zu verwirklichen. Der Publikationspreis 2015 wurde im Rahmen der Senatssitzung am 3. November, feierlich überreicht. Der Prorektor für Wissenschaft, Prof. Klaus Augsburg, würdigte bei der Preisverleihung die Leistung der Ilmenauer Autoren: „Die Zeitschrift Nature Photonics gehört zu den renommiertesten internationalen Fachzeitschriften auf dem Gebiet der Physik und Optik und nur Beiträge von höchstem wissenschaftlichen Niveau und Neuheitsgrad haben eine Chance auf positive Begutachtung. Die prämierte Veröffentlichung erfüllt diese Kriterien in eindrucksvoller Weise und zeugt von den Spitzenleistungen unserer Physiker in der Forschung, ihrer weltweiten Vernetzung und Reputation und damit verbunden den guten Forschungsbedingungen an der TU Ilmenau.“ Hochkarätige Publikationen sind Ausweis für exzellente Forschungsleistungen. Um sie zu würdigen und Leistungsanreize zu setzen, lobt die Universität jährlich neben einem Lehrpreis auch einen Publikationspreis aus. Die Preisträger werden auf Basis von Vorschlägen der Fakultäten vom Senatsausschuss Forschung ausgewählt.


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