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UNI 1 2016 Web

UNISTUDIUM Mit dem Wohnhaus N wird das letzte noch nicht grundlegend sanierte Studentenwohnhaus auf dem Ilmenauer Campus nun umfassend modernisiert. Das Modell zeigt, wie die Wohnanlage nach der Fertigstellung aussehen könnte. Modell: Studentenwerk Thüringen Attraktives Wohnen auf dem Campus Mit dem Bauauftakt am Studentenwohnhaus N auf dem Campus der TU Ilmenau startete das neue Thüringer Programm zur Sanierung von studentischen Wohnanlagen. UNI I 01 I 2016 25 | „Die Attraktivität Thüringens als Hochschulstandort hängt unmittelbar davon ab, ob wir den Studierenden zeitgemäßen Wohnraum zu bezahlbaren Preisen anbieten können“, sagte der Thüringer Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee anlässlich des Baustarts an der Ilmenauer Wohnanlage. Das Wissenschaftsministerium habe deshalb ein Sanierungsprogramm für die Studentenwohnheime in Thüringen aufgelegt. Das Programm umfasst 15 Millionen Euro aus Mitteln des Hochschulpakts 2020 des Bundes und der Länder und aus frei werdenden BaföG-Mitteln. Bis 2019 sollen mit diesen Geldern insgesamt rund 1.000 moderne Wohnheimplätze geschaffen werden. In Ilmenau ist das Wohnhaus N die letzte studentische Wohnanlage, die noch nicht grundlegend saniert wurde. „Das kann nun dank des Sanierungsprogramms des Landes Thüringen nachgeholt werden“, so der Geschäftsführer des Studentenwerks Thüringen, Dr. Ralf Schmidt-Röh. Insgesamt 3,3 Millionen Euro werden in das Projekt investiert, davon stammt eine Million aus dem neuen Landesprogramm. „Mit der Fertigstellung von Haus N sind wir in Ilmenau einmal rum“, so Dr. Schmidt-Röh. „Das heißt, wir können in allen 13 Wohnanlagen, die wir am Standort mit insgesamt 1633 Wohnplätzen bewirtschaften, modernen Komfort anbieten.“ Allerdings, betonte er, sei nach der Sanierung vor der Sanierung und auch in Zukunft bestehe Modernisierungsbedarf an Wohnanlagen und Mensen und damit an Fördermitteln. Neben dem Dank an das Land für das Förderprogramm dankte er auch der Universi- tät, der Stadt, allen Bauverantwortlichen und den Planungsteams Stelzer & Kraft Ingenieure GbR Jena, baukonsult-knabe Erfurt und Baubüro Grage Ilmenau für die gute Zusammenarbeit und wünschte dem Vorhaben gutes Gelingen. Das Gebäude am Helmholtzring war im Jahre 1989 in Plattenbauweise errichtet worden. Mit der grundhaften Sanierung sollen nun 129 modern ausgestattete Einzelappartements und zwei 2er-Wohngemeinschaften entstehen. Um den notwendigen Platz für damit 50 Wohnplätze mehr als vorher zu schaffen, werden die ehemaligen Balkone und das bisher als Technikraum dienende Dachgeschoss zu Wohnflächen umgestaltet. Ein zweites Treppenhaus mit Fahrstuhl, unter dem zum offiziellen Bauauftakt der Grundstein gelegt wurde, ermöglicht Barrierefreiheit im gesamten Gebäude. Ein Appartement wird behindertengerecht ausgestattet. Bereits für den Beginn des Wintersemesters ist die Fertigstellung der Wohnanlage geplant. Auch der Prorektor für Bildung der Universität, Professor Jürgen Petzoldt, zeigte sich sehr erfreut, dass die guten Bedingungen auf dem Ilmenauer Campus weiter verbessert werden. „Wir freuen uns, unseren Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern, die aus der ganzen Welt nach Ilmenau kommen, modernste Lehr- und Forschungsbedingungen und in enger Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk auch ein gutes soziales und Wohnumfeld anbieten zu können. Das ist ein wichtiger Faktor, um die Anziehungskraft und Attraktivität der TU Ilmenau weit über die Grenzen des Freistaates hinaus weiter zu stärken.“ Mit der Grundsteinlegung durch Minister Wolfgang Tiefensee, Studentenwerksgeschäftsführer Dr. Ralf Schmidt-Röh und TU-Prorektor Professor Jürgen Petzoldt wurde die Sanierung des Studentenwohnhauses N begonnen. Fotos: Bettina Wegner


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