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UNIPOLITIK Festschrift zum Jubiläum UNI I 01 I 2016 11 | Die hervorragende Entwicklung der Fakultät fand im Rahmen der Festveranstaltung Würdigung in den Grußworten von Partnern aus Universitäten der ganzen Welt. Vertreter europäischer, südamerikanischer und nordafrikanischer Partnerhochschulen blickten gemeinsam mit ehemaligen und heutigen Ilmenauer Protagonisten zurück auf die Anfänge und Entwicklung langjähriger erfolgreicher Kooperationen in Forschung und Lehre. Denn auch dies wurde zum Jubiläum besonders deutlich: Hinter all diesen Leistungen standen und stehen hoch engagierte Professoren und Mitarbeiter, Dekane und viele weitere Persönlichkeiten in den verschiedenen Leitungsebenen, Räten und Gremien der Hochschule. Und so rückten die Jubiläumsfeierlichkeiten mit ihren Veranstaltungen, Vorträgen, einer Festschrift und Ausstellung im Foyer des Humboldtbaus auch die Wurzeln dieser erfolgreichen Entwicklung in den Blick. Ehrung für Fakultätsbegründer Der Historiker Dr. Franz Rittig zeigte in seinem Festvortrag das Wirken des Fakultätsgründers Professor Werner Bischoff eindrucksvoll auf. Gründungsrektor Professor Hans Stamm hatte den zuvor als Hauptentwicklungsleiter bei ZEISS in Jena tätigen Ingenieur zum 1. November 1954 an die damalige Hochschule für Elektrotechnik berufen und mit dem Aufbau der Fakultät betraut. In sehr kurzer Zeit schuf Werner Bischoff das Konzept einer ingenieurwissenschaftlichen Ausbildung und Forschung, das durch die Kombination von Feinmechanik und Optik weltweit einzigartig war. Er legte damit die Grundlage für eine äußerst erfolgreiche Entwicklung und die heutige breit aufgestellte Fakultät. Gemeinsam mit den Professoren Arthur Bock und Friedrich Hansen, beide ebenfalls von ZEISS stammend, begründete er die „Ilmenauer Schule der Konstruktionslehre“, die bis heute ein in der Fachwelt stehender Begriff ist. Dem wissenschaftlichen Gerätebau war der Vortrag „Der optisch-mechanische Planetariumsprojektor - das Wunder von Jena“ des Leiters des ZEISS-Geschäftsbereiches Planetarien Wilfried Lang gewidmet. Dem Physiker und Astronaut Dr. Ulf Merbold gelang es in seinem Vortrag „Wissenschaft im Weltraum“, den Saal buchstäblich mit auf die Reise in das All zu nehmen. In Würdigung des Fakultätsbegründers wurde im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten und im Beisein von Angehörigen Werner Bischoffs das Fakultätsgebäude Haus F als „Werner-Bischoff-Bau“ benannt. Zuvor wurde ein restauriertes Satellitenbeobachtungsgerät im Lichthof des Curiebaus an die Universität übergeben, das in seiner Zeit den Stand der Technik definierte und dessen Leistungsfähigkeit noch heute beeindruckend ist. Professor Manfred Steinbach, erster Promovend Professor Werner Bischoffs, hatte hierfür in Ilmenau und später bei ZEISS in Jena die maßgeblichen Arbeiten geleistet. Zum Abschluss der Festveranstaltung wurde erstmals der Gerhard-Bögelsack-Förderpreis verliehen (s. Seite 47). Anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Fakultät für Maschinenbau ist die Festschrift „60 Jahre Maschinen- und Gerätebau – von der Fakultät für Feinmechanik Optik an der Hochschule für Elektrotechnik zur Fakultät für Maschinenbau an der Technischen Universität Ilmenau“ erschienen. Der reich bebilderte Band stellt auf 533 Seiten die Geschichte, Entwicklung und die heutige Fakultät für Maschinenbau dar. Er wurde in Zusammenarbeit der TU Ilmenau mit dem Jenaer Verein Technikgeschichte in Jena e. V. erarbeitet und von den Professoren René Theska (Ilmenau) und Manfred Steinbach (Jena) herausgegeben. Die Festschrift ist über die Fakultät beziehbar. Fotos: Max Gerard 60 JAHRE


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