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UNIPOLITIK 60 Jahre Fakultät für Maschinenbau Mit einem Festakt beging die Fakultät für Maschinenbau am 4. November ihr 60-jähriges Bestehen. Ehemalige und heutige Dekane, Professoren und Mitarbeiter feierten gemeinsam mit Absolventen und Partnern aus dem In- und Ausland das Jubiläum. Im Jahr 1955 wurde die Fakultät für Feinmechanik und Optik als vierte Fakultät der damaligen Hochschule für Elektrotechnik Ilmenau gegründet. Weltweit die erste ihrer Art, wurde sie Vorbild für zahlreiche in der Folge entstandene ähnliche Einrichtungen. Aus der damaligen Fakultät für Feinmechanik und Optik ging 1990 die Fakultät für Maschinenbau hervor, deren Lehre und Forschung heute hohe nationale und internationale Anerkennung genießen. Fast auf den Tag genau 60 Jahre nach der ersten Fakultätsratssitzung am 3. November 1955 beging die TU Ilmenau mit einem Festakt das Jubiläum. Herausragende Entwicklung Bei der Begrüßung der zahlreichen in- und ausländischen Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik konnten der Rektor, Professor Peter Scharff, und der Dekan, Professor Christian Weber, auf eine überaus erfolgreiche Entwicklung verweisen. Traditionell feinwerktechnisch-optischelektronisch geprägt, entstanden aus den interdisziplinären Verknüpfungen weitere, neue Schwerpunkte wie die Mechatronik, Mikro- und Nanotechnologien, Werkstoffwissenschaften, Kunststofftechnik, Biomechatronik und Fahrzeugtechnik/ Mobilität. „Die Fakultät für Maschinenbau ist heute in ausgewählten Bereichen weltweit führend“, würdigte der Rektor die herausragende Entwicklung. So wurden die Arbeiten im Sonderforschungsbereich 622 Nanopositionier- und Na- | 10 UNI I 01 I 2016 nomessmaschinen von den Gutachtern der Deutschen Forschungsgemeinschaft als den Weltstand bestimmend für dieses Gebiet bewertet. Ebenso kommt die genaueste Komperatorwaage aus Ilmenau. Weltweit einzigartig und auf höchstem Niveau sind auch die Arbeiten zur Lorentzkraft Anemometrie, zu turbulenten Konvektionsströmungen und am Großgerät Ilmenauer Fass. Mit dem Thüringer Innovationszentrum für Mobilität wurde das budgetstärkste Forschungsprojekt in der Geschichte der TU Ilmenau angesiedelt. Auch das Thüringer Zentrum für Maschinenbau, an dem fünf Hochschulen und Forschungseinrichtungen beteiligt sind, wird von der TU Ilmenau geleitet. Wie der Dekan Professor Weber betonte, hat die Fakultät maßgebliche Beiträge zur Profilierung der Forschung und internationalen Sichtbarkeit der TU Ilmenau geleistet. Niederschlag findet diese Leistungsfähigkeit in einer großen Zahl an Forschungsprojekten, Rekordwerten an Drittmitteln, zahlreichen Patenten, Veröffentlichungen und Promotionen. Mit den stetig gewachsenen Forschungskompetenzen wuchs auch die Breite des Lehrangebotes. Es umfasst heute neben dem Studiengang Maschinenbau auch die Studiengänge Fahrzeugtechnik, Mechatronik und Optische Systemtechnik/ Optronik, zahlreiche Vertiefungen und Beteiligungen an weiteren Studiengängen - vom Wirtschaftsingenieurwesen über die Werkstoffwissenschaft bis hin zum hochschulübergreifenden polyvalenten Lehramtsstudium. Ausgezeichneter Ruf Regelmäßige Spitzenplatzierungen in den Rankings des Centrums für Hochschulentwicklung sowie der Zeitschrift WirtschaftsWoche zeugen von einem ausgezeichneten Ruf der Absolventen der Fakultät. Dass diese nicht selten selbst zu erfolgreichen Unternehmern werden, zeigte das Grußwort von Dr. Udo Henkel, der 1990 gemeinsam mit Mathias Roth eines der ersten von inzwischen 100 Unternehmen aus der Hochschule ausgründete. Heute beschäftigt die HENKEL + ROTH GmbH Ilmenau 40 Mitarbeiter und hat sich als Sondermaschinenbau- Unternehmen auf dem internationalen Markt fest etabliert. Prof. René Theska, Hauptorganisator der Jubiläumsveranstaltungen (links), und der Rektor nehmen das restaurierte Satellitenbeobachtungsgerät in Betrieb.


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