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UNI 2 2015

UNIPOLITIK UNI I 02 I 2015 9 | Fotos (3): Reinhard Vogel Symbolische Schlüsselübergabe. v.l.n.r.: Architekt Dr. Lutz Fischer, Dekan Prof. Erich Runge, Ministerin Birgit Keller, Minister Wolfgang Tiefensee und Rektor Prof. Peter Scharff. dem Faradaybau ist es gelungen, ein Kul-turdenkmal mit den neuesten Standards der Technik zu vereinen. Der Neubau mit Hörsaal und Fakultätswerkstatt zeigt die Verbindung von Lehre und Praxis an der TU Ilmenau.“ Nicht zuletzt seien Kosten gespart worden, denn ein Neubau mit vergleichbarer Ausstattung hätte 20 Mil-lionen Euro gekostet. Seit Oktober 2012 waren im Altbau die verschiedensten Modernisierungsar-beiten vorgenommen worden. Damit das historische Treppenhaus heutigen Brandschutzvorgaben entspricht, wur-de es über alle fünf Etagen mit einer Brandschutzverglasung umschlossen. Die elektrotechnische Anlage des Gebäudes wurde vollständig erneuert. Die Chemi-ker erhielten neue Forschungslabore mit moderner Ausstattung und neben den Laboren für die Forschung wurden für die Physik-Ausbildung Grundlagen- und Fortgeschritten-Praktika geschaffen. Der alte Physikhörsaal im Dachgeschoss des Faradaybaus entsprach nicht mehr den baulichen Vorschriften und wurde zum Arbeitsbereich für Studenten um-gestaltet. Da der Faradaybau ein denkmalgeschütz-tes Gebäude ist, mussten zahlreiche geschichtliche, künstlerische und städte-bauliche Auflagen berücksichtigt werden. Treppenhäuser und Wandfarbe mussten dem historischen Original angepasst werden. In zwei historischen Räumen wurde die Holzverkleidung aufgearbeitet. Sie stehen nun dem Dekan der Fakultät und als Sitzungsraum zur Verfügung. Bei der Wiederherstellung der Außenfassade galt es, den Altbau harmonisch mit dem flaschengrünen Glas-Neubau und dem angrenzenden Röntgenbau zu vereinen. Um die ursprüngliche grüne und rote Farbgebung wiederherzustellen, wurde ein Restaurator hinzugezogen. Wegen des Wegfalls des alten Physikhör-saals entstand im angrenzenden Neubau ein neuer Hörsaal mit 200 Plätzen und hervorragender moderner Medienaus-stattung. Mit Hilfe einer so genannten Hörschleife können hier nun auch schwer-hörige Menschen den Lehrveranstaltun-gen folgen. Im Neubau wurde auch eine 200 Quadratmeter große mechanische Werkstatt eingerichtet. Dabei war es für das Weimarer Architekturbüro um Dr. Lutz Fischer eine große Herausforderung, die unmittelbar nebeneinander liegenden Räume von Hörsaal mit Vorlesungsbetrieb und Werkstatt mit lauten Maschinen akustisch und statisch voneinander zu trennen. Damit im Hörsaal die Sprach-verständlichkeit nicht nur über eine Lautsprecheranlage möglich ist, wurden Wandbekleidungen und eine Akustikde-cke eingezogen. In den Außenanlagen kamen nicht nur neue Pkw-Stellplätze hinzu, auch die Grünflächen wurden neu gestaltet. „Mit der Modernisierung des Faradaybaus ist der Gebäudekomplex des Georg- Schmidt-Technikums in der Weimarer Straße, der so genannte Kleine Campus und Sitz unserer Fakultät, heute noch attraktiver“, freut sich auch der Dekan und Hausherr, Professor Erich Runge. Auch er dankte allen an der Realisierung der gro-ßen Maßnahme Beteiligten, insbesondere den Förderern, dem Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr als Bauherrn, den Planern und ausführenden Firmen. Beson-deren Dank für ihren hohen Einsatz sprach der Dekan Professor Gerhard Gobsch und Privatdozent Dr. Wichard J. D. Beenken aus, die das Projekt auf wissenschaftlicher Seite geleitet hatten, sowie dem Team um Klaus Heinze vom Dezernat für Gebäude und Technik mit Roberto Reilinger, Erika Kreuzberger und Hans-Walter Hautz. Den Mitarbeitern und Studierenden am Stand-ort wünschte er viel Freude und Erfolg bei der Nutzung der neuen hervorragenden Bedingungen für Lehre und Forschung.


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