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UNI 2 2015

UNIPOLITIK Faradaybau feierlich wiedererö”net Die TU Ilmenau hat die umfassende Modernisierung des Faradaybaus abgeschlossen. Fast drei Jahre haben die Arbeiten an dem zweitältesten Gebäude der Universität und die Errichtung eines angeschlossen Neu-baus mit Hörsaal und Werkstätten gedauert und rund 12 Millionen Euro gekostet. Am 16. September fand im Beisein des Thüringischen Wirtschaftsministers Wolfgang Tiefensee und der Infrastrukturministerin Birgit Keller die feierliche Wiedererö”nung des Faradaybaus statt. | 8 UNI I 02 I 2015 Fotos: Bettina Wegner sondere das hier beheimatete Institut für Physik profitiert von den neuen Laboren, Praktika- und Lehrräumen und kann seine Leistungsfähigkeit in der Wissenschaft, bei der Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte und als Partner der Industrie nun noch weiter steigern.“ Dies ganz im Sinne der Wettbewerbsfä-higkeit Thüringens, wie Minister Wolf-gang Tiefensee betonte. „Die TU Ilmenau ist eine Lokomotive für die Innovations-kraft der Thüringer Wirtschaft, die weiter gestärkt werden muss. Mit seinen For-schungsarbeiten schafft das Institut für Physik die Grundlagen für Spitzenproduk-te, die zur Lösung der vor uns liegenden enormen globalen Herausforderungen beitragen.“ So arbeiten die Wissenschaft-ler unter anderem in der Thüringer Lan-desgraduiertenschule PhotoGrad an grü-nen Technologien zur Energieerzeugung. In den Vakuumlaboren untersuchen sie Phänomene der Oberflächenphysik und Dort, wo mitten im Stadtzentrum von Ilmenau 1894 das Thüringische Techni-kum entstand, eine private Einrichtung zur Ausbildung von Ingenieuren und Ursprung der heutigen Universität, er-strahlt heute der Faradaybau in neuem Glanz. Das 1926 errichtete denkmalge-schützte Gebäude wurde grundlegend modernisiert und erhielt einen neuen zweigeschossigen Nachbarbau. Die beiden Gebäude sind über einen neuen Verbindungsbau mit Treppenhaus und Aufzug miteinander verbunden. Das gesamte Gebäude ist damit nun auch für gehbehinderte Menschen zugänglich. „Die Rundumerneuerung des Faraday-baus und der Neubau gleich nebenan schaffen ganz neue Möglichkeiten für die Lehre und Forschung der Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften“, zeigt sich der Rektor der TU Ilmenau, Pro-fessor Peter Scharff, bei der symbolischen Schlüsselübergabe sehr erfreut. „Insbe- Nanowissenschaften. Auch optische Tech-nologien, die mehr und mehr unseren Alltag prägen, können erforscht werden. Insgesamt stehen dafür nun über 6000 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Dass die zu 75 Prozent vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und zu 25 Prozent aus Bundes- und Landesmit-teln stammenden Gelder sehr gut ange-legt sind, betonte auch Ministerin Birgit Keller. „Hochschulbau ist eine Investition in die Zukunft des Freistaates Thüringen, denn eine gute Infrastruktur für For-schung und Lehre ist die Grundlage, um die klügsten Köpfe anzuziehen.“ Auch ihr Ministerium werde die Entwicklung der TU Ilmenau weiter fördern. So sei der Bau eines neuen Universitätsrechenzent-rums im Umfang von 14 Millionen Euro bereits fest eingeplant. Besonders hob die Ministerin die mit dem Modernisierungs- und dem Neubauvorhaben bewältigten anspruchsvollen Aufgaben hervor. „Mit


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