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UNI 2 2015

UNIREPORTAGE Verantwortung und Toleranz Über 380 Studierende aus aller Welt wa-ren zur diesjährigen Internationalen Stu-dierendenwoche in Ilmenau 2015 (ISWI 2015) vom 29. Mai bis zum 7. Juni zu Gast. Die Teilnehmer aus 82 Nationen, die meisten aus Russland, Weißrussland, Indonesien, der Ukraine und Mexiko, wurden von mehr als 300 Hosts herzlich empfangen und untergebracht. Die hohe Bereitschaft der Ilmenauer Stu-dierenden und Bürger, einen Gast auf-zunehmen, sorgte dafür, dass sogar 80 Hostplätze mehr zur Verfügung standen als benötigt wurden. „Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen Unterstützern, die zum Gelingen der ISWI beigetragen ha-ben“, so Christina Dennefeld, Vorstand der studentischen Initiative Solidarische Welt Ilmenau e.V., die die ISWI alle zwei Jahre organisiert. Zudem habe sich der Verein gefreut, dass die zahlreichen kul-turellen Höhepunkte nicht nur bei den internationalen Gästen, sondern auch bei den heimischen Studenten und Ilmenau-ern für Begeisterung sorgten. Die größte Eröffnungsveranstaltung in der Geschich-te der ISWI mit der deutschlandweit bekannten Band „Pentatones“ und der STÜBA-Philharmonie konnte dabei be-sonders begeistern. Aber auch „Buffo’s Wake“ aus Großbritannien brachten die | 66 UNI I 02 I 2015 Eishalle buchstäblich zum Beben und beim International Brunch bereicherten die Teilnehmer aus den unterschiedlichen Kulturen mit Speisen, Trachten und Tanz das Ilmenauer Stadtbild. Ein weiterer Publikumsmagnet war die Lichtveranstaltung „Light for Change“. Mehr als 40 Programmpunkte und Lichtinstallationen tauchten den Ehren-berg in verschiedenste Farben. Auch eine spektakuläre Feuershow versetzte das Publikum in Ekstase. Die dank des guten Wetters nicht allzu kalten Nächte verbrachten die internationalen Gäste ge-meinsam mit den Ilmenauer Studieren-den am Lagerfeuer und diskutierten an-geregt über die vielfältigen Vorträge und Präsentationen der Woche. Dazwischen stimmten die Teilnehmer landestypische Lieder an, die die Nächte auf und um die Mensa-Wiese unvergesslich machten. Auch inhaltlich bot die ISWI 2015 unter ihrem Thema „Verantwortung“ ein hoch-aktuelles wie anspruchsvolles Programm. Die Vorträge, für die der ISWI e. V. hochkarätige internationale Referenten gewinnen konnte, bildeten den Auftakt für die Arbeit in den 25 verschiedenen Gruppen und Workshops. Besonders die GBTI-Aktivistin Kasha Nabagesera hinterließ einen bleibenden Eindruck bei Internationale Studierendenwoche in Ilmenau 2015 ����������������– �������������������������� den Teilnehmern und stieß eine leben-dige Diskussion über Homosexualität im Publikum an. Der Friedensforscher Alyn Ware beeindruckte mit seinem Vortrag zum Thema Nuklearwaffen (s. Reportage S. 67) und regte zum Nachdenken an. Traditionell fand im Rahmen der ISWI der Dies academicus der Universität statt. Der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow griff in seiner Festrede „Sozialer Zusammenhalt – Gemeinsame Verantwortung“ ebenfalls Facetten des Themas der internationalen Studieren-denwoche auf. Am Ende der Woche waren sich alle Be-teiligten einig, dass die nunmehr 12. ISWI erneut einen wichtigen Beitrag für mehr Toleranz, Internationalität und Interkul-turalität zwischen jungen Menschen aus der ganzen Welt geleistet hat. Impressionen von der ISWI 2015 in der UNI-Galerie auf S. 68 - 69 Foto: Tobias Boley ISWI 2015


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