Page 59

UNI 2 2015

UNIPORTRÄT Sebastian Keiner (links im blauen Trikot) bei der Deutschen Hallenmeisterschaft « in Karlsruhe, bei der einen hervorragenden . Platz belegte. An der TU Ilmenau als Partnerhochschule des Spitzensports kann er Studium und Training miteinander vereinbaren. Die Mischung aus Akrobatik und Choreografie reizt Saskia Holzlehner besonders am Rock‘n‘Roll. Hebefiguren wie hier der „Schwan“ zeigen den hohen Schwierigkeitsgrad. UNI I 02 I 2015 59 | möglich. Nach einer Verletzung ist er in diesem Jahr wieder voll in das Training als Bundeskader des Nationalteams des Deutschen Leichtathletik-Verbands eingestiegen. Da er im Erfurter LAC e.V. ist, wohnt er auch in der Landeshauptstadt. „Dennoch ist Ilmenau ein guter Ort nicht nur zum Studieren, sondern auch zum Trainieren, weil es eine tolle Sportanlage gibt.“ Saskia Holzlehner – Rock’n’Roll Sport treiben muss nicht immer mit Wettbewerb und Höchstleis-tung in Verbindung stehen, sondern kann auch einfach nur Spaß machen. Saskia (27) tanzt seit ihrem ersten Semester Rock’n’Roll, weil es gute Laune macht und vom Uni-Alltag entspannt. Dabei ist die Tanzsportart anspruchsvoller als es scheint. „Ich bin am Anfang mit den falschen Vorstellungen hingegangen. Ich dach-te dabei an die Musik und den Tanzstil von Elvis-Filmen, aber Rock’n’Roll ist kein spontanes Tanzen, sondern Choreografie und Akrobatik.“ Rock’n’Roll ist ein Paartanz, der sich in den Vereinigten Staaten zusammen mit der gleichnamigen Musikrichtung entwickelt hat. Hebefiguren und andere akrobatische Elemente, bei denen die Frau häufig in die Luft geworfen wird, gehören dazu. Für Saskia sind das die Elemente, die ihr am meisten Spaß machen. Die Einübung erfolgt dabei in kleinen Schritten, sodass man sich trotz der gewagten Stellungen sicher fühlen kann. „Einmal im Sommer waren wir mit dem ganzen Kurs im Freibad und haben dort Hebefiguren geübt. Da wurden auch mal die Rollen getauscht und die Männer flogen übers Wasser.“ Pro Semester wird in einem Sportkurs etwa eine Schrittfolge eingeübt. Bei den schwierigen Elementen ist dabei Vertrauen zum Tanzpartner sehr wichtig. Am besten ist es, wenn ein Paar über einen längeren Zeitraum gemeinsam tanzt, damit man sich aufeinander einstimmen kann. Saskia hatte mittlerweile vier verschiedene Tanzpartner, da einige Ilmenau nach ihrem Studium verlassen haben. Heute studiert sie bereits im vierten Fachsemester im Master-studiengang Mathematik und Wirtschaftsmathematik und ist immer noch dabei. Falls sie nach ihrem Studium in Ilmenau bleibt, will sie auf jeden Fall weitermachen. „Die Tanzgruppe ist toll und auch außerhalb des Sports werden gemeinsame Tref-fen organisiert.“ Sie ist Mitglied im Tanzverein Rock’n’Roll Club „Tweety“ Ilmenau e.V. – der Verein, der den Tanzkurs organisiert – und hat nebenher auch noch mit Boogie Woogie angefangen. Denn Boogie Woogie ist das, was Saskia sich ursprünglich unter Rock’n’Roll vorgestellt hatte. I Susann Kohout Foto: Dirk Gantenberg Fotos: Susann Kohout


UNI 2 2015
To see the actual publication please follow the link above