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UNI 2 2015

UNIFORSCHUNG Innovative Gründungen im Ilm-Kreis UNI I 02 I 2015 55 | Die vom Ilm-Kreis an die TU Ilmenau im Rahmen eines Dienstleistungsauftrags vergebene Studie zum Gründungsge-schehen in der TECHNOLOGIE REGION ILMENAU ARNSTADT analysiert das Grün-dungsgeschehen in der Region in der Re-trospektive, beleuchtet den Status quo erfolgreicher Ausgründungen aus der TU Ilmenau und entwickelt ein Konzept, wie eine nachhaltige Förderung innovativer technologieorientierter Gründungen in der TRIA etabliert werden kann. Bereits im Februar 2015 konnte das Pro-jektteam erste Ergebnisse im Rahmen einer Zwischenpräsentation vorweisen. Es wurden rund 50 Gespräche mit Ak-teuren aus dem Bereich der Gründerbera-tung und -unterstützung geführt, um ein genaueres Bild der aktuellen Strukturen in der Region zeichnen zu können. Die Gründungsförderung bietet in der Region eine Vielzahl an Leistungen für innovati-ve Unternehmensgründungen. Dennoch gibt es derzeit – trotz des Engagements von auftakt. – immer noch zu wenig Ver-netzung. Mit dieser Bestandsaufnahme ist es jedoch nicht getan. In einem zwei-ten Schritt werden Unternehmer in der Region sowie Ausgründungen aus der TU Ilmenau, die die Region verlassen haben, zu den Faktoren befragt, die für oder ge-gen eine Ansiedlung in der Region spre-chen. Ein weiterer Aspekt der Befragung sind notwendige Unterstützungsstruktu-ren, die die Gründung innovativer techno-logieorientierter Gründungen befördern können. Im Ergebnis der Gespräche mit den Unternehmern sollen erfolgreiche Gründergeschichten technologieorien-tierter und innovativer Gründer gesam-melt und zusammengestellt werden. Erfolgreiche Gründer zu kennen, auf lo-kale und regionale Beispiele verweisen zu können, ist ein wichtiger Bestandteil erfolgreicher Gründersensibilisierung. In einem darauf folgenden dritten Schritt geht es um die Zukunft. Dabei steht nicht mehr nur die Frage „Wie kommt die Tech-nologie in die Region?“ im Mittelpunkt, sondern „Wie bleibt die Technologie in der Region?“. Diese Fragen zu beantwor-ten, wird Teil des Verstetigungskonzeptes sein, das die Studie als Ergebnis anbieten wird. Gründerstudie Seit September 2014 wird von auftakt. Das Gründerforum Ilmenau und dem Referat Forschungsservice und Technologietransfer der Universität eine Studie durchgeführt, bei der die Rahmenbedingungen für die Gründung innovativer Unternehmen im Ilm-Kreis untersucht werden. Nun gibt es erste Ergebnisse. Foto: Tobias Fuhrmann TU Ilmenau kooperiert mit DJV Die Zeitung am Morgen, die Nachrichten- App auf dem Smartphone oder die Nach-richtensendung am Abend im Fernsehen. Über 70.000 hauptberuflich tätige Journa-listInnen informieren uns rund um die Uhr. Doch das Berufsbild des Journalisten verändert sich. Die freiberufliche Tätigkeit nimmt unter JournalistInnen seit zehn Jahren rasant zu. Neben den journalisti-schen Kernkompetenzen werden bereits heute weitere Kompetenzen in den Bereichen Technik, Management und Existenzgründung für eine erfolgreiche Berufsausübung erwartet. Gerade mit Blick auf den letzten Punkt formuliert der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) die Zukunftsthese „Journalistinnen und Jour-nalisten werden zu Unternehmern“. Ein Phänomen, das auch mit „entrepreneural journalism“ bezeichnet wird. Vor diesem Hintergrund engagiert sich das Fachgebiet für Medien- und Kommu- nikationsmanagement unter der Leitung von Professor Andreas Will im Rahmen einer Kooperation mit dem Deutschen Journalisten-Verband (DJV). Auf Basis einer gemeinsam durchgeführten Befra-gung unter jungen JournalistInnen sollen Vorschläge für eine zukunftsorientierte Journalistenausbildung erarbeitet werden. Projektleiterin Britta M. Gossel (rechts im Bild), wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet für Medien- und Kommunikati-onsmanagement, diskutierte am 15. März 2015 im Rahmen der DJV Fachtagung „24 Stunden Zukunft“ bei der Süddeutschen Zeitung in München auf einer Podiums-diskussion zum Thema entrepreneurial journalism und unterstützt den entspre-chenden Arbeitskreis des DJV.


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