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UNI 2 2015

UNIFORSCHUNG Reuters-Publikationsliste Meistzitierter Wissenschaftler Best Paper Award für Nachwuchsforscher | 48 UNI I 02 I 2015 so auch an der TU Ilmenau, an neuen Photovoltaik-Materialien, darunter hybride Perowskite – kristalline Halbleiter, die deutlich kostengünstiger als Silizium zu Solarzellen verarbeitet werden könnten. Die intensive Forschungsarbeit von Dr. Harald Hoppe auf dem Gebiet der organischen Photovoltaik führte im Laufe mehrerer Jahre zu mittlerweile über 100 Publikationen, die in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht und insgesamt bisher mehr als 6000 Mal zitiert wurden. Für Professor Stefan Krischok, Leiter des Fachgebietes Technische Physik I und stellvertretender Institutsdirektor des IMN Macro- Nano®, ist die Auszeichnung „ein sehr erfreuliches Indiz für die guten Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten von Nach-wuchswissenschaftlern an der TU Ilmenau.“ Das US-amerikanische Medienunternehmen hatte für das Ranking die Zitationsdatenbanken des „Web of Science“ für den Zeitraum 2002 bis 2012 ausgewertet. In der Rangliste der Highly Cited Researchers erscheint nur das „Top-Prozent“ der Autoren, die im jeweiligen Fachgebiet mit ihren Arbeiten am häufigsten zitiert wurden. Insgesamt wurden 21 Fachgebiete ausgewertet, von der Biologie über die Medizin bis zu den Sozialwissenschaften. Das Ranking identifiziert weltweit insgesamt 3.200 Wissenschaftler, die laut Thomson Reuters „zu den einflussreichsten wissenschaft-lichen Köpfen unserer Zeit zählen“. Neben Dr. Harald Hoppe fan-den nur zwei weitere Wissenschaftler von Thüringer Hochschulen Aufnahme in die Rangliste. „Ich freue mich sehr, dass unsere Arbeiten von den Fachkollegen als relevant angesehen werden und so oft zitiert wurden“, so Harald Hoppe. „In einer solchen Rangliste zu erscheinen, ist eine hohe Auszeichnung. Ein großer Teil dieses Erfolgs kann auf eine gute internationale Vernetzung mit meinen Fachkollegen, mit denen viele Arbeiten in Kooperati-onen durchgeführt wurden, zurückgeführt werden.“ Der 41-jährige forscht am Institut für Physik und am Institut für Mikro- und Nanotechnologien IMN MacroNano® der TU Ilmen-au an effizienten flüssig-prozessierten Dünnschichtsolarzellen. Verglichen mit kristallinen Solarzellen aus Siliciumwafern sind Dünnschichtzellen etwa 100-mal dünner. Die Funktionsschichten werden durch Abscheiden aus einer Lösung gewonnen und direkt auf einem Trägermaterial wie Glas oder Kunststofffolien aufge-bracht. Diese Beschichtungstechnologien erlauben eine beson-ders energieeffiziente und großflächig skalierbare Produktion von Solarzellen. Daneben forschen derzeit Wissenschaftler weltweit, Foto: Leo Warnow Die Publikationsliste „Highly Cited Researchers 2014“ von Thomson Reuters benennt den Ilmenauer Physiker Dozent Dr. Harald Hoppe (Foto) als einen der weltweit meistzitierten Wissenschaftler auf dem Gebiet der Materialwissenschaften. Der Ilmenauer Doktorand Konstantin Weise (Foto) hat auf der „20th International Conference on the Computation of Elec-tromagnetic Fields (COMPUMAG 2015) in Montreal den “Rita Trowbridge Prize 2015” für den besten Beitrag eines jungen Nachwuchswissenschaftlers erhalten. Der Beitrag „Uncertainty Analysis in Lorentz Force Eddy Current Testing“ von Konstantin Weise, Matthias Carlstedt, Marek Ziolkowski und Hartmut Brau-er war von der Jury aus über 100 Bewerbern von 29 Ländern für den Best Paper Award ausgewählt worden. Konstantin Weise ist Doktorand am Fachgebiet Theoretische Elektrotechnik und im DFG-Graduiertenkolleg Lorentzkraft tätig. In dem Beitrag stellt er dar, wie die Unsicherheiten der Eingangsparameter das Ergebnis der Lorentzkraft-Wirbelstrom-prüfung beeinflussen. Eine anschließende Empfindlichkeitsana-lyse identifiziert schließlich diejenigen Parameter, die sowohl Messungen als auch numerische Simulationen besonders stark beeinflussen. Erstmalig wurde damit gezeigt, dass die Unsicher-heitsanalyse auch für multiple Eingangsdaten einer komplexen Messanordnung erfolgreich durchgeführt werden kann.


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