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UNI 2 2015

UNIFORSCHUNG Neuer Allzeitrekord Die TU Ilmenau hat « mit ,· Millionen Euro die höchsten Drittmitteleinnahmen ihrer Geschichte erzielt. Damit setzte die Universität den seit nunmehr zehn Jahren anhaltenden Erfolgskurs bei der Einwerbung von Drittmitteln für die Forschung weiter fort. Den Schlüssel für den Erfolg sieht der Prorektor für Wissenschaft der TU Ilme-nau, Professor Klaus Augsburg, gleich in mehreren Faktoren, an erster Stelle aber bei hervorragenden, hochmotivierten Wissenschaftlern und Nachwuchsfor-schern. „Dass wir die Rekordwerte bei den Drittmitteleinnahmen der letzten Jahre nochmals übertreffen konnten, zeugt von der herausragenden Arbeit und hohen Motivation unserer Wissen-schaftler und Nachwuchsforscher“, so der Prorektor. „Ihnen gebührt dafür hohe Anerkennung.“ Weitere Faktoren für die erfolgreiche Drittmittelbilanz seien die Forschungsarbeit an der Schnittstelle verschiedener Disziplinen, die immer bessere Vernetzung der Universität mit Partnern in Wissenschaft und Wirtschaft und ein leistungsorientiertes Umfeld. Seit vielen Jahren ist der Fokus der For-schungsstrategie und Berufungspraxis der Universität darauf gerichtet, her-ausragende Wissenschaftler und Nach-wuchsforscher zu gewinnen und die Kompetenzen von Fachgebieten aller fünf Fakultäten zu schlagkräftigen For-schungsverbünden zusammenzuführen. Als Plattformen für die gemeinsame Arbeit in den fakultätsübergreifenden Instituten und Innovationszentren wur-den technologische Zentren mit einer überdurchschnittlich guten Ausstattung aufgebaut. „Auf diese Weise“, fasst der Prorektor zusammen, „ist es uns gelun-gen, die wissenschaftliche Leistungsfä-higkeit der Universität zu steigern und das internationale Niveau der Forschung auf ausgewählten Kompetenzfeldern mitzubestimmen.“ Die deutlichste Einnahmensteigerung er-zielte die Universität bei den Bundesmit-teln; hier konnte das Ergebnis um fast drei Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Auch bei den Landes-mitteln erreichte die TU erneut einen ho-hen Stand. Hier spiegelt sich neben der | 40 UNI I 02 I 2015 Förderung von Großprojekten wie dem Thüringer Innovationszentrum Mobilität und dem Thüringer Zentrum für Maschi-nenbau auch die Förderung von insge-samt zehn TAB-Forschergruppen in den letzten Jahren wider, deren erfolgreiche Arbeit inzwischen Beachtung weit über die Grenzen Thüringens hinaus erlangt hat. Bei der EU-Förderung verbuchte die TU Ilmenau ihr bisher bestes Ergebnis. Dies freut den Prorektor ganz besonders: „Momentan werden 25 Projekte von der EU gefördert, darunter Großprojekte mit Partnern aus vielen Ländern. Das zeigt, dass die TU Ilmenau auch in der inter-nationalen Community inzwischen sehr gut vernetzt ist.“ Die freien Drittmittel stiegen um 1,6 Millionen Euro. Auch das ist für Professor Augsburg ein sehr er-freuliches Ergebnis: „Es zeigt, dass wir neben der Grundlagenforschung auch in der anwendungsorientierten Forschung am Puls der Zeit sind.“ Die Zusammen-arbeit mit der Wirtschaft sei aber auch mit Blick auf eine praxisorientierte Aus-bildung, auf Themen für Masterarbeiten und Promotionen und nicht zuletzt für die Positionierung von Absolventen der TU Ilmenau in der Industrie sehr wichtig. Mit rund 494.000 Euro Drittmittelein-nahmen pro Professor/in im Jahr 2014 liegt die TU Ilmenau im bundesweiten Vergleich unter den Top 10. Professor Augsburg zu dieser herausragenden Platzierung: „Die Pro-Kopf-Einnahmen an Drittmitteln werden in der wissen-schaftlichen Welt als ein Gradmesser für wissenschaftliche Leistungsfähigkeit von Hochschulen herangezogen. Dass wir bei diesem Vergleich langjährig zu den besten zehn Hochschulen deutsch-landweit gehören, erfüllt mit Stolz und Freude. Wir sollten dabei allerdings nicht vergessen, dass Drittmittel nur ein Krite-rium für wissenschaftliche Qualität sind, weitere sind Publikationen und Promo-tionen und viele andere. Die Erfolge auf diesen Gebieten sind uns ebenso wichtig und wertvoll.“ Insgesamt konnten im letzten Jahr 478 Mitarbeiter auf Drittmittelbasis zusätzlich an der TU beschäftigt werden. „Die Leis-tungsfähigkeit der Universität hängt also in ganz entscheidendem Maße von den Drittmittelbeschäftigten ab“, betont der Prorektor. „Das gilt nicht nur für die For-schung, sondern in hohem Maße auch für die Lehre und die Betreuung von stu-dentischen Forschungsarbeiten.“ Die erfolgreiche Drittmittelarbeit führt also zu vielen weiteren positiven Effek-ten, von denen die gesamte Universität in hohem Maße profitiert. Für den Prorektor ist es daher sehr wichtig, die Leistungs-träger auch zu würdigen. „Motivation kommt von Anerkennung, und nur wenn Erfolge gewürdigt werden, entsteht ein Klima für Kreativität und Leistungsbereit-schaft. Das sollten wir uns immer wieder bewusst machen, denn das ist die Vor-aussetzung, um Leistungsträger in For-schung, Lehre und Leitungsbereichen zu Der Prorektor für Wissenschaft der TU Ilmenau, Prof. Klaus Augsburg. Drittmittelbilanz Foto: Ingo Herzog


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