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UNI 2 2015

UNITITEL Infrastruktur erster Güte: DFG-Gerätezentrum Mikro- Nano-Integration Die genannten Projekte stehen beispiel-haft für die erfolgreiche Arbeit und Ent-wicklung des IMN MacroNano®. Allein im vergangenen Jahr wurden vom BMBF, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Europäischen Union, vom Land Thüringen und von Industriepartnern 75 Projekte im Umfang von 9,2 Millionen Euro eingewor-ben. In den letzten fünf Jahren waren es 47 Millionen Euro. Die mit der Förderung des Bundes, des Freistaates Thüringen, der EU und mit der Unterstützung der Universität aufgebaute hervorragende Forschungsinfrastruktur im Zentrum für Mikro- und Nanotechnologien wird mittlerweile von rund 40 Fachgebieten interdisziplinär genutzt. In gemeinsa-men IM INTERVIEW PROFESSOR MARTIN HOFFMANN + PROFESSOR JENS MÜLLER | 26 UNI I 02 I 2015 Runden der beteiligten Forscher wird festgelegt, in welche Richtung die Technologie-Basis erweitert werden soll. „Dies erlaubt einen besonders effizienten Einsatz von Ressourcen und garantiert eine hohe Auslastung der Geräte, die nah am Stand der Technik bleiben“, so Professor Müller. Inzwischen wurde dem ZMN von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ein so hoher Grad an Kompetenz und Spezialisierung bescheinigt, dass es das DFG-Gerätezentrum für Mikro-Nano- Integration in Deutschland wurde. Es bietet Forschern anderer Forschungsein-richtungen einen breiten Zugang zu der erstklassigen Ausstattung der TU Ilmenau mit Reinräumen und technologischem Equipment. Die Partner können damit ohne eigene Infrastruktur-Investitionen und gegen Erstattung der Nutzungskos-ten auf die Geräte und die Expertise des Instituts zurückgreifen. Das gemeinsam von Prof. Jens Müller, Prof. Martin Hoff-mann, und Prof. Peter Schaaf konzipierte Projekt war nach einem mehrstufigen Begutachtungsprozess für die Förderung UNI: Das Bundesforschungsministerium hat die Mikro-Nano- Integration als Schlüsseltechnologie für die nächste Generation von Sensoren und Aktoren bezeichnet. Worin sehen Sie die größten Herausforderungen an die Forschungsarbeit auf diesem Gebiet an der TU Ilmenau? Prof. Hoffmann: Nano-strukturen haben ihre ganz eigenen Eigenschaften – im Positiven wie im Ne-gativen. Insbesondere die Langzeitbeständigkeit und die reproduzierbare Ferti-gung von Nanostrukturen werfen noch viele Fragen auf. Darüber hinaus gelingt es immer wieder neue Anwendungen zu erschließen, die nur durch die oft überraschenden Eigenschaften von Nanostrukturen möglich sind. UNI: Dem IMN MacroNano® der TU Ilmenau ist es überaus er-folgreich gelungen, sich als Zentrum für Innovationskompetenz, als Forschungsmarke und DFG-Gerätezentrum ersten Ranges zu positionieren. Bei all dem Erreichten – wie will sich das Institut in den nächsten Jahren noch weiter profilieren? Prof. Müller: Es gilt das Erreichte zu verstetigen und die gesamte Bandbreite von der Grundlagenforschung bis zur wirtschafts-nahen Umsetzung weiterzuentwickeln. Hier befruchten sich Grundlagen- und angewandte Forschung permanent und die enge Vernetzung der Fachgebiete im IMN MacroNano® unter-stützt dies in hohem Maße. UNI: Mittlerweile gibt es an der TU Ilmenau die vierte ZIK-For-schergruppe. Sie befasst sich mit der 3D-Nanostrukturierung. Welche neuen zukünftigen Anwendungen eröffnet die Forschung in dieser dritten Dimension der Nanostrukturen? Foto: Bettina Wegner


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