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UNI 2 2015

UNITITEL Fotos: Chris Liebold, Lutz Müller Mit ihrem fakultätsübergreifenden Institut für Mikro- und Nanotech-nologien IMN MacroNano® zählt die TU Ilmenau zu den Einrichtungen, die den internationalen Stand der For-schung auf diesem Fortschritts-gebiet bestimmen. UNI I 02 I 2015 21 | Seit 1959, als der Physiker und Nobel-preisträger Richard Feynman in einer sei-ner Vorlesungen unter dem Titel „There’s plenty of room at the bottom - Viel Spiel-raum nach unten“ einen ersten visionären Blick auf die kleinen Dimensionen gewor-fen hat, ist viel passiert. Heute können wir tatsächlich ganze Bibliotheken auf einem Stecknadelkopf speichern, Mikro-systeme haben ins Auto Einzug gehalten, Nanoeffekte sorgen für saubere Scheiben und Hauswände, helfen beim Heilen von Krankheiten. Unsere Drucker drucken mit Tropfen in Pikoliter-Größe und Laser er-zeugen Femto-Sekunden lange Impulse. Hinter diesen und vielen weiteren An-wendungen stecken zunehmend Nano-strukturen. Nicht die viel diskutierten Nanopartikel, die durch die Luft fliegen und potenziell auch krank machen kön-nen, sondern wohl definierte, fest auf ihrer Oberfläche verankerte Strukturen, die in aufwändigen Forschungs- und Entwicklungsprozessen für die Makrowelt erschlossen wurden. Brücke zwischen Nano- und Makrowelt Um die Brücke von der Nano- in die Makrowelt schlagen zu können, müssen Nanostrukturen in ein größeres System, in der Regel ein Mikrosystem, integriert werden. Dieser Vorgang wird als Mikro- Nano-Integration (kurz: MNI) bezeichnet. Er ist die Voraussetzung für völlig neue Anwendungen, die uns in unserem Alltag helfen und sogar dazu beitragen kön-nen, globale Herausforderungen wie die Lösung der Energieversorgung oder die Therapie bisher unheilbarer Krankheiten zu bewältigen. Doch in vielen Bereichen steckt die MNI erst in den Kinderschuhen und der Weg vom Labormuster bis zum funktionsfä-higen Mikrosystem ist noch weit. Mit ihrem fakultätsübergreifenden Institut für Mikro- und Nanotechnologien IMN MacroNano® zählt die TU Ilmenau zu den Einrichtungen, die den internatio-nalen Stand der Forschung auf diesem Fortschrittsgebiet bestimmen.


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