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UNI_01_2015

UNIPOLITIK Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Medien Festakt zur Neugründung In einer Festveranstaltung am 15. Oktober 2014 wurde die Neugründung der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Medien an der TU Ilmenau feierlich begangen. Mehr als 150 Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik waren der Einladung an die TU Ilmenau gefolgt. Die Veranstaltung präsentierte Ziele und Perspektiven der neuen Fakultät sowie erste Erfolge der gemeinsamen Arbeit der aktuell 22 wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fachgebiete. Die Neugründung war zum 1. Januar 2014 mit dem Ziel erfolgt, das Profil der TU Ilmenau zu stärken und insbesondere die etablierte interdisziplinäre Medienausbildung weiterzuentwickeln. Der Moderator des Festaktes, Professor Matthias Hein, Mitglied des Senats der TU Ilmenau, bezog sich in seiner Einleitung auf das Bild eines „Veredelungsprozesses“, der das fast 20-jährige Bestehen der beiden Partner – der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und des Instituts für Medien und Kommunikationswissenschaft – fortführt in einem Zusammenwachsen in gemeinsamen Strukturen, mit einer gemeinsamen Identifikation, gemeinsamen Zielsetzungen und dem Erreichen wertvoller Synergien in Forschung, Lehre und Administration. Ilmenauer Alleinstellungsmerkmal In seinem Grußwort verwies der Rektor der TU Ilmenau, Professor Peter Scharff, auf die Bedeutung der neuen Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Medien als integraler Bestandteil der TU Ilmenau und als wichtiges Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Universitäten. Eine ingenieurwissenschaftliche Ausbildung ohne Bezug zu wirtschaftlichen Fragestellungen sei heutzutage nicht mehr vorstellbar. Umso wichtiger sei es, die natur- und technikwissenschaftlichen Bereiche durch wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Disziplinen zu ergänzen und zu bereichern. Der Dekan der neugegründeten Fakultät, Professor Norbert Bach, erläuterte in sei- | 8 UNI I 01 I 2015 nem Perspektivvortrag den Integrationsprozess zwischen der damaligen Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und den medien- und kommunikationswissenschaftlichen Fachgebieten. Erfolgreicher Integrationsprozess Die erfolgreiche Umsetzung dieses Prozesses verdanke die Fakultät dem hohen Engagement ihrer Mitarbeiter und ihrer Bereitschaft, Veränderungen nicht nur zu akzeptieren, sondern aktiv mitzugestalten. Ebenso hilfreich sei der offene, respektvolle und konstruktive Dialog mit der Hochschulleitung und den anderen Fakultäten gewesen, um nach nur neun Monaten bereits sichtbare Veränderung erzielen zu können. Diese positive Atmosphäre motiviere die Fakultät, weitere Meilensteine zu verwirklichen, unter anderem die Modernisierung des Lehrangebots, die Erarbeitung einer gemeinsamen Forschungsstrategie und eine zukünftig noch stärkere Vernetzung über Fakultätsgrenzen hinweg. Chancen durch Vernetzung Höhepunkt der Veranstaltung war die Festrede von Dr. Peter Diesch, ehemals Vorstandsmitglied der Linde AG sowie der Tchibo AG und heute international gefragter Experte für die Personalakquise für Führungspositionen in national und international tätigen Unternehmen. In seinem Vortrag verwies er auf die wechselseitige Bedeutung von Kommunikation und wirtschaftlichem Handeln für eine erfolgreiche Tätigkeit von Managern. Insofern setze die Universität ein wichtiges Signal, Nachwuchskräfte sowohl in den Wirtschaftswissenschaften als auch in der Medien- und Kommunikationswissenschaft auszubilden und für eine berufliche Tätigkeit in einer globalisieren Wirtschaft vorzubereiten. Die Zusammenführung der wirtschafts- und der kommunikationswissenschaftlichen Fachgebiete berge zahlreiche Chancen in Forschung und Lehre, sofern es sich um eine tatsächliche Integration der Disziplinen handele. Eine bloße Addition von Kompetenzen reiche dagegen nicht aus, die gewünschten Synergien zu erzielen, so Diesch. Produktiver Austausch Hannes Mehring, Absolvent des Studiengangs Angewandte Medien- und Kommunikationswissenschaft, Unternehmensgründer und CEO der CrowdArchitects GmbH, unterstrich ebenfalls die Potenziale einer intensiven Vernetzung wirtschafts- und kommunikationsbezogener Fragestellungen. Als Unternehmensgründer habe er sowohl von medien- und kommunikationswissenschaftlichen wie auch betriebswirtschaftlichen Ausbildungsinhalten profitiert. Der neu gegründeten Fakultät gab er den Wunsch mit auf den Weg, den produktiven Austausch zwischen Wirtschaftswissenschaften und Medien zu intensivieren. Zudem wünsche er sich von der neuen Fakultät mehr Initiativen, um bei Studierenden Unternehmergeist zu wecken und Freiräume zur Selbstverwirklichung anzubieten. Damit gehe das Angebot einher, seine Erfahrungen und Ideen in solche Vorhaben mit einzubringen. Das Vortragsprogramm wurde eindrucksvoll ergänzt durch digitale Klangimpressionen, präsentiert von Dr. Gabriel Gatzsche, Audanika GmbH, und David Gatzsche, Musikpädagoge aus Weimar. Unterstützt wurde die Festveranstaltung durch die IPOL Institut für Produktionsorganisation und Logistik GmbH unter wissenschaftlicher Leitung von Professor Herfried Schneider sowie durch den Förderverein der Fakultät proWiWi e.V.


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