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UNI_01_2015

UNI I 01 I 2015 47 | MegaWatt-Preis 2014 Der Ilmenauer Wissenschaftler Dr. Stefan Moldenhauer (Foto) ist mit dem Mega- Watt-Preis 2014 ausgezeichnet worden. Der 34-jährige Physiker, der seit einem Jahr als Entwicklungsingenieur bei IAV Automotive Engineering tätig ist, erhielt den mit 1.000 Euro dotierten Preis für seine herausragende Dissertation, die er an der Fakultät für Maschinenbau, Fachgebiet Thermo- und Magnetofluiddynamik, angefertigt hat. Darin stellt er einen von ihm entwickelten neuartigen Pulsrohrmotor vor, der zur Rekuperation (Rückgewinnung) von Abwärme genutzt werden kann. Mit Hilfe eines Simulationsmodells gelang es Dr. Moldenhauer, das thermodynamische Arbeitsprinzip des Pulsrohrmotors aufzuklären und dessen Leistung und Effizienz bei unterschiedlichen Bauweisen und Arbeitsbedingungen vorherzusagen. Seine theoretischen Ergebnisse wies er mit dem Aufbau und der erfolgreichen Inbetriebnahme eines Pulsrohrmotors experimentell nach. Eine geschickte Anwendung des Pulsrohrmotors zur Leistungs- und Effizienzsteigerung von Verbrennungsmotoren hat Dr. Moldenhauer zum Patent angemeldet. Damit, so die Jury, habe er die Grundlage für künftige energieeffizientere und leistungsstärkere Motoren beispielsweise für den Einsatz in Kraftfahrzeugen gelegt. Foto: ari UNIMENSCHEN Preis für Oberflächenforschung Dr. Anja Eisenhardt (Foto) hat auf dem „International Workshop on Nitride Semiconductors“ 2014 in Wrocław (Polen), einer international anerkannten Tagung auf dem Gebiet der Forschung an Nitrid-Halbleitern, den Preis für die beste Posterpräsentation in der Kategorie „Grundlegende Physik“ erhalten. In dem von Dr. Anja Eisenhardt gemeinsam mit Prof. Stefan Krischok und Dr. Marcel Himmerlich erarbeiteten Poster wurden grundlegende elektronische Untersuchungen zur häufig beobachteten Elektronenanreicherung an Ober- und Grenzflächen vorgestellt, die die Oberflächeneigenschaften beeinflussen. Der Beitrag widmete sich damit einem zentralen Problem bei der Herstellung von Bauelementen. Die Untersuchungen wurden im Rahmen der Forschergruppe Oberflächenphysik funktioneller Nanostrukturen durchgeführt, die unter Leitung von Prof. Krischok am Institut für Physik und am IMN MacroNano ® angesiedelt ist. Sie tragen laut Fachjury zum grundlegenden Verständnis der Elektronenanreicherung auf Oberflächen bei und zeigen neue Ansätze, diese zu vermeiden, zu kontrollieren und gezielt zu manipulieren. Die ausgezeichnete Arbeit wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Carl-Zeiss-Stiftung finanziell unterstützt. Foto: IMN Macro Nano® Preis der IHK Südthüringen Der mit 2.500 Euro dotierte Preis der Industrie- und Handelskammer Südthüringen ging 2014 an Ilko Rahneberg (Mitte). Der 34-jährige Doktorand der Fakultät für Maschinenbau wurde für seine Dissertationsschrift geehrt, die er unter Betreuung von Prof. Gerd Jäger am Institut für Prozessmess- und Sensortechnik angefertigt hat. In seiner Arbeit entwickelte Ilko Rahneberg ein Verfahren zur Verbesserung der Genauigkeitsprüfung von Präzisionswerkzeug und -messmaschinen. Mit seinen Aufbauten gelang es, einen bisher nicht erreichten Genauigkeitsgrad von 0,1 Mikrometern auf einer Länge von 15 Metern zu erzielen. Die Ergebnisse ermöglichen es damit, die Präzision in Fertigungsprozessen zu steigern und die Kosten für die Maschinenkalibrierung zu reduzieren. Die Untersuchungen des Preisträgers trugen im Rahmen eines Industrieprojektes bereits zur Entwicklung neuer Produkte der Firma SIOS Meßtechnik GmbH Ilmenau bei. Der Preis wurde durch Tilo Werner, Referent International und Niederlassungsleiter Arnstadt der IHK Südthüringen, überreicht (links). Die Laudatio hielt Olaf Mollenhauer, Geschäftsführer der TETRA GmbH Ilmenau (rechts). Foto: Bettina Wegner


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