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UNI_01_2015

UNIREPORTAGE Marko Hennhöfer mit russischen Studierenden vor dem GRIATgebäude. UNI I 01 I 2015 43 | Tag sicher das Interesse dafür wecken konnte, indem wir ein einfaches Fehlerkorrekturverfahren simulierten, welches wir zuvor ausführlich in Theorie und in Teilen auch in der Hausaufgabe behandelt hatten. Zukünftig werden alle Studierenden bereits in den Bachelorprogrammen eine Vorlesung besuchen, in der Kompetenzen im Umgang mit entsprechender Software vermittelt werden. Großes Interesse an Ilmenau Die Sprachkenntnisse waren etwas heterogen, da einige der Studierenden lediglich über Schulenglischkenntnisse verfügten und andere bereits längere Auslandsaufenthalte zu verzeichnen hatten. Das gemeinsame Mittagessen in der Mensa war immer eine gute Gelegenheit, etwas mehr über Land und Leute zu erfahren und im Gegenzug die vielen Fragen zu Deutschland und Ilmenau zu beantworten. In den Pausen blätterten die Studierenden auch fasziniert im „Rektorbericht 2013“, den ich zur Ansicht ausgelegt hatte. Sie waren beeindruckt von den Laboren und Einrichtungen, die an der TU Ilmenau verfügbar sind, zum Beispiel das Zentrum für Mikro- und Nanotechnologien mit der Möglichkeit zur Herstellung von integrierten Schaltkreisen. Auch die Aktivitäten im Bereich regenerativer Energien und Kraftfahrzeugtechnologien stießen auf großes Interesse. Das 3. Semester in Ilmenau In der zweiten Woche hatten wir dann auch Gäste in einer der Vorlesungen. Etwa 30 potenzielle Interessentinnen und Interessenten für die deutsch-russischen Studiengänge, einige Kasaner Kolleginnen und Kollegen, Thilo Zinecker als Vertreter des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und Herr Wolfgang Dik als Leiter der Wirtschafts- und Wissenschaftsabteilung aus der Deutschen Botschaft in Moskau, der die Fragen aus dem Auditorium beantwortete. Themen waren zum Beispiel, inwiefern die Sanktionen gegen Russland die Kooperation gefährden könnten oder welche Finanzierungsmöglichkeiten die Studierenden für einen Aufenthalt in Deutschland haben. Die Veranstaltung diente aber auch einer ersten Rückmeldung der aktuell Studierenden, wie sie den Studiengang bzw. auch die spezielle Vorlesung einschätzten. Da überwiegend russisch gesprochen wurde, musste ich mich hierbei auf die Übersetzung verlassen, wonach wir in „höchsten Tönen“ gelobt wurden - Очень xорошо. Ab Oktober 2015 werden dann die ersten GRIAT Studierenden ihr 3. Semester in Ilmenau verbringen, wo wir ihnen mit der gleichen Offenheit und Gastfreundlichkeit begegnen sollten, wie sie uns in Kasan zuteil wurde. Der Abschied fiel dann tatsächlich etwas schwer, hatte ich doch so nette und aufgeschlossene Menschen kennen und schätzen gelernt. Der Ilmenauer Professor Günter Schäfer hält eine der ersten Vorlesungen am GRIAT. Mit dem Studienjahr 2014/15 starteten am GRIAT die ersten vier Studiengänge. Die Studierenden werden durch ein Stipendiprogramm der Republik Tatarstan gefördert und sind hochmotiviert. Fotos: GRIAT, Dr. Heiner Dintera Der Neubau des GRIAT, den die Republik Tatarstan an der renommierten Tupolev-Universität in der Hauptstadt Kasan errichten ließ. Er wurde mit Start der zweistaatlichen Einrichtung in Betrieb genommen.


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