Page 35

UNI_01_2015

UNIFORSCHUNG 1. Workshop zu bildgebenden Methoden lichkeit der Temperatur von gesundem und erkranktem Gewebe erfasst wird. Eine weitere bildgebende Methode, mit der sich die rund 30 Teilnehmer des Workshops beschäftigten, ist die Lumineszenzbeobachtung. Das Verfahren nutzt durch Licht oder Strom erzeugte Farbgebungen, um Strukturen oder Schichtdicken räumlich sichtbar zu machen. Die Anwendungen reichen von der Untersuchung mikroelektronischer Bauteile über die Qualitätskontrolle in High-Tech-Bereichen bis zur UNI I 01 I 2015 35 | Medizintechnik. Tagung zum Nachhaltigkeitsmanagement Das Fachgebiet Nachhaltige Produktionswirtschaft und Logistik der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Medien (WM) war Gastgeber der jüngsten Herbsttagung der wissenschaftlichen Kommission Nachhaltigkeitsmanagement im Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaftslehre (BWL). 50 Wissenschaftler aus Deutschland und Österreich waren der Einladung an die TU Ilmenau gefolgt. Unter dem Generalthema „Nachhaltiges Stoff-, Produkt- und Servicemanagement“ widmete sich die zweitägige Tagung unterschiedlichen Aspekten der nachhaltigen Gestaltung von Wertschöpfungsnetzwerken. Professoren und Nachwuchswissenschaftler verschiedener betriebswirtschaftlicher Disziplinen diskutierten in 23 Fachvorträgen die neuesten Entwicklungen gemeinsam mit Fachvertretern der Kommunikationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik. Die Teilnehmer waren, so das einhellige Feedback, vom wissenschaftlichen Programm und den Einblicken in die TU Ilmenau genauso angetan wie vom Rahmenprogramm, dessen Höhepunkt die gemeinsame Abendveranstaltung im Rittersaal der Wachsenburg bildete (Foto). Bei der Tagung wurde unter anderem die Frage erörtert, wie man Güter ökologisch und sozial verträglich produzieren, distribuieren und nach ihrem Gebrauch verwerten oder entsorgen kann. Ein Beitrag des ausrichtenden Fachgebiets unter Leitung von Professor Rainer Souren gab etwa erste Antworten auf die Frage, warum die Hausmüllgebühren in Deutschland für ein und dieselbe Entsorgungsleistung bis zu 500 Prozent schwanken. Weiterhin wurde diskutiert, wie durch intelligente Dienstleistungen umweltschädliche Sachgüterverkäufe verringert und dennoch wirtschaftliche Erfolge erzielt werden können. Insbesondere Sharingkonzepte, deren Wahrnehmung, Erfolgsfaktoren und institutionelle Gestaltungsansätze ebenfalls an der Fakultät WM erforscht werden, gelten als interessante Optionen auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Wirtschaftssystem. Professor Souren äußerte die Hoffnung, dass der Trend weg Zum ersten Mal hat die TU Ilmenau 2014 den Workshop „ILMaging“ ausgerichtet. Der Workshop führte Experten aus Wissenschaft und Industrie aus Deutschland und Europa zusammen, um neueste Entwicklungen auf dem Gebiet modernster bildgebender Methoden zu diskutieren. Ausgangspunkt für die Realisierung des Workshops waren die Arbeiten zu bildgebenden Verfahren und deren Anwendung in der Photovoltaik durch die Gruppe um Dr. Harald Hoppe vom Institut für Physik der TU Ilmenau. Die Ilmenauer Wissenschaftler berichteten über die Laserstrahl-induzierte Strommessung, eine Rastermethode, die Aufschluss über die globale Effizienz von Solarzellen und lokale, die Effizienz verringernde Defekte gibt. Weiterer Gegenstand der zweitägigen Tagung war die Thermographie, ein bildgebendes Verfahren zur Anzeige der Oberflächentemperatur von Objekten. Die Einsätze reichen von der Photovoltaik zur Analyse von Wärmeverlusten mit dem Ziel der Vermeidung von Fehlstellen bis zur Krebsforschung, wobei die Unterschiedvom Eigentum hin zur Nutzung geteilter Produkte sowohl ökologisch als auch sozial verträglichere Konsummuster mit sich bringen wird. In seinen Grußworten hatte Dekan Professor Norbert Bach zu Beginn den hohen Stellenwert der Tagung für die neu gegründete Fakultät WM betont. Das Tagungsthema erweise sich als inhaltliche Klammer für Forschungsschwerpunkte und Kompetenzen verschiedener Fachgebiete. Die Beteiligung mehrerer Fachkollegen am Tagungsprogramm demonstriere das gemeinsame Bekenntnis zum Thema Nachhaltigkeitsmanagement und die hohe Bereitschaft, inter- und transdisziplinär zu arbeiten. Mit Blick auf aktuelle Diskussionen über den Stellenwert der Betriebswirtschaftslehre an Universitäten sagte Professor Bach: „Diese Tagung unterstreicht, dass die BWL unzweifelhaft eine universitäre Disziplin ist. Aktuelle Herausforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft erfordern eine betriebswirtschaftliche Grundlagenforschung und eine forschungsorientierte Lehre.“ Foto: Magnus Richter


UNI_01_2015
To see the actual publication please follow the link above