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UNISTUDIUM Vorbereitungen laufen auf Hochtouren ISWI 2015 zum Thema „Verantwortung“ Die Vorbereitungen für die diesjährige 12. Internationale Studierendenwoche in Ilmenau laufen auf Hochtouren. Zur ISWI 2015 vom 29. Mai bis 7. Juni werden wieder hunderte Studierende aus der ganzen Welt auf dem Campus der TU erwartet. Unter dem Motto „dare to care“ (Traue dich, tue etwas!) diskutieren die Teilnehmer/innen aus rund 70 Ländern zehn Tage lang zum großen Themenkreis „Verantwortung“. Verantwortung begegnet uns jeden Tag. Unser Zusammenleben wird zum großen Teil von der Frage bestimmt, wer die Verantwortung für Entscheidungen, Handlungen oder Projekte übernimmt. Verantwortung - die Fähigkeit, selbstständig zu handeln und Entscheidungen zu treffen - ist mit den wichtigsten Bereichen der Gesellschaft wie Politik, Umwelt, Wirtschaft, Recht, Gesundheit, Bildung, Wissenschaft und Medien aufs engste verknüpft. Dies umso mehr in einer Zeit, in der wir vor Herausforderungen wie Kriegen, Flucht und Vertreibung im Nahen und Mittleren Osten und in Afrika, Hungersnöten und Seuchen wie die Ebola-Pandemie, dem Klimawandel und weltweiten Finanzkrisen stehen. Verantwortung ist der erste Schritt zur Lösung der drängenden Probleme unserer Zeit. Aber oft scheint es so, dass in vielen Bereichen des öffentlichen und sozialen Lebens Verantwortung nur von wenigen | 28 UNI I 01 I 2015 übernommen wird. Warum ist das so? Wie können mehr Menschen ermutigt werden, eine aktive Rolle bei der Lösung der Probleme und damit der Gestaltung einer besseren Welt zu übernehmen? Diesen Fragen widmet sich die ISWI 2015. In Workshops, Diskussionen, Vorträgen und der Arbeit von insgesamt 29 Gruppen tauschen die internationalen Teilnehmer ihre Erfahrungen und Ideen zum Thema Verantwortung und unserer Rolle als verantwortlich handelnde Personen in der Gesellschaft aus. Das Motto „dare to care“ wird dabei durch ein Faultier symbolisiert, das ein aus seinem Nest gefallenes Vögelchen rettet. Es versinnbildlicht, dass selbst ein vermeintlich träges Tier aktiv werden und Verantwortung für seine Umgebung übernehmen kann. Als Schirmherrn konnte der ISWI e. V. den Begründer des „Right Livelihood Award“ Jakob von Uexküll gewinnen. Mit der weltweit als Alternativer Nobelpreis bekannten Auszeichnung werden seit 1980 jährlich Menschen geehrt, die sich für humanitäre, soziale und ökologische Projekte und damit die Gestaltung einer besseren Welt einsetzen. 2014 wurde der Preis unter anderem an den amerikanischen Ex-Geheimdienstmitarbeiter und Whistleblower Edward Snowden verliehen. In den nächsten Monaten arbeiten die Mitglieder des ISWI e.V. weiter daran, Referent(inn)en für Vorträge und Workshops zu gewinnen. Außerdem werden vielfältige kulturelle Veranstaltungen vorbereitet. Wer die Organisatoren der ISWI 2015 unterstützen möchte, meldet sich bitte per E-Mail unter info@iswi.org oder kommt in das ISWI-Büro auf dem Campus der TU Ilmenau (Haus A, Max-Planck-Ring 7). Die ISWI-Sitzungen finden immer montags ab 18.30 Uhr statt. Aber auch tagsüber ist das Büro besetzt. Aktuelle Informationen gibt es unter: http://2015.iswi.org/ Der Gründer des Alternativen Nobelpreises Jakob von Uexküll ist Schirmherr der diesjährigen ISWI. Foto: Right Livelihood Award Foundation Foto: Felix Dürrwald Das studentische Organisationsteam der ISWI 2015.


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