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UNI_01_2015

UNITITEL UNI I 01 I 2015 19 | den nicht umhinkommen, altersbedingt oder aus anderen Gründen frei werdende Stellen nicht wieder zu besetzen“, so der Rektor. Bis 2020 sollen auf diese Weise zehn Prozent des Verwaltungspersonals abgebaut werden. Damit einhergehend sollen die Verwaltungsprozesse effektiver gestaltet werden. Dazu werden zunächst alle Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Arbeitsabläufe in den zentralen und dezentralen Verwaltungsbereichen in den Fakultäten und Betriebseinheiten analysiert. Ziel ist eine klare Zuordnung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten zu Struktureinheiten, eine aufgabengerechte Personalausstattung, die Vermeidung von Doppelarbeiten und die Verringerung des Kontrollaufwandes. Bereits erfolgt ist die Analyse der Prozesse bei den Rechnungsdurchläufen, Beschaffungsvorgängen, Personaleinstellungen und Dienstreisen. Die Ergebnisse sind nun Basis für die Erarbeitung so genannter „SOLL-Prozesse“ mit klarer Aufgabenverteilung und vereinheitlichten Arbeitsabläufen in allen zentralen und dezentralen Bereichen. Für die Mittelbewirtschaftung soll die Funktion eines zentralen Koordinators geschaffen werden, der dabei hilft, einheitliche Regeln und Verfahrensweisen im zentralen und dezentralen Bereich umzusetzen. Das Rektorat ist sich aber auch bewusst, dass mit dem Ausscheiden eines Stelleninhabers in den meisten Fällen dessen bisherige Aufgaben weiter bestehen bleiben und auch erfüllt werden müssen. „Es gibt sicher einige Positionen, die man wegfallen lassen kann, aber auch solche, bei denen dies gravierende Folgen hätte“, so der Rektor. „Trotzdem können wir keine Neueinstellungen vornehmen, solange wir Personal einsparen müssen. Da wir aber wissen, welche Stellen in den nächsten Jahren aus Altersgründen frei werden, haben wir die nötige Zeit, ein Konzept zur internen Personalentwicklung umzusetzen.“ Chancen der Veränderung nutzen Die nötigen Veränderungen sollen nun zügig vorangetrieben werden: in Diskussionen in den zuständigen Gremien und in Strategie- und Entwicklungsgesprächen mit den Fakultäten und weiteren Struktureinheiten. Bei allen, zum Teil einschneidenden Veränderungen der nächsten Jahre schließt der Rektor Entlassungen von Mitarbeitern kategorisch aus: „Ich betone es noch einmal ausdrücklich: Zuweisungen geänderter Aufgabenbereiche an Mitarbeiter sind denkbar – es wird jedoch keine betriebsbedingten Kündigungen an der TU Ilmenau geben.“ Die geplante Neuorientierung der TU Ilmenau hin zu einer zukunftsfähigen Universität bedeute nicht nur, dass mit den knappen Mitteln gewirtschaftet werden muss. „Sie bietet gleichzeitig, davon bin ich zutiefst überzeugt, eine große Chance für die erfolgreiche Gestaltung der Zukunft unserer Universität.“ Bei aller Schwierigkeit, Sparmaßnahmen rasch umzusetzen, habe der Handlungsdruck auch etwas Positives: „Wir sind gezwungen, Schwachstellen, die wir vielleicht schon länger mit uns herumtragen, aufzudecken und zu beseitigen und uns noch eingehender mit unseren Strukturen, bestehenden Arbeitsabläufen und unserer Entwicklungsplanung zu beschäftigen. Wir werden Ideen und Lösungen finden, wie wir unsere Zukunft so erfolgreich wie möglich gestalten können.“ Als ein Beispiel führt der Rektor die angesprochene Personalentwicklung an: „Damit widmen wir uns einem Thema, das eigentlich längst überfällig ist: der Förderung von Laufbahnen der eigenen Mitarbeiter. Das halte ich für sehr wichtig!“ »Wir werden Ideen und Lösungen finden, wie wir unsere Zukunft so erfolgreich wie möglich gestalten können.« Fotos: ari


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