Page 16

UNI_01_2015

| 16 UNI I 01 I 2015 Entwicklungsfeld Fakultäten Das Entwicklungskonzept nimmt so auch alle Bereiche der Universität in den Blick: die Fakultäten und die fakultätsübergreifenden Institute, die technologischen Zentren, die Betriebseinheiten sowie die Zentralverwaltung und die Verwaltung in den Fakultäten. Es beinhaltet die strategische Entwicklung von Schwerpunkten in Forschung und Lehre, die verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeit, Vernetzung und Nutzung von Ressourcen und vereinheitlichte, effiziente Strukturen und Prozesse. Dazu gehört, die Anzahl der Professuren (ohne Stiftungsprofessuren) von derzeit 91 auf 80 zu reduzieren. „Wir können die gegenwärtige Personalstärke auf Dauer nicht halten“, so der Rektor. „Unsere fünf Fakultäten machen sich bereits Gedanken, welche Berufungsgebiete wegfallen könnten, welche Schwerpunkte sie für die Zukunft setzen wollen und wo es Redundanzen gibt.“ Durch die Senkung der Anzahl der Professuren soll sich im Gegenzug die Grundausstattung pro Professur von derzeit faktisch etwa 1,75 wissenschaftliche Mitarbeiterstellen auf 2,4 erhöhen, betont der Rektor. „Die gegenwärtige Ausstattung unserer Fachgebiete muss dringend verbessert werden, denn mit 1,75 Stellen ist es kaum noch möglich, Forschungsanträge auszuarbeiten und Projekte zu betreuen. Das wiederum führt zum Rückgang an Drittmitteln und damit Projektstellen. Dieser Abwärtsspirale müssen und werden wir entgegenwirken.“ Das bestehende Lehrangebot soll inhaltlich voll erhalten bleiben – allerdings muss dringend über eine Straffung desselben nachgedacht werden. Gleichzeitig soll das innovative Modell der Basic Engineering School (BASIC), mit dem die TU Ilmenau eine neu gestaltete Eingangsphase in das UNITITEL Weichenstellung für die Zukunft der TU Ilmenau Seit Monaten macht sich die Universitätsleitung intensiv Gedanken darüber, wie die notwendigen Einsparungen im Einklang mit einer zukunftsweisenden Gesamtstrategie für die Universität erzielt werden können. Die Überlegungen mündeten in einem Konzept, das der Rektor jetzt erstmals der Hochschulöffentlichkeit vorgestellt hat und dessen Name Programm sein soll: „Zukunftsfähige Universität“. Der Rektor: „Die finanzielle Situation stellt uns vor die Wahl, entweder nichts zu tun und in Kauf zu nehmen, dass sich die Bedingungen für Lehre und Forschung deutlich verschlechtern, oder aktiv zu werden und ein Konzept für eine zukunftsfähige Universität zu entwickeln. Wir haben uns für Letzteres entschieden.“ Was so einfach klingt, ist ein sehr schwieriger Prozess, der zunächst eine umfassende Diskussion erfordert – in den dafür zuständigen Gremien, aber auch mit allen Struktureinheiten der Universität. Die Mitarbeiter der Universität sollen von Beginn an in den Veränderungsprozess einbezogen werden – auch um mögliche Fehlinformationen und Gerüchte schon im Vorfeld zu vermeiden. Noch bevor das Konzept im Dezember in die erste Diskussionsrunde in den Senat ging, wurden die Beschäftigten in der Personalversammlung am 26. November mit den Vorstellungen bekannt gemacht. Der Rektor: „Wir möchten von Anfang an mit allen Mitgliedern und Angehörigen der Universität reden, denn schließlich geht es um unser aller Zukunft.“ »Unsere fünf Fakultäten machen sich bereits Gedanken, welche Berufungsgebiete wegfallen könnten, welche Schwerpunkte sie für die Zukunft setzen wollen und wo es Redundanzen gibt.«


UNI_01_2015
To see the actual publication please follow the link above