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UNI_01_2015

UNITITEL UNI I 01 I 2015 15 | Höhere Sachmittel- und Personalkosten bei gleichzeitig stagnierenden Haushaltszuwendungen machen den Thüringer Hochschulen zu schaffen. An der TU Ilmenau lagen die Ausgaben im Jahr 2014 um fünf Millionen Euro über den Einnahmen, der Haushaltsrest ist demzufolge von ehemals sieben auf zwei Millionen Euro abgeschmolzen. Steigen die Kosten, bedingt durch Inflation und Tariferhöhungen bei gleichzeitig stagnierendem Landeszuschuss, weiter, wird sich die Einnahmen-/ Ausgabenbilanz weiter verschlechtern. Schon im vergangenen Jahr waren die Folge der skizzierten Entwicklung weniger ausfinanzierte Stellen und eine 25-prozentige Kürzung bei den Sachmitteln in den zentralen Bereichen. „Ändert sich nichts“, betont Rektor Professor Peter Scharff, „bleiben uns keine finanziellen Reserven und damit kein strategischer Handlungsspielraum mehr.“ Das Land hat den Hochschulen zugesagt, dass mit der Rahmenvereinbarung IV ab 2016 Tariferhöhungen und Kostensteigerungen abgefangen werden sollen. Das bedeutet aber, dass bestenfalls die am Ende des Jahres 2015 durch den Landeszuschuss ausfinanzierte Struktur auf Dauer erhalten bleiben kann. Die Universität steht nun vor der Aufgabe, einen Weg zu finden, eine ausgeglichene Einnahmen-/ Ausgabenbilanz darzustellen. „Für uns bedeutet dies, rund 20 Prozent Kosten zu senken, was im Wesentlichen nur durch Einsparungen im Personalhaushalt möglich ist“, so der Rektor.


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