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UNI 02 2014

UNIPOLITIK Richtfest für Hörsaal am Faradaybau Nach knapp eineinhalb Jahren Bauzeit wurde am 24. März Richtfest für den Hörsaalneubau am Faradaybau der TU Ilmenau gefeiert. Das 1925/26 errichtete zweitälteste Gebäude der Universität wird derzeit unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten modernisiert. Dazu gehört unter anderem die originalgetreue Wiederherstellung der ursprünglichen rot-günen Farbgebung der Fassade. Zum südlich gelegenen Hof wird der Altbau um einen zweigeschossigen Hörsaalanbau erweitert. Anlässlich des Richtfestes betonte der Thüringer Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Christian Carius: „Investitionen in den Hochschulbau sind Investitionen in die Zukunft Thüringens. Wir wollen kluge Köpfe nach Thüringen holen!“ Die TU Ilmenau, die laut Ranking der Wirtschaftswoche zu den zehn besten Universitäten Deutschlands zähle und auch immer mehr Studenten aus den alten Bundesländern anziehe, leiste einen wichtigen Beitrag dafür, dass sich Thüringen zunehmend zu einem Zuwanderungsland entwickle. „Der Forschungsstandort Ilmenau und damit Thüringen insgesamt werden durch die hier gewonnenen Ergebnisse und die Ausbildung von hochqualifizierten Fachkräften nachhaltig profitieren“, sagte der Minister. Auch der Rektor Professor Peter Scharff zeigte sich sehr erfreut über die Modernisierung und Erweiterung des Faradaybaus, den er als eine der Keimzellen der heutigen Universität bezeichnete. Er dankte allen an dem Bauvorhaben betei- | 8 UNI I 02 I 2014 Fotos: Bettina Wegner Modernisierung und Neubau: Während der historische Faradaybau modernisiert wird, entsteht an der Südseite ein neuer Hörsaal als Anbau. Für den Neubau war Ende März Richtfest. ligten Förderern, Planern, Bauleuten und Mitarbeitern der Universität und wünschte einen weiteren erfolgreichen Verlauf der Arbeiten. Der Faradaybau mit seiner Nutzfläche von 3.900 Quadratmetern im Altbau und 200 Plätzen im Hösaalneubau wird nach Fertigstellung den Studenten, Professoren und Mitarbeitern der Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften modernste Lehr- und Forschungsbedingungen bieten. Aus Gründen des Brandschutzes und der Barrierefreiheit wurden zudem ein zweites Treppenhaus und ein Aufzug angebaut. Das Dach des Neubaus ist zur Aufstellung von Photovoltaik-Elementen vorbereitet. Der neue Treppenhausturm soll mit innovativen semitransparenten Photovoltaikplatten verkleidet werden. Die Arbeiten im Gesamtvolumen von 10,6 Millionen Euro werden zu 75 Prozent mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert, 3,8 Millionen Euro steuert das Land Thüringen bei. Weitere 1,3 Millionen Euro investiert der Freistaat in die technische Erstausstattung. Die Übergabe des Faradaybaus ist für Anfang des Jahres 2015 vorgesehen. Modernisierung und Neubau


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