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UNI 02 2014

UNIMENSCHEN UNI I 02 I 2014 53 | deutsche Sprache und Kultur bis heute wichtiges Instrument der TU Ilmenau für die Gewinnung ausländischer Studierender sind. 1982 beendete er die Promotion zu einem sprachwissenschaftlichen Grundlagenthema und forschte anschließend fünf Jahre an der Jagiellonen-Universität in Kraków. Seine wissenschaftlichen Arbeiten schlugen sich in der Mitautorenschaft von fünf Büchern zum Fachbereich Deutsch als Fremdsprache nieder. Für sein pädagogisches Wirken war Wolfgang Franke bereits 1978 der Titel Oberlehrer verliehen worden. 1989 wurde er von der TH Ilmenau zum außerordentlichen Dozenten berufen und war bis zu seinem Ausscheiden in den Ruhestand im Jahre 1991 in Lehre und sprachwissenschaftlicher Forschung tätig. Dozent Dr. Wolfgang Franke hat sein ganzes Berufsleben der Ausbildung junger Menschen und der Erarbeitung methodisch und wissenschaftlich fundierter Grundlagen für das Fach Deutsch als Fremdsprache gewidmet. Er trug damit wesentlich zur Entwicklung einer hochqualifizierten Sprachausausbildung - nicht nur in Ilmenau - und zur Internationalisierung der heutigen TU Ilmenau bei. Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet und werden sein Andenken stets in Ehren bewahren. IN MEMORIAM Dozent Dr. Wolfgang Franke Wir trauern um unseren ehemaligen Mitarbeiter, Dozent Dr. Wolfgang Franke. Wolfgang Franke wurde 1926 im thüringischen Frauensee bei Eisenach geboren. 1943 begann er in Ilmenau ein Maschinenbaustudium, das er wegen der Einberufung an die Front jedoch schon bald wieder abbrechen musste. Nach einer schweren Verwundung erlebte er das Ende des II. Weltkrieges im Arbeitsdienst in einer Glühlampenfabrik, von wo aus er sich zu einem Neulehrerkurs für Berufsschullehrer anmeldete. 14 Jahre lang arbeitete er im Anschluss als Berufsschullehrer und -direktor in Mühlhausen, Großbreitenbach und Ilmenau. Nach Abschluss eines nebenberuflich absolvierten Oberstufenfernstudiums an der PH Potsdam nahm er 1961 die Tätigkeit als Lehrer im Hochschuldienst für Deutsch als Fremdsprache am Herder-Institut der Universität Leipzig mit Auslandseinsätzen als Sprachlektor an der Universität Bagdad und am ghanaischen Fremdspracheninstitut auf. Es folgten weitere fünf Jahre Arbeit als Berufsschul- und Gymnasiallehrer in Ilmenau und nochmals fünf Jahre Lehrtätigkeit am Leipziger Herder-Institut. 1975 kam Wolfgang Franke an die Abteilung für Fremdsprachen und Übersetzungswesen der damaligen TH Ilmenau, wo ihm die Leitung des Deutschlektorats übertragen wurde. Neben seiner Arbeit als leidenschaftlicher Lehrer, Lektor und Lektoratsleiter war er maßgeblich an der Einführung des internationalen Hochschulferienkurses im Jahre 1978 beteiligt. Mit großem Einsatz leitete er bis 1982 die konzeptionelle und inhaltliche Vorbereitung und Durchführung der Kurse, die als Sommersprachkurse für Wir trauern um unseren langjährigen ehemaligen Mitarbeiter Rudi Schimanke, der im Alter von 80 Jahren verstorben ist. Rudi Schimanke war fast 42 Jahre an unserer Hochschule bzw. Universität tätig. 1933 in Schmolsin in Pommern geboren, begann er 1952 ein Ingenieurstudium in Ilmenau. 1956 nahm er im Institut für elektrische Energietechnik der damaligen Hochschule für Elektrotechnik Rudi Schimanke Ilmenau seine Tätigkeit auf, zunächst als Assistent und ab 1962 als Institutsingenieur. Seit 1968 Anlageningenieur der neu gebildeten Sektion Elektrotechnik, wurde er 1972 aufgrund seiner Erfahrungen und Kompetenzen in den zentralen Verwaltungsbereich berufen. 1974 übernahm er die Leitung der Hauptabteilung Grundfondwirtschaft im Direktorat Technik. Dieser verantwortungsvolle Arbeitsbereich umfasste die Sicherung des wirtschaftlichen Einsatzes von Grundmitteln und Geräten ebenso wie Planungsarbeiten, Analysen und Statistiken. Darüber hinaus brachte Rudi Schimanke sein umfangreiches Fachwissen in die Gerätekommission der Hochschule ein. Mit der Neustrukturierung der Zentralverwaltung im Zuge der politischen Wende wurde Rudi Schimanke die Leitung des Sachgebietes Beschaffung im Dezernat für Haushaltsangelegenheiten übertragen. Diese Aufgabe verlangte es, sich mit einem völlig neuen Vergaberecht vertraut zu machen und die komplexen Vorgaben bei verschiedensten Beschaffungsvorgängen umzusetzen. Wie in seinem gesamten Berufsleben gelang es Rudi Schimanke auch hier, sich hohe Fachkompetenz zu erwerben und sein Wissen in eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den VT-Leitern der Fakultäten, mit Professoren und Mitarbeitern verschiedenster Struktureinheiten einzubringen. Er leistete damit gerade in der Phase der Erneuerung und tiefgreifenden Veränderungen in den 1990er Jahren einen wichtigen Beitrag bei der Beschaffung moderner gerätetechnischer Ausrüstung und weiterer Ausstattungen unserer heutigen Universität. In seinem langen Berufsleben hat Rudi Schimanke seine ganze Kraft zum Wohle der Universität eingesetzt. Auch nach seinem Einritt in den Ruhestand im Jahre 1998 blieb er seiner früheren Arbeitsstätte eng verbunden und traf sich mit den ehemaligen Kollegen zum Wandern oder zu Weihnachtsfeiern. Sein überraschender Tod hat uns tief betroffen gemacht. Wir vermissen ihn und werden sein Andenken stets in Ehren halten.


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