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UNI 02 2014

UNIMENSCHEN Großer Mittelstandspreis Renommierte Optik-Preise Die EasternGraphics GmbH ist für die begehrte Wirtschaftsauszeichnung “Großer Preis des Mittelstandes 2014” nominiert worden. Das von den Absolventen der TU Ilmenau Volker Blankenberg, Frank Wicht und Andreas Winkler gegründete Softwareunternehmen hat sich seit 1995 einen Namen als Marktführer für professionelle Planungssoftware gemacht. Raumplaner für den Büromöbelbereich, die Medizintechnik und andere Bereiche wissen die Produkte des Unternehmen ebenso zu schätzen wie die Hersteller der Objekte und deren Vertrieb. Im Laufe von inzwischen fast 20 Jahren ist das Unternehmen kontinuierlich gewachsen und beschäftigt heute 86 Mitarbeiter. Namhafte Unternehmen arbeiten branchenübergreifend mit der von Eastern Graphics entwickelten Planungssoftware pCon.planner, mit der fotorealistische Raum- und Einrichtungsplanungen in 2D und 3D erstellt werden können. Mit sieben Standorten im Ausland hat sich die Firma dabei auch international etabliert. Diese Erfolge führt Frank Wicht auch und vor allem auf das Potenzial von hoch qualifizierten Fachkräften am Standort zurück. „Die enge Verbindung zur Universität ist für uns von enormer Bedeutung“, betont er. So sind mehr als die Hälfte der Beschäftigen Absolventen und Studenten der TU Ilmenau. Die Nominierung wurde von der Stadt Ilmenau initiiert. Der von der Oskar-Patzelt- Stiftung ausgelobte Preis wird am 13. September in Würzburg vergeben. | 50 UNI I 02 I 2014 Gleich zwei Studierende der TU Ilmenau wurden für ihre hervorragenden Masterarbeiten im Studiengang Optronik mit renommierten nationalen Preisen ausgezeichnet. Lucia Lorenz (Foto) erhielt den Nachwuchspreis „Green Photonics 2014“ der Fraunhofer-Gesellschaft und Mathias Krüger den Studienpreis der SEW Eurodrive Stiftung. Lucia Lorenz entwarf in ihrer Masterarbeit einen neuartigen Sensor zur industriellen Qualitätskontrolle. In der Consumerglasindustrie dient der Sensor beispielsweise zur effizienten Messung der Dicke von Glasgefäßen. Das von Lucia Lorenz maßgeblich miterfundene Messprinzip wurde 2013 zum Patent angemeldet und wird in Zusammenarbeit mit einem Thüringer Unternehmen zum Produkt entwickelt. Mathias Krüger beschäftigte sich in seiner Arbeit mit der Anpassung der Abbildungseigenschaften eines optischen Systems an die Inhomogenitäten des Mediums, durch das die Abbildung stattfindet. Der Einsatz so genannter räumlicher Lichtmodulatoren ermöglicht es, die Wellenfronten des Lichtes gezielt so zu verformen, dass sie, nachdem sie turbulente Medien durchlaufen haben, optimale Abbildungsleistungen ermöglichen. Solche Prinzipien der adaptiven Optik finden beispielsweise in der Augenheilkunde Anwendung, etwa für Abbildungen durch die Turbulenzen des flüssigkeitsgefüllten Glaskörpers des Auges. Betreut wurde die Arbeit durch den Leiter des Fachgebietes Technische Optik, Professor Stefan Sinzinger. Foto: Eastern Graphics Internet Hall of Fame Der Leiter des Fachgebietes Elektronische Medientechnik der TU Ilmenau, Professor Karlheinz Brandenburg, ist in die Internet Hall of Fame aufgenommen worden. Der Miterfinder des mp3-Standards und Leiter des Ilmenauer Fraunhofer Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT wurde am 8. April in Hongkong von der Internet Society (ISOC) als einer von weltweit 24 Internetpionieren 2014 ausgezeichnet. Mit der Ehrung steht der Ilmenauer Wissenschaftler in einer Reihe mit berühmten Persönlichkeiten wie dem Linux-Erfinder Linus Torvalds und dem Miterfinder des Internets, Tim Berners-Lee. Bei aller Freude über die Auszeichnung unterstrich Professor Brandenburg in seinen Dankesworten, dass die Würdigung nicht nur ihm, sondern allen gebühre, die gemeinsam mit ihm in Erlangen und an anderen Orten der Welt diese bahnbrechende Technologie auf den Weg gebracht haben. Die Internet Hall of Fame wurde anlässlich des 20. Geburtstags der ISOC im Jahr 2012 gegründet. Die Vereinigung mit Hauptsitz in Boston (Virginia) und Genf ist die weltweit größte, unabhängige Organisation, die sich für die Pflege und Weiterentwicklung eines offen zugänglichen Internets einsetzt. Foto: Fraunhofer IDMT


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