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UNI 02 2014

UNIREPORTAGE SPLASHLIGHTS Lichtmalerei mit Wassertropfen | 46 UNI I 02 I 2014 Die Installation besteht aus 72 eigens entwickelten, angefertigten und zusammengesetzten Leiterplatten. Foto: Christoph Gorke Magie oder einfach ein Wunderwerk der Technik? Das müssen sich die Besucher der bedeutendsten Lichtmesse Deutschlands, der Luminale, gefragt haben, als sie mit Wasserspritzpistolen, Pinseln und Schwämmen 30.000 kleine LEDs zum Leuchten brachten. Dabei steckt hinter der Lichtmalerei nur ein einfacher Gedanke eines Studenten der TU Ilmenau. Eine Vision wird umgesetzt Silvan Haselbach ist 28 Jahre alt, studiert Medientechnologie an der TU Ilmenau und ist Initiator des Splashlightsprojekts. Hauptsächlich beschäftigt sich der Bachelorstudent mit Lichtinstallationen, von denen er schon einige umsetzen durfte. Sein wohl größtes Projekt bisher ist jedoch das Splashlightsprojekt, das er Anfang April auf der Luminale vorstellte. Mitte September vergangenen Jahres war es so weit: Der Startschuss für die Wand, die Technik und Kreativität verbindet, war gefallen. Das fünfköpfige Team um Silvan Haselbach hatte sich erfolgreich für die Lichtmesse Luminale in Frankfurt am Main angemeldet. In Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet Lichttechnik sollte es in einem halben Jahr möglich sein, auf einer sechs Quadratmeter großen Wand kleine blaue Leuchtioden durch die Berührung mit Wasser zum Leuchten zu bringen. Doch wie ist das möglich? Ein Wassertropfen bringt Licht ins Dunkle Das Gerüst der Zauberei bildet eine 4,50 x 1,50 Meter große Wand, auf der rund 30.000 LEDs aufgebracht wurden und die hauptsächlich vom Maschinenbaustudent Felix Harfensteller konstruiert wurde. Hinter diesem Rahmen steckt die nötige Elektronik: Um jede LED-Leuchte ist eine sternförmige Vorrichtung angebracht, die Schaltung und Leiterplatte trägt. Christoph Wagner war hier maßgeblich beteiligt. Der Trick liegt nun darin, dass sich der Schaltkreis erst schließt, wenn ein Wassertropfen auf den Kontakt fällt. Anschließend wird der Strom im Hintergrund verstärkt, um ein sattes Licht zu erzeugen. Wischt man die Wand wieder trocken, ist es wieder dunkel. Die simple Idee konnte jedoch nicht ohne Probleme umgesetzt werden. Silvan Haselbach und sein Team hatten mehrere technische Schwierigkeiten zu überwinden. So musste die Elektronik vor Feuchtigkeit geschützt werden und die Kupfer-Kontakte lösten sich mit der Zeit selbst auf. Die Teammitglieder (v.L.) Benedikt Raab und Silvan Haselbach (beide Medientechnologie) sowie Felix Harfensteller (Maschinenbau). Foto: Niklas Marx


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