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UNI 02 2014

Nanopositionier- und Nanomessmaschinen UNIFORSCHUNG TU Ilmenau gründet Kompetenzzentrum Die TU Ilmenau hat das Kompetenzzentrum Manipulation mit Nanometerpräzision, die 3D-Fähigkeit (gekrümmte Oberflächen, 3D-Strukturierung), eine hohe Dynamik und die Parallelisierung der Messung, Bearbeitung und Manipulation der NPMMaschine. TU Ilmenau auf der Hannover Messe UNI I 02 I 2014 33 | Nanopositionier- und Nanomessmaschinen gegründet. Als Netzwerk für die Forschungsarbeiten im Themenfeld der Nanopositionier- und Nanomesstechnik versteht sich das Zentrum als konsequente Fortsetzung des DFG-Sonderforschungsbereiches 622 Nanopositionier- und Nanomessmaschinen, der von 2002 bis 2013 an der TU Ilmenau außerordentlich erfolgreich arbeitete. Die internationale Spitzenforschung, die in dieser langjährigen interdisziplinären Zusammenarbeit von insgesamt 24 Fachgebieten zu einem großen wissenschaftlichen Potenzial führte, soll im Kompetenzzentrum weitergeführt und umfassend verwertet werden. Am 11. Dezember 2013 fand die Auftaktveranstaltung für das Kompetenzzentrum statt. 20 Gründungs- mitglieder verabschiedeten die Geschäftsordnung und wählten einstimmig den Vorstand mit dem Vorsitzenden Professor Eberhard Manske sowie mit Professor René Theska und PD Dr. Roland Füßl. „Wir wollen die internationale Spitzenstellung der TU Ilmenau auf dem Gebiet der Nanopositionier und Nanomesstechnik weiter ausbauen und diese Forschungsmarke noch fester etablieren“, betont Professor Manske. Ziel sei, die Nanopositionier- und Nanomesstechnik durch die aktive Fortführung der Grundlagen- und angewandten Forschung weiterzuentwickeln und die Forschungsergebnisse in neuen Applikationen, Produkten und Dienstleistungen umzusetzen. Die nächsten wissenschaftlichen Zielstellungen konzentrieren sich auf die großflächige Messung, Bearbeitung und Auch in diesem Jahr zeigte die TU Ilmenau auf der Hannover Messe vom 7. bis 11. April beeindruckende Beispiele ihrer Leistungsfähigkeit. Das IMN MacroNano® präsentierte Exponate aus den Bereichen Life Science, Energieeffizienz und Photonik. Mit Hilfe von Technologien, die am IMN entwickelt wurden, ist es zum Beispiel möglich, Blutuntersuchungen mit nur wenigen Mikrolitern Blut durchzuführen. Ein weiteres Einsatzgebiet der Nanotechnologien ist die Photovoltaik. Die weltweit effizienteste Solarzelle mit einem Wirkungsgrad von 44,7 Prozent entstand unter Beteiligung des Fachgebietes Photovoltaik der TU Ilmenau und wurde ebenfalls bei der Messe gezeigt. Das Kompetenzzentrum Nanopositionier- und Nanomessmaschinen präsentierte sich auf der Hannover Messe mit dem in Ilmenau entwickelten weltweit genauesten Messgerät seiner Art. Die Patentverwertungsagentur des PATON stellte zwei herausragende Thüringer Erfindungen vor, darunter ein an der TU Ilmenau unter Leitung von Dr. Carsten Leu entwickeltes Verfahren zur Verwertung organischer Materialien. Dabei werden beispielsweise in Blättern unter Einsatz von Hochspannung mikroskopisch feine Kanäle erzeugt, durch die Substanzen rasch heraus oder hinein transportiert werden können. Das Verfahren kann unter anderem zur effizienten Biogasgewinnung und zur Herstellung von Bioethanol eingesetzt werden. Erstmals war das neu gegründete, von der TU Ilmenau koordinierte Thüringer Zent- Foto: Sascha Erfurt Das Kompetenzzentrum hat es sich dabei zur Aufgabe gemacht, die gewachsenen Kompetenzen, Strukturen und Vernetzungen zu bündeln, neue Aktivitäten zu koordinieren und Kooperationen mit nationalen und internationalen Partnern zu initiieren und zu unterstützen. Gegenwärtig werden bereits neue gemeinsame Forschungsprojekte beantragt und fachgebietsübergreifende Publikationen vorbereitet. Weitere Informationen zum Kompetenzzentrum unter: www.tu-ilmenau.de/cc-npmm/ rum für Maschinenbau auf der Hannover Messe präsent. Die fünf Zentrumspartner zeigten Exponate aus den Bereichen Prozess und Präzisionstechnologien, Werkstoff und Beschichtungstechnik, Powertools und -moulds und Qualitätssicherung. Zurückgekehrt von der Hannover Messe zeigten sich alle Aussteller der TU Ilmenau sehr zufrieden mit den vielfältigen Kontakten mit Fachbesuchern, die für die Zukunft weitere Kooperationen erwarten lassen.


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