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UNI 02 2014

um Professor Thomas Hannappel in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE Freiburg und weiteren Partnern gelungen, die derzeit leistungsfähigste Solarzelle der Welt zu entwickeln. Der Wirkungsgrad der aus vier übereinander geschichteten Teilzellen bestehenden und zusätzlich mit optischen Komponenten ausgestatteten Konzentratorsolarzelle beträgt sagenhafte 44,7 Prozent. Die Ilmenauer Forscher leisteten zu dieser bahnbrechenden Entwicklung grundlegende Beiträge auf dem Gebiet der Grenzschichtenforschung. „Diese hervorragenden Ergebnisse entstanden im Rahmen der von Professor Hannappel vertretenen Stiftungsprofessur Photovoltaik, die dank des Engagements der TU Ilmenau im Spitzencluster Solarvalley Mitteldeutschland eingerichtet werden konnte“, freut sich IEAU-Leiter Michael Rock über die erfolgreiche Weichenstellung der TU Ilmenau in den zurückliegenden Jahren. In der Lehre spiegelt sich der Forschungsschwerpunkt im Masterstudiengang „Regenerative Energietechnik“ wider. In der Thüringer Landesgraduiertenschule „PhotoGrad“ unter Leitung von Prof. Gerhard Gobsch, Prof. Tobias Reimann und PD Dr. Stefan Krischok bearbeiten Doktoranden aus dem In- und Ausland Themenstellungen des gesamten Photovoltaiksystems. | 20 UNI I 02 I 2014 Hochwertige Photovoltaik- Infrastruktur Die Arbeiten im Grundlagenbereich werden ergänzt durch anwendungsbezogene Prüf- und Entwicklungsarbeiten an der „Outdoor Prüf- und Versuchsanlage für Photovoltaikkomponenten und –systeme“ (OPAL). An der mit modernsten Solarmodulen und leistungselektronischer Stromrichtertechnik ausgestatteten Außenanlage werden unter Leitung von Professor Tobias Reimann und Dr. Ulf Schwalbe umfangreiche Untersuchungen zur Optimierung von Photovoltaik-Komponenten und des PV-Gesamtsystems durchgeführt. So läuft derzeit ein Langzeitversuch, in dem die Vorteile von so genannten aktiven Nachführsystemen erforscht werden. Nachgeführte PV-Anlagen bestehen aus Solarmodulen, die auf Trägergerüsten installiert sind und sich perfekt nach dem Sonnenstand ausrichten, das heißt, diesem nachgeführt werden. Mit solchen Modulen ist es möglich, im Jahresdurchschnitt 40 Prozent mehr Solarstrom zu erzeugen als mit herkömmlichen unbeweglichen Panels. Die Untersuchungen sollen Aufschlüsse für zukünftige PV-Anlagen für unterschiedliche Aufstellregionen geben und helfen, geeignete Steuerungssysteme für komplexe Anwendungen zu entwickeln. Fotos: ari Seit ihrer Errichtung im Jahr 2011 wurde die OPAL-Anlage bereits mehrfach durch hochwertige Labortechnik ergänzt. Erst vor kurzem wurde für die Forschungsarbeit zur intelligenten Integration regenerativer Energieerzeugungsanlagen wie Photovoltaikanlagen in das Stromnetz eine modulare Smart-Grid-Versuchsanlage installiert. Insgesamt verfügt die TU Ilmenau damit auf dem Gebiet der nachhaltigen Energieversorgung über eine in der deutschen Forschungslandschaft einmalige Systeminfrastruktur. Elektromobilität – Forschen an der Mobilität der Zukunft Die die TU Ilmenau kennzeichnende Interdisziplinarität zeigt sich auch in den Arbeiten zu energieeffizienten Antriebssystemen für Maschinen und Anlagen und vor allem für Elektrofahrzeuge. „Das IEAU“, so der stellvertretende Institutsdirektor und Leiter des Fachgebietes Kleinmaschinen, Privatdozent Dr. Andreas Möckel, „arbeitet dabei eng mit dem Thüringer Innovationszentrum Mobilität ThIMo zusammen.“ In dem im Jahr 2011 gestarteten größten Forschungsprojekt der Universität forschen insgesamt 30 Fachgebiete projektbezogen und mit Industriepartnern an umweltfreundlichen und ressourcen- UNITITEL Die TU Ilmenau steht für Spitzenforschung bei der Entwicklung von polymeren Solarzellen, Vielfachsolarzellen und Hochleistungssolarzellen. Neuestes Ergebnis ist die leistungsfähigste Solarzelle der Welt.


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