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UNI 02 2014

UNIPOLTIK Thüringer Kompetenznetzwerk Gleichstellung Hochschulnetzwerk nimmt Arbeit auf | 12 UNI I 02 I 2014 Foto: iStockphoto.com/Alex Slobodkin Seit kurzem unterstützt und vernetzt das Thüringer Kompetenznetzwerk Gleichstellung (TKG) die Gleichstellungsaktivitäten der Thüringer Hochschulen. Das TKG wurde auf Initiative der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten der Thüringer Hochschulen (LaKoG), der Thüringer Landesrektorenkonferenz (LRK) und des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur (TMBWK) gegründet. Im Rahmen der Netzwerkarbeit sind Maßnahmen und Projekte geplant, die thüringenweit Standards im Hinblick auf Chancengleichheit und Gleichstellung an den Hochschulen setzen und Aspekte der Gleichstellung fest in den Strukturen der Hochschulen verankern, beispielsweise durch die Aufnahme von Veranstaltungen mit Gender- und Diversitybezug ins Curriculum oder die Etablierung von Gleichstellungsstandards innerhalb von Verordnungen oder Vereinbarungen. Durch die Koordination innerhalb des Thüringer Kompetenznetzwerks Gleichstellung kann die Gleichstellungsarbeit der Thüringer Hochschulen professionalisiert und die Attraktivität der thüringischen Hochschulstandorte gesteigert werden. Wichtige Meilensteine der Netzwerkarbeit sind: • Konzeptentwicklung zur Umsetzung eines Gender Monitorings an den Thüringer Hochschulen • Strukturelle Verankerung von Gleichstellungsaspekten in Berufungs- und Personalauswahlverfahren • Vernetzung und Förderung der Forschungs und Lehraktivitäten im Bereich Gender und Diversity • Weiterbildungsangebote zur Gender und Diversitysensibilisierung von Lehrenden und Studierenden • Aufbau und Unterstützung von Mentoring Programmen im Bereich der Nachwuchsförderung • Vernetzung und Förderung der gendersensiblen Berufs- und Studienorientierungsmaßnahmen • Unterstützung von Maßnahmen und Programmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf/Studium In der Zusammenarbeit mit dem TKG setzt die TU Ilmenau insbesondere auf: • Maßnahmen und Angebote zur Sensibilisierung für Gender- und Diversity-Aspekte (z. B. Einfluss tradierter, gesellschaftlich geprägter Geschlechterrollen und fachkultureller Stereotype) in Lehre, Forschung und Weiterbildung • Dual Career-Beratungsangebote zur Unterstützung von Doppelkarrieren (z. B. bei der Berufung von Professorinnen und Professoren) • Aufbau und Förderung von Mentoring Programmen zur Unterstützung und Begleitung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern in ihrer wissenschaftlichen und beruflichen Laufbahn Diese Schwerpunkte ordnen sich in die strategischen Maßnahmen der TU Ilmenau zur Chancengleichheit, Familienfreundlichkeit sowie innovative Lehr- und Forschungsaktivitäten ein. Das TKG besteht derzeit aus den Mitarbeiterinnen der zentralen Koordination, die an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena angesiedelt sind. Sie arbeiten eng mit der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten der Thüringer Hochschulen, der Landesrektorenkonferenz Thüringen, dem Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und den einzelnen Hochschulen zusammen. Des Weiteren gibt es an jeder Hochschule eine Mitarbeiterin bzw. einen Mitarbeiter, die speziell für die Arbeit innerhalb des TKG Ansprechpartnerin bzw. Ansprechpartner sind und an den Treffen und Mitgliederversammlungen des TKG teilnehmen. Auf der wissenschaftlichen Ebene wird das TKG von einem Beirat beraten, bei dem je eine Professorin bzw. ein Professor jeder Hochschule Thüringens vertreten ist. Darüber hinaus wirken in den jeweiligen Arbeitskreisen auch Fachkundige aus dem Bereich des Gleichstellungs- und Personalrats, der Hochschullehre, Forschung und Weiterbildung, des Qualitätsmanagements etc. mit. Zu Fragen und weiterführenden Informationen wenden Sie sich an die dezentrale Mitarbeiterin des TKG an der TU Ilmenau: Kristin Probstmeyer Fachgebiet Medienpsychologie und Medienkonzeption, Ernst-Abbe-Zentrum, Raum 2310, Telefon: 69-4742 Kristin.Probstmeyer@tu-ilmenau.de.


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