Page 45

UNI_01_2014_Webpaper

UNIMENSCHEN Deutschlandstipendien für 2013/14 43 Studentinnen und Studenten der TU Ilmenau erhalten im Studienjahr 2013/14 ein Deutschlandstipendium. In dem 2011 gestarteten Bundesprogramm werden Studierende, deren Werde-gang herausragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lässt, für ein Jahr mit einem Deutschlandstipendium in Höhe von 300 Euro pro Monat gefördert. Die Hälfte der Mittel kommt aus dem Bundeshaushalt, die andere Hälfte von privaten Geldgebern. Insgesamt 280 Studierende aus unterschiedlichen Master- und Bachelorstudiengängen hatten sich für die aktuelle Förderrunde beworben. 20 Unternehmen, Stiftungen, Initiativen und Privatper-sonen beteiligen sich mit insgesamt 78.000 Euro an den Deutsch-landstipendien für Ilmenauer Studierende im Studienjahr 2013/14: COSIMA-Preis für innovativen Rollator Das Ilmenauer Team mit dem prämierten Elektro-Rollator. Von links: Antoine Heim, Nils Ziegenspeck, Thomas Schön-felder, alle Masterstudiengang Mechatronik, und Markus Mayer, Masterstudiengang Maschinenbau. UNI I 01 I 2014 45 | Foto: Bettina Wegner Ein Ilmenauer Studententeam ist für die technische Verbesserung von Rollatoren mit dem Mikrosystemtechnik-Preis COSIMA aus-gezeichnet worden. Der Preis - die Teilnahme am internationalen Wettbewerb 2014 in Japan - wurde während des Mikrosystem-technik- Kongresses 2013 in Aachen vergeben. Rollatoren sind schon heute nicht mehr aus dem Leben älterer und gehbehinderter Menschen wegzudenken. Sie sind Stütze beim Gehen, mobile Sitzfläche für kleine Pausen und bieten Stauraum für Einkäufe. In manchen Situationen kann der Rollator aber auch hinderlich sein. Beispielsweise bergauf muss sein Ge-wicht nach oben befördert werden, was mobilitätseingeschränkte Menschen oftmals an ihre Grenzen bringt. Den Studenten ist es nun gelungen, ein System zu entwickeln, das den Nutzer von dieser Last befreit - den Elektro-Rollator Roll-E. Die Entwicklung basiert auf dem handelsüblichen Rollator Handicare Gemino 30, der zusätzlich mit Sensoren und Motoren der Marke Faulhaber ausgestattet wurde. Roll-E weist intelligente, intuitiv funktionierende Griffeinheiten auf, die die Schubbewegungen des Nutzers erfassen. Zusammen mit Sensoren zur Neigungs-erkennung im Gelände und einem Mikrocontroller können die Hinterräder über geregelte Gleichstrommotoren angetrieben oder abgebremst werden. Damit ist eine aktive Unterstützung insbesondere bei der Beladung des Rollators, bei Gefälle oder Steigung möglich. Die Studenten schafften es, die Komponenten der Sensorik, Aktorik, Regelungstechnik und Energieversorgung platzsparend in einen herkömmlichen Rollator zu integrieren und diesen so zum intelligenten Assistenzsystem aufzuwerten. Roll-E entstand im Rahmen eines in das Masterstudium Mecha-tronik integrierten Projektseminars. Am preisgekrönten Rollator arbeiteten zwei Teams aus den Gebieten „Mikrosystemtechnik“ (Fachgebietsleitung: Professor Martin Hoffmann) und „Biomecha-tronik“ (Fachgebietsleitung: Professor Hartmut Witte) zusammen. Forschung für Mobiliät im Alter Arnold+Richter Cine Technik GmbH + Co. BetriebsKG München, Brunel GmbH Erfurt, Carl-Zeiss-Stiftung Stuttgart, DEHN + SÖHNE GmbH + Co.KG Neumarkt in der Oberpfalz, Deutsche Kreditbank AG Suhl, Ernst-Abbe-Stiftung Jena, Kreissparkasse Saale-Orla, 4FriendyOnly Ilmenau, Jenoptik AG Jena, MAZeT GmbH Jena, Melexis GmbH Erfurt, Robert Bosch Fahrzeugelektrik Eisenach GmbH, Sartorius Corporate Administration GmbH Göttingen, Steffen Schulz (Absolvent der TU Ilmenau) Münchingen, Industrie- und Handelskammer Südthüringen Suhl-Mäbendorf, Thüringer Aufbaubank Erfurt, Förder- und Freundeskreis der TU Ilmenau, Berufsbildungswerk Philipp Jakob Wieland Ulm, INVERSO GmbH Ilmenau, und PETKUS Technologie GmbH Wutha-Farnroda. Foto: Christoph Gorke


UNI_01_2014_Webpaper
To see the actual publication please follow the link above