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UNI_01_2014_Webpaper

UNIFORSCHUNG Thüringer ProExzellenz-Initiative TU Ilmenau stellt fünf Anträge Die Thüringer Landesregierung hat das Landesprogramm „ProExzellenz“ mit einem Volumen von insge-samt 20 Millionen Euro und einer Laufzeit von 2014 bis 2019 neu aufgelegt. Ziel ist, bestehende oder im Aufbau befindliche Kompetenzfelder der Thüringer Hochschulen weiter zu stärken. | 32 UNI I 01 I 2014 Die Anträge der TU Ilmenau zum ProExzellenz-Programm PROEXZELLENZ-ZENTRUM „Makroskopische Systeminteg-ration von Funktionalisierten 3D Nanostrukturen - 3D MacroNano“ Fotomontage: Dr. Carsten Schauer Foto: ari Ziele des beantragten ProExzellenz- Zentrums „3D MacroNano“ sind die Erzeugung und Charakterisierung funktionaler 3D-Nanostrukturen in Mi-krosystemen, um sie in der Makrowelt nutzen zu können. Nanostrukturen zeigen Eigenschaften, die sich von Molekülen ebenso unterscheiden wie von Mikrostrukturen, und dies macht sie für viele Anwendungen einzigartig. Vorbereitet werden soll ein Sonderfor-schungsbereich zu diesem Thema. Sprecher: Professor Peter Schaaf, Professor Martin Hoffmann PROEXZELLENZ-ZENTRUM „Virtuelle Straße: Ein Beitrag zur virtuellen Realität mit ganzheitli-chem Fokus auf Funk, Fahrbahn, Fahrzeug und Fahrer - VISTA4F“ Das Projekt VISTA4F der TU Ilmenau greift akute gesellschaftliche Frage-stellungen der Megatrends Mobilität, Energie, Sicherheit und Umwelt auf und erschließt diese interdisziplinär mit Hilfe der Fahrzeug-, Informations- und Medientechnik sowie der Kommunikati-onswissenschaften. Im Zentrum stehen Mess-, Test- und Bewertungsmethoden der virtuellen Realität. Die Vorbereitung eines DFG-Sonderforschungsbereichs (SFB) zur nachhaltigen Erforschung und Umsetzung des VISTA4F-Ansatzes ist geplant. Sprecher: Professor Matthias Hein „Mit dem Programm sollen insbesondere einzelne größere Projekte und Kompe-tenzzentren der Hochschulen gefördert werden“, betont Wissenschaftsminister Christoph Matschie. „Wir wollen die Universitäten als Hauptakteure der Wis-senschafts- und Innovationslandschaft Thüringens strukturell stärken und einen deutlichen Impuls für Drittmittelein-werbungen beim Bund, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Euro-päischen Union setzen.“ Auch die TU Ilmenau begrüßt die Neuauf-lage des ProExzellenz-Programms, das die bestehenden Förderinstrumente des Thü-ringer Wissenschafts- und Wirtschaftsmi-nisteriums im Bereich exzellenter Grund-lagenforschung ergänzt. „Mit seinem speziellen Ansatz“, so der Prorektor für Wissenschaft, Professor Klaus Augsburg, „unterstützt es unsere Anstrengungen bei der Einwerbung von Förderformaten wie zum Beispiel DFG-Sonderforschungsbe-reichen und -Graduiertenkollegs oder bei vergleichbaren Programmen wie die Spit-zenforschungsförderung des Bundes und im Rahmen des neuen EU-Forschungs-rahmenprogramms Horizon 2020. Wir haben uns deshalb mit größtmöglichem Engagement an der Ausschreibung zum ProExzellenz-Programm beteiligt.“ Konkret sieht das Programm zwei För-derlinien vor. In der Förderlinie I - Wis-senschaftliche Kompetenzzentren (Pro- Exzellenz-Zentren) stehen insgesamt 16 Millionen Euro zur Verfügung. Mit den Mitteln sollen strukturelle Verbesserungen im betreffenden Forschungsfeld erzielt werden, die die Erfolgsaussichten bei der Beantragung von Fördervorhaben erhö-hen. Dabei müssen verbindliche, bis zu bestimmten Zeitpunkten zu erreichende Verfahrensschritte (Meilensteine) benannt werden, die die nachhaltige Schwer-punktentwicklung vorhandener oder im Aufbau befindlicher Kompetenzfelder untersetzen. Antragsberechtigt sind die Thüringer Universitäten in Erfurt, Ilmenau, Jena und Weimar. Die Anzahl der mögli-chen Antragsskizzen ist auf insgesamt 14 beschränkt, die Fördersumme je Projekt beträgt im Regelfall über den Gesamt-zeitraum mindestens zwei und höchstens fünf Millionen Euro. Die Mittel fließen in Personal- und Sachausstattung, um die Forschungsarbeiten in bestehenden oder im Aufbau befindlichen Kompetenzfeldern zu unterstützen und die nationale Sicht-barkeit dieser Gebiete weiter zu erhöhen. Von der TU Ilmenau können maximal vier Projekte beantragt werden. „Diese Anzahl“, so Professor Augsburg, „haben wir voll ausgeschöpft und vier Vorhaben aus den Schwerpunktgebieten Mobilität, Energietechnik, Mikro- und Nanotech-


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