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UNI I 01 I 2014 23 | Verwaltungsrat der Fakultäten im Bereich der Lehre Die TU Ilmenau will die Organisation von Lehre, Studium und Weiterbildung noch effizienter gestalten und so die Bedingun-gen für ein Höchstmaß an Lehrqualität weiter verbessern. Der Senat beschloss in seiner Sitzung am 3. Dezember 2013 die Einrichtung eines „Verwaltungsrates der Fakultäten im Bereich der Lehre“. Dieser soll die Zusammenarbeit der fünf Fakultäten bei der Lehrorganisation und Abstimmung der Struktur der von ihnen angebotenen Studiengänge koordinieren. „Damit wollen wir die Fakultäten bei der Erfüllung der in ihrem Zuständigkeits-bereich liegenden studiengleitenden Aufgaben unterstützen und ihre Autonomie stärken“, betont der Prorektor für Bildung, Professor Jürgen Petzoldt. „Der gemeinsame Verwaltungsrat wird hierbei sowohl die Klammer zwischen den Fakultäten als auch die Schnittstelle zu den zentralen studienbegleitenden Dienstleistungseinrichtungen der Universität bilden.“ Angeregt worden war die Einrichtung des Verwaltungsrates in der Zukunftswerkstatt der TU Ilmenau. Der Senatsausschuss für Hochschulentwicklung und Qualitätssicherung beauftragte in seiner Sitzung am 27.11.2012 den Prorektor für Bildung, im Rahmen der Arbeitsgruppe „Studienbegleitende Dienstleistun-gen“ gemeinsam mit den Referenten für Bildung der Fakultäten einen Diskussionsprozess zur effizienteren Organisation und Gestaltung studienbegleitender Dienstleistungen zu führen. Die Arbeitsgruppe entwickelte einen Vorschlag und einen Satzungs-entwurf und stellte diese den Gremien vor. Der Senat und zuvor der Ausschuss für Studium und Lehre begrüßten den Vorstoß. Neben mehr Effizienz in der Lehrorganisation würden damit auch die Verantwortungsbereiche der zentralen und dezentralen Stellen noch klarer geregelt. Zudem trage die Universität noch besser den Maßgaben des Thüringer Hochschulgesetzes zur fakultätsübergreifenden Zusammenarbeit und Abstimmung des Studienangebotes Rechnung. Laut der beschlossenen Satzung ist der Verwaltungsrat für die Definition und Gestaltung der organisatorischen Rahmenbedin-gungen für den Bereich Studium und Lehre zuständig, soweit gemeinsame Gestaltungs- und Verwaltungsprozesse eine Koor-dination und Abstimmung der Fakultäten erforderlich machen. In seine Verantwortung fällt die Definition von Richtlinien und Rahmenbedingungen für die Lehr- und Prüfungsplanung, die Lehrraumausstattung, die strategische Entwicklung der Stu-dierenden- und Prüfungsverwaltung und die Koordination der Zusammenarbeit der Prüfungsämter der Fakultäten mit dem Akademischen Service Center und weiteren zentralen Struk- UNISTUDIUM tureinheiten der Universität. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Kapazitätsmanagement, zu welchem die Gestaltung von Richt-linien und Rahmenbedingungen des Lehrimports bzw. -exports zwischen den Fakultäten ebenso zählt wie die Standardisierung von Konzepten und Verfahren zur Erhebung statistischer stu-dienbezogener Daten. Auch die Einhaltung von Standards bei der fachbezogenen Studienberatung, die Koordination der Zusammenarbeit der Fakultäten mit der zentralen Studien- und Studierendenberatung und die Abstimmung von Maßnahmen der Studierendenwerbung mit zentralen Marketingmaßnahmen gehört zum Aufgabenspektrum. Last but not least soll der Ver-waltungsrat die Fakultäten bei der Umsetzung des Qualitätsma-nagements im Bereich Studium und Lehre begleiten. Zusammengesetzt ist der Verwaltungsrat aus den Dekanen der fünf Fakultäten, die vertretungsweise die Pro- bzw. Studiende-kane oder die Referenten für Bildung entsenden können. Sofern die Referenten für Bildung nicht bereits eine Fakultät vertreten, können sie als beratendes Mitglied an den Sitzungen des Ver-waltungsrates teilnehmen. Als Bindeglied zur Universitätsleitung und zum Senatsausschuss für Studium und Lehre ist außerdem der Prorektor für Bildung als nicht stimmberechtigtes Mitglied im Verwaltungsrat vertreten. Foto: ari Höhere Effizienz in der Lehrorganisation „Damit wollen wir die Fakultäten bei der Erfüllung der in ihrem Zuständigkeitsbereich liegenden studiengleitenden Aufgaben unterstützen und ihre Autonomie stärken“ Professor Jürgen Petzoldt


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