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UNI_01_2014_Webpaper

| 16 UNI I 01 I 2014 Am IMN MacroNano® der TU Ilmenau stehen vielfältige Technologien zur Verfügung, die geeignet sind, komplexe optische Funktionalitäten zu erforschen. „Optische Mikrosysteme sind in unserem digitalen Zeitalter unabdingbar, um den Anforderungen an immer leistungsfähigere Kommunikationsverbindungen gerecht zu werden.“ PROF. MARTIN HOFFMANN | TU ILMENAU Am Ende dieser Arbeiten stehen optische Mikrosysteme für unzählige Anwen-dungsfelder, beispielsweise die optische Kommunikationstechnik. „Man muss sich vorstellen“, sagt Professor Hoffmann, „dass sich heute die gesamte Kommu-nikationstechnik über optische Wege in Glasfasern abspielt, und hierfür werden immer mehr und immer kleinere Schalter und Schaltmatrizen benötigt. Optische Mikrosysteme sind in unserem digitalen Zeitalter unabdingbar, um den Anfor-derungen an immer leistungsfähigere Kommunikationsverbindungen gerecht zu werden.“ Bei der Erforschung und Entwicklung optischer Mikrosysteme arbeitet das Fach-gebiet von Professor Hoffmann besonders eng mit dem Fachgebiet Technische Optik unter Leitung von Professor Stefan Sinzin-ger zusammen. Auch hier konzentrieren Ilmenauer Spezifik in einer großen Thüringer Tradition Optische Mikrosysteme befinden sich heute in hochleistungsfähigen Kame-ramodulen für Mobiltelefone, in trans-portablen Messgeräten wie Gas- oder Partikelsensoren für die Umwelt- und Medizintechnik, in Positioniermaschi-nen und den in Industrie und Medizin zunehmend genutzten Lasern. Vielfach kommen diese Produktentwicklungen aus Thüringen, denn der Freistaat steht wie kaum ein anderer Standort für Forschung und Entwicklung in Optik, Mikrosystem-technik und -elektronik, in Präzisions- und Medizintechnik. Diese Prägung ist wie maßgeschneidert für die TU Ilmenau, die auf all diesen Gebieten hohe Kompetenzen ausge-bildet hat. Mehr noch: Das Ilmenauer Forschungsprofil zeichnet sich durch die enge Verknüpfung von Optik und Mikro-systemtechnik und deren Verflechtung mit zahlreichen weiteren Gebieten aus. „Die Spezifik der TU Ilmenau“, beschreibt der Leiter des Fachgebietes Mikromechanische Systeme, Professor Martin Hoffmann, „besteht in der Verbindung von Optik und Mikrosystemtechnik, für die wir mit unserem interdisziplinären Institut für Mikro- und Nanotechnologien, dem IMN MacroNano®, prädestiniert sind. Durch das Zusammenspiel vieler Disziplinen können hier komplexe Fragestellungen und Systemkonzepte erforscht werden, die beispielsweise auch Kenntnisse in den Lebenswissenschaften erfordern. Zusätz-lich stehen an der Universität vielfältige Technologien zur Verfügung, die, eben-falls vor allem im Zusammenspiel, geeignet sind, komplexe optische Funktionalitäten abzubilden.“ sich die Wissenschaftler auf Beiträge, die sich in die Forschungsschwerpunkte der TU Ilmenau einfügen und in der Kombination mit der Mikrosystemtechnik zu neuartigen Entwicklungen beispielsweise im Bereich der hochgenauen Mess- und Analysetech-niktechnik führen. „Wir beschäftigen uns in unserer aktuellen Forschung weniger mit der Entwicklung neuer Lichtquellen wie Laser oder Leuchtdioden, die so genannte Photonik, sondern mehr mit verschiedenen Formen der optischen Signalaufnahme, -übertragung und -verarbeitung“, erläu-tert Professor Sinzinger. „Dazu zählen die Interferometrie, bei der wir Licht zum Messen von Längen einsetzen, die Spektro-metrie, mit der wir die Zusammensetzung von Stoffen oder biologischen Proben untersuchen und hyperspektral, das heißt mehrdimensional abbilden können, sowie kompakte strahlformende Komponenten für eine hochpräzise Materialbearbeitung.“ UNITITEL Fotos: ari


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