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Präsidentenwahl wirft Schatten voraus Obwohl die turnusgemäße Wahl des Präsidenten/der Präsidentin der TU Ilmenau erst im Frühjahr 2014 ansteht, wirft sie schon jetzt ihre Schatten voraus. Der Grund: Nachdem der Rektor bisher durch das Konzil der Universität gewählt wurde, gibt das seit 2008 geltende Thüringer Hochschulgesetz nun ein anderes Prozedere vor. Danach ist die Stelle öffentlich auszuschreiben und eine Findungskommission zu bilden, die auf der Grundlage der eingegangenen Bewerbungen einen Wahlvorschlag mit bis zu drei Kandidaten erarbeitet. Gewählt wird der/die Präsident/in vom Hochschulrat, der die Wahlentscheidung anschließend dem Senat zur Erteilung des Einvernehmens vorlegt. Sollten sich Hochschulrat und Senat nach zwei Wahlgängen noch nicht auf einen Kandidaten geeinigt haben, legt die Findungskommission einen neuen Vorschlag vor. Vor diesem Hintergrund beschäftigte sich der Senat schon vor der Semesterpause mit der gesetzeskonformen Anpassung des Wahlpassus der Grundordnung der TU Ilmenau, der Bildung der Findungskommission und der Vorbereitung der Ausschreibung des auf sechs Jahre zu besetzenden höchsten Leitungsamtes der Universität. Nach intensiver Diskussion einigte sich der Senat mit dem Hochschulrat auf die Zusammensetzung der Findungskommission nach der Formel 4:4, also den vier externen Mitgliedern des Hochschulrates Prof. Martin Heisenberg, Prof. Gabriele Krone-Schmalz, Dr. Michael Mertin und Dr. Edgar Most sowie vier Vertretern der Universität. Der Senat wählte aus seinen Reihen die Professoren Matthias Hein und Jens Haueisen als Vertreter der Gruppe der Hochschullehrer, Daniel Götte als Vertreter der Gruppe der Studierenden und Dipl.-Ing. Silke Augustin als gemeinsame Vertreterin der Gruppen der akademischen und sonstigen Mitarbeiter. Sprecher der Kommission sind Dr. Edgar Most für den Hochschulrat und Professor Matthias Hein für den Senat. Als ersten Amtsakt kam der Findungskommission die Aufgabe der Vorbereitung der europaweiten Ausschreibung des Amtes des Präsidenten zu. Nach Abstimmung in den Gremien wurde diese am 30. Juli mit einer Bewerbungsfrist bis zum 31. Oktober 2013 veröffentlicht. Voraussetzung für das Präsidentenamt der TU Ilmenau | 8 UNI I 03 I 2013 sind danach ein Hochschulabschluss und eine mehrjährige Erfahrung in Positionen, die erwarten lassen, dass der Bewerber den Aufgaben des Amtes gewachsen ist. „Gesucht wird eine Persönlichkeit aus der Wissenschaft, die über solide Erfahrungen in akademischen Leitungsfunktionen und Wissenschaftsmanagement verfügt und mit einer an der TU Ilmenau vertretenen Wissenschaftsdisziplin vertraut ist“, heißt es im Ausschreibungstext. Wird - wie beim amtierenden Rektor Professor Peter Scharff - ein Professor der eigenen Universität gewählt, kann sich der Präsident Rektor nennen und das Präsidium Rektorat. Die Amtszeit des neuen Präsidenten beginnt am 16. Juni 2014. Zu diesem Zeitpunkt endet die Amtszeit des amtierenden Rektors, Professor Peter Scharff. 2004 war der heute 56-jährige Leiter des Fachgebietes Chemie erstmals zum Rektor der TU Ilmenau gewählt worden. 2008 folgte - noch durch das inzwischen aufgelöste Konzil - die Wiederwahl mit überwältigender Mehrheit. Auch bei der anstehenden Wahl wird der Rektor wieder kandidieren und sich damit zum dritten Mal der Wahl stellen. „Was an der TU Ilmenau in den letzten Jahren geschaffen wurde, erfüllt mich mit Stolz und Freude, und ich möchte allen Mitgliedern der Campus-Familie, den Gremien und besonders dem gesamten Team des Mitte Juni des nächsten Jahres endet die Amtszeit des Rektors der TU Ilmenau, Professor Peter Scharff. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen für die Neuwahl, zu der auch der amtierende Rektor erneut kandidiert. Rektorates meinen Dank und höchste Anerkennung aussprechen. Die Entwicklung einer Universität wie der TU Ilmenau an vorderster Front mitgestalten zu dürfen, empfinde ich bei allen Anstrengungen, die dieses Amt mit sich bringt, als überaus befriedigende Arbeit, die ich gern eine weitere Amtszeit lang fortsetzen möchte.“ Zu seiner großen Freude, so der Rektor weiter, hätten auch die Prorektoren für Bildung und Wissenschaft ihre Bereitschaft signalisiert, für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung zu stehen. „Professor Jürgen Petzoldt und Professor Klaus Augsburg sind ebenfalls seit zehn Jahren im Amt und haben in dieser Zeit so viel bewegt, dass man ihre Leistungen gar nicht hoch genug würdigen kann. Meilensteine wie die Systemakkreditierung und die höchsten Drittmitteleinnahmen aller Zeiten sind das Werk vieler an der Uni, aber auch Ergebnisse ihrer klugen strategischen Arbeit, deren Erfolg seinesgleichen sucht. Kurzum: Dass die Universität ihre gute Position im nationalen wie internationalen Maßstab halten und noch deutlich ausbauen konnte, ist weitgehend auch ein Verdienst unserer Prorektoren.“ In den kommenden Wochen und Monaten werden die Gremien nun den weiteren Fahrplan zur Präsentenwahl abstecken. Abschließend erfolgt die Ernennung des Präsidenten bzw. Rektors durch den Thüringer Wissenschaftsminister. UNIPOLITIK Foto: ari


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