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UNIPORTRÄT UNI I 03 I 2013 53 | Bundeskanzlerin Angela Merkel im Gespräch mit Fabian Bronner (r.) und Christian Dreier. Fabian und Christian als Ilmenauer Studenten vor dem Humboldtbau der TU Ilmenau. Foto: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung/Guido Bergmann Philharmonie Danzig, die bewies, dass die Akustik einer Kirche über Stereolautsprecher wiedergegeben werden kann, starteten sie auf die viertägige Reise nach Erfurt, wo der „Jugend forscht“- Wettbewerb entschieden wurde. Voller Freude sind sie noch heute darüber, hier den Preis für die beste interdisziplinäre Arbeit gewonnen zu haben. Bundeskanzlerin Angela Merkel überreichte Christian und Fabian den Preis und staunte nicht schlecht, als die jungen Forscher ihre Ergebnisse vor laufender Kamera vorstellten. Zukunftsmusik Die Freude über den Gewinn bei „Jugend forscht“ war riesig, doch noch emotionaler für die Nachwuchsforscher war das damalige Treffen mit Professor Karlheinz Brandenburg von der TU Ilmenau. „Der Professor ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Audiotechnik und ein großes Vorbild für uns“, schwärmen sie. Auf seine Bemühungen hin entschlossen sich beide zu einem Studium an der TU Ilmenau. Der große Wunsch, weiter an ihrer Idee der Psychoakustik zu arbeiten, wird hier durch Professor Ralf Sommer, den wissenschaftlichen Geschäftsführer des TU-An-Instituts IMMS, verwirklicht. Durch ihn durften Christian und Fabian ihre Forschungsarbeiten während der Kinderuni und der Langen Nacht der Technik vorstellen. Außerdem ermöglichen die Räumlichkeiten der Universität neue Möglichkeiten, um ihre Technik weiter zu verbessern. Schon tüfteln sie an einem Komplettpaket, das künftig auch Laien ermöglicht, verbesserte Aufnahmen zu produzieren. Christian arbeitet dazu ein Hardwarepaket aus, bei dem fünf Mikrofone angeschlossen werden. Fabian beschäftigt sich mit einem eigenen Betriebssystem inklusive Touchpad, so dass die Lautsprecher für die Aufnahme perfekt ausgerichtet werden können. Aus Liebe zur Musik Trotz der Erfolge bei „Jugend forscht“, diversen Preisgeldern und Angeboten für duale Studiengänge sind Fabian und Christian bodenständig geblieben. „Das Studium in Ilmenau ermöglicht es uns, tiefer in die Materie einzutauchen und komplexe Zusammenhänge besser zu verstehen“, sind sie überzeugt. Nur für die Industrie und Geld zu arbeiten, käme für die Studenten auch nicht infrage. Viel lieber wollen sie weiter an der Ästhetik des Klangs forschen, etwa, um den Effekt des Abschaltens zu bewirken. Für Christian und Fabian geht das am besten über das Konzert zu Hause im eigenen Wohnzimmer. Niklas Marx


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