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UNIPORTRÄT Jugend-forscht-Bundessieger und Ilmenauer Studenten Fabian Bronner und Christian Dreier Philharmonie im Wohnzimmer Die Liebe von Fabian Bronner und Christian Dreier gehörte schon immer der Technik und der Musik. Schon als Schüler entwickelten sie eine Idee, mit der jegliche Raumakustik über eine handelsübliche Stereoanlage wiedergegeben werden kann. Damit gewannen die Jungforscher 2012 den Bundessieg im Wettbewerb „Jugend forscht“. Wenig später nahmen die Freunde aus Moers in Nordrheinwestfalen ein Studium Fabian und Christian lernten sich während der Oberstufe über ihre erste Band kennen. Schnell war klar, wie gut der eine die Gedanken des anderen über Musik und speziell den Klang von Musik verstand. In Gesprächen über Raumakustik und die Möglichkeiten von heutigen Lautsprechern entstand die Idee, für die die damaligen Abiturienten 2012 die höchste Ehrung erhielten, die Jugendliche auf bundesweiter Ebene für Forschung erhalten können: den Bundessieg bei „Jugend forscht“. Vision der Psychoakustik Die Idee der damals 18- und 19-Jährigen bestand darin, durch eine gezielte Aufnahme jegliche Raumakustik einfangen und auf handelsüblichen Stereoanlagen wieder abspielen zu können. „Wir wollten erreichen, dass das Gefühl entsteht, als würde man die Musik live erleben“, erläutern sie. Nach der Gründung einer gemeinsamen Tonproduktion, bei der sie mit namhaften Kunden zusammenarbeiteten, begannen sie mit ersten Tests zur Psychoakustik, der subjektiven Wahrnehmung von Klang in einem Raum. Mit ein wenig Hilfestellung ihres damaligen Physiklehrers entwickelten sie eine einfache Software, mit der die Ausrichtung | 52 UNI I 03 I 2013 der Lautsprecher in einem Raum gesteuert werden kann. Aus der Begeisterung des Physiklehrers entstand später die Anmeldung bei „Jugend forscht“. Von da an ging alles ganz schnell: Anfang 2012 gab es einen regionalen Vorentscheid mit 400 Teilnehmern. Dementsprechend groß war die Überraschung der Freunde, als Erstplatzierte nach Hause zu fahren und das Ticket in den landesweiten Ausscheid in der Tasche zu haben. Dort standen sie in der Kategorie Physik den 10 besten Teams Nordrhein-Westfalens gegenüber. Christian und Fabian wurden hier zwar nicht Erste, durften sich jedoch über den Preis der außergewöhnlichsten interdisziplinären Arbeit freuen, mit dem man sich automatisch für den alles entscheidenden bundesweiten Ausscheid qualifizierte. Der Traum vom großen Erfolg Ab diesem Zeitpunkt verstanden die Abiturienten das Potenzial ihrer Idee und tüftelten eine komplizierte Software und die dazu passende hochwertige Hardware aus. Selbst ihre Abiturprüfungen mussten verschoben werden, um das Augenmerk auf das Projekt legen zu können. Mit einer Aufnahme der Baltischen in Ilmenau auf ... Christian Dreier (20) Heimatstadt: Moers, Nordrhein-Westfalen Studium: Bachelorstudiengang Elektrotechnik, ab Wintersemester 2013/14 im 3. Semester Hobbies: Musik, Handball, Akustik Fabian Broner (21) Heimatstadt: Moers, Nordrhein-Westfalen Studium: Bachelorstudiengang Ingenieurinformatik, ab Wintersemester 2013/14 im 3. Semester Hobbies: Musik, Veranstaltungstechnik, Kommunikationsnetzwerke, Film, Segeln Fotos: Stephan Pöhler


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