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ARD/ZDF-Förderpreis „Frauen + Medientechnologie“ UNI I 03 I 2013 47 | Preise für Softwareprojekt Das Fachgebiet System- und Software- Engineering der Fakultät für Informatik und Automatisierung hat die Siegerteams des im Sommersemester 2013 veranstalteten Softwareprojektes gekürt. Das Softwareprojekt ist eine praxisnahe Lehrveranstaltung des Fachgebiets, in dem die Studenten in Teams jeweils ein eigenes Projekt realisieren. Zur Seite steht ihnen dabei ein wissenschaftlicher Betreuer, die Themen werden von den Fachgebieten der Fakultät bereitgestellt. Unter der Leitung von Fachgebietsleiter Professor Armin Zimmermann und Dr. Ralph Maschotta fand am 4. Juli die Abschlussveranstaltung mit Auszeichnung der drei Gewinnerteams statt. Das Preisgeld in Höhe von 400, 250 und 150 Euro stiftete in diesem Jahr die Firma Capgemini. Den 1. Platz errang das Team „SecCloud“ für die Entwicklung eines Programms, mit dem in sozialen Netzwerken wie Facebook Bilder verschlüsselt werden können. Platz 2 belegte das Team „Service Interface für ein Formula-Student Fahrzeug“. Die entwickelte Service-Interfaces-Software wertet die übermittelten Daten und Parameter des Fahrzeuges aus und stellt sie anschließend in anschaulicher Form auf einer Weboberfläche dar. Platz 3 ging an das Team „Browsergame TRIS“. Mit diesem Projekt wurde ein Multiplayer-Browsergame realisiert, bei dem vier Spieler gemeinsam spielen und kommunizieren können. UNIMENSCHEN Die Ilmenauer Absolventin der Medientechnologie Stefanie Nowak ist für ihre Doktorarbeit mit dem 1. Platz des ARD/ ZDF-Förderpreises „Frauen + Medientechnologie“ ausgezeichnet worden. In ihrer Dissertation „Evaluation Methodologies for Visual Information Retrieval and Annotation” untersuchte die heute 32-jährige Methodiken zur Qualitätsbeurteilung von Multimediaanalyse-Systemen. Derartige Systeme werden für die automatisierte Verwaltung und Archivierung digitaler visueller Dokumente wie Fotos und Videos genutzt. Für die beste Platzierung unter insgesamt drei Preisträgern erhielt Stefanie Nowak ein Preisgeld von 5000 Euro. Nutzer sehen sich heute einer ständig ansteigenden Flut medialer Inhalte gegenüber. Eine manuelle Kategorisierung, Verwaltung und Archivierung digitaler Inhalte ist zunehmend ausgeschlossen. Deswegen bedienen sich immer mehr Unternehmen und Privatnutzer automatisierter Verfahren, um die Datenmenge effizient handhaben zu können. Allerdings arbeiten diese Systeme bisher nicht perfekt und eine zufriedenstellende Nutzung ist nur möglich, wenn die automatisierte Datenverarbeitung von ausreichender Qualität ist und Einschränkungen der verwendeten Verfahren bekannt sind. Stefanie Nowak untersuchte in ihrer Arbeit Bewertungsmethoden und Testprogramme speziell für Multimediaanalyse- Systeme. Die Ilmenauer Wissenschaftlerin zeigte dabei auf, wie semantische, also inhaltliche Ähnlichkeiten visueller Daten automatisiert abgeschätzt und in den Evaluationsprozess eingebracht werden können. Die Ergebnisse der Arbeit beinhalten ein Nutzermodell für die themenbezogene Suche von Bildern, eine vollständig bewertete Testkollektion mit 10.000 Fotos und neue Bewertungsmaße für eine anforderungsgerechte Qualitätsbeurteilung von Bildanalysesystemen. Unternehmen können diese Kriterien verwenden, um sich die Entscheidung zu erleichtern, welches System für ihren Anwendungszweck am geeignetsten ist. Die Doktorarbeit entstand am Fraunhofer- Institut für Digitale Medientechnologie IDMT im Rahmen aktueller Forschungsarbeiten und wurde vom Leiter des Fachgebiets Elektronische Medientechnik der TU Ilmenau und Leiter des Fraunhofer IDMT, Professor Karlheinz Brandenburg, betreut. Die Dissertation von Stefanie Nowak wurde nicht nur von ARD und ZDF mit einem Preis bedacht, sondern auch an der TU Ilmenau mit dem Prädikat „summa cum laude“ bewertet. Foto: ARD/ZDF Förderpreis »Frauen + Medientechnologie«/Claudius Pflug


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