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Bericht des Rektors 2016 | 2017 87 HIGHLIGHTS iba Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik iba feiert 25-jähriges Bestehen Nachdem das Heiligenstädter Institut für Bioprozess- und Analysenmesstech-nik 1992 seine Arbeit als Forschungsinstitut des Freistaates Thüringen aufnahm, konnte es 2017 25-jähriges Jubiläum feiern. Auf einem Festakt am 27. April über-zeugten sich der Thüringer Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, Wolfgang Tiefensee, und Vertreter aus Industrie und Forschung von der Leistungsfähigkeit des Instituts. Neues Mikroskop verspricht präzisere Tumoruntersuchungen Im März 2016 wurde am iba Heiligenstadt mit finanzieller Förderung des Freistaa-tes Thüringens ein innovatives Lichtblattmikroskop für die dreidimensionale Dar-stellung von Tumor- und Stammzellgewebe in Betrieb genommen. Es ermöglicht die Anwendung der am Institut selbst entwickelten mikrofluidischen Technologie „pipe based bioreactors“, mit der Probenanalytik im Hochdurchsatz durchgeführt werden kann. Indem die Wissenschaftler Methoden der Bioimpedanzspektrosko-pie und der Molekularbiologie kombinieren, erhoffen sie sich, Untersuchungen zur Tumorentwicklung und zur Stammzelldifferenzierung in der personalisierten Medizin verbessern zu können. Neue Methoden für biologische und biomedizinische Anwendungen Eine 2016 eingerichtete disziplinübergreifende Forschergruppe des iba Heiligen-stadt und der TU Ilmenau entwickelt neue Methoden zur elektrischen Charak-terisierung biologischer Materialien und behandelt Fragen zur Anwendung im biotechnologischen und materialwissenschaftlichen Bereich. Entwicklungsziele der Forscher sind Methoden für schnell arbeitende Analysen mit hohem Dy-namikbereich bei gleichzeitig minimalistischer Hardware. Neben einkanaligen Instrumenten werden auch Systeme mit tausenden Einzelelektroden entwickelt. Tumorspezifische 3D-Matrices für die Krebsforschung Im Rahmen des vom Bundesforschungsministerium geförderten Projektes Dia- Tumor wurden zwischen 2013 und 2017 am iba Heiligenstadt 3D-Matrices mit Eigenschaften ähnlich denen der extrazellulären Matrix entwickelt, deren mikro-strukturelle und mechanische Eigenschaften gezielt eingestellt werden können. Damit sind erstmals dreidimensionale Trägerstrukturen möglich, die den Matrix-eigenschaften von Tumorgeweben entsprechen und als Templates für die Tumor- und Pharmaforschung eingesetzt werden können.


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